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Hitze: Viele Todesopfer durch zu warmes Klima

Hitze: Viele Todesopfer durch zu warmes Klima

Bild: "Drought" / Bert Kaufmann / cc-by-2.0

Die Gefahr, dass Menschen einen Wärmetod sterben, steigt mit der globalen Erwärmung. In den USA könnten fast Zehntausend jedes Jahr betroffen sein.

Wenn es immer heißer wird, steigt auch die Gefahr von Todesfällen durch Hitze. Das zeigt eine Analyse im Rahmen des jüngsten National Climate Assessment (NCA), einer großen Zusammenstellung von Klimarisiken und möglichen Lösungsansätzen, die ein Konsortium verschiedener US-Bundesbehörden produziert hat.

Mehr Hitze, mehr Kosten, mehr Todesfälle

Eine Grafik im letzten Kapitel zeigt, was dies potenziell bedeutet: Die jährlichen wirtschaftlichen Schäden durch den Klimawandel könnten bis 2090 bei 700 Milliarden Dollar liegen, sollten die Nationen des Planeten keine praktikablen Änderungen vornehmen, um die Gefahren zu adressieren.

Pro Jahr könnten die Kosten durch frühzeitige Todesfälle aufgrund hoher Temperaturen allein in den USA 141 Milliarden Dollar betragen – angenommen, es bleibt bei einem hohen Klimagasausstoß. Obwohl diese Gefahren bislang kaum wahrgenommen werden, sterben pro Jahr jetzt schon mehr Menschen in den Vereinigten Staaten durch Hitzewellen als durch Stürme, Tornados und Erdbeben zusammen. Hohe Temperaturen können zu hitzebedingten Erschöpfungszuständen und Hitzschlag führen. All dies birgt eine Todesgefahr – insbesondere bei Kindern, älteren Menschen und schwangeren Frauen.

Vorzeitige Todesfälle bis 2100

Pro Jahr könnten extreme Temperaturen dazu führen, dass es 9000 zusätzliche vorzeitige Todesfälle gibt, berechnet für 49 große US-Städte bis zum Jahr 2100.

Die Wirtschaftsmathematik, die die Forscher zur Ermittlung der Kosten durch eine derart erhöhte Mortalität verwendet haben, basiert auf einem Standardansatz, den Organisationen wie die US-Umweltschutzbehörde Environmental Protection Agency (EPA) seit langem verwendet.

CO2-Reduktion soll helfen

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Er nennt sich "Wert eines statistischen Lebens", wie Brian O'Neill, Forschungsdirektor am Pardee Center for International Futures der University of Denver erläutert, einer der Co-Autoren des NCA. Der Wert zeigt unter anderem an, wie viel wir auszugeben bereit sind, Todesrisiken zu reduzieren.

Diese Kosten und Todesfälle könnten sich jedoch dramatisch reduzieren lassen, sollte der Planet schnelle Fortschritte bei der Reduktion der Klimagase machen – und den Umstieg auf saubere Energiequellen beschleunigen. Rechnet man mit einem mittleren Emissionsszenario, würden die Kosten um 58 Prozent sinken und "Tausende bis Zehnttausende von Todesfällen durch extreme Temperaturen im Jahr vermeiden", wie es im NCA heißt.

(James Temple)

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