Logo von Security

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Ronald Eikenberg 205

Apple und Google entsperren Smartphones für Strafverfolger

Smartphone-Hersteller unterstützen US-Behörden offenbar dabei, die PIN-Sperre der Handys Verdächtiger zu umgehen. Das geht aus polizeilichen Trainingsunterlagen hervor, die laut Cnet vom Sacramento Sheriffs Office stammen. Die Unterlagen enthalten Vordrucke für richterlichen Anweisungen, in die die Beamten nur noch Handynummer, Seriennummer und Modell eintragen müssen.


Die polizeilichen Trainingsunterlagen enthalten Vordrucke, die der Ermittler nur noch ergänzen muss. Vergrößern
Einer der Vordrucke ist gezielt an Apple gerichtet. Das Unternehmen wird dazu aufgefordert, die Behörden unter anderem beim Umgehen der PIN zu unterstützen. Einer solchen richterlichen Anweisung muss Apple Folge leisten. Ob es in Sacramento bereits dazu gekommen ist, geht aus dem Dokument nicht hervor. Aus Ermittlerkreisen will Cnet jedoch erfahren haben, dass Apple zumindest mit Behörden in der San Francisco Bay Area drei Jahre oder länger kooperiert habe.

Das Entsperren eines Android-Smartphones soll ein an Google gerichteter Vordruck regeln. Die Unterlagen enthalten den Hinweis, dass zum Entsperren eines Android-Smartphones der Google-Account nötig sei. Google sei nicht dazu in der Lage, das Passwort des Nutzers wiederherzustellen. Die einzige Möglichkeit, der Behörde Zugriff auf den Account zu verschaffen, sei, das Passwort zurückzusetzen.

Der an Google gerichtete Vordruck enthält daher die Aufforderungen, den mit dem Smartphone verknüpften Benutzernamen auszuhändigen und das Passwort zu resetten. Ist das sogenannte USB-Debugging, eine Option für Bastler und Entwickler, aktiv, kann die Behörde den Fall laut den Unterlagen unter Umtänden schneller lösen: In diesem Fall kommt zunächst ein Forensik-Tool von CellBrite zum Einsatz, das die persönlichen Daten des Benutzers vom Smartphone kopiert.

Bedingungslos vertrauen sollte man der Passcode-Sperre ohnehin nicht: So ist es bei allen Apple-Smarpthones bis zum iPhone 4 etwa mit frei verfügbaren Tools möglich, den Zugriffsschutz auszuhebeln. Auch bei einigen Android-Versionen ist bereits dokumentiert, wie man Passcode-Sperre und Mustereingabe umgeht. Während der Aufwand bei gerooteten Geräten überschaubar ist, ist das Entsperren unmodifizierter Geräte deutlich aufwendiger. Um die Sicherheit von Daten auf Smartphones geht es auch in der heise-Security-Konferenz. (rei)

205 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Touch ID: 90 Prozent der iPhone-Nutzer setzen jetzt auf Code-Sperre

    Apple iPhone

    Seit der Einführung des Fingerabdruckscanners hat sich laut Apple der Anteil der Nutzer verdoppelt, die ihr iPhone mit einem Gerätecode schützen und damit die Daten verschlüsseln.

  2. Fingerabdruckscanner: iOS verschärft Passwort-Abfrage

    Touch ID

    iPhone und iPad verlangen unter bestimmten Voraussetzungen schon nach acht Stunden die Eingabe des Passwortes, der Fingerabdruck allein reicht nicht mehr. Das FBI hatte jüngst eine Frau gezwungen, ihr iPhone per Touch ID zu entsperren.

  3. Heftiger Schlag für Android-Verschlüsselung

    Heftiger Schlag für Android-Verschlüsselung

    Die Voll-Verschlüsselung von Android-Smartphones weist ein ernsthaftes Design-Problem auf, das die geschützten Daten sehr angreifbar macht, erklärt ein Sicherheits-Forscher. Er belegt dies mit konkretem Code, der Brute-Force-Angriffe demonstriert.

  4. Terroristen-iPhone: Israelische Firma hilft FBI angeblich beim Entsperren

    iPhone-Streit

    Nachdem Apple der gerichtlichen Anordnung zur Beihilfe beim Entsperren eines iPhones widersprochen hat, setzt das FBI jetzt offenbar auf eine Firma, die auf die Datenextraktion von Mobilgeräten spezialisiert ist.

  5. Alle Meldungen aus Weitere News zum Thema
  1. Für US-Regierung ist der Zugriff auf verschlüsselte Daten und Geräte "nationale Priorität"

    Die geforderte iPhone-Entsperrung ist nur ein Schritt, schon im November gab es ein geheimes Memo des Nationalen Sicherheitsrats

  2. Crypto Wars 3.0: Hintergründe zu dem Fall Apple vs. FBI

    Entsperrung eines iPhone

    Die Auseinandersetzung zwischen Apple und dem FBI gewinnt seit Tagen an Fahrt und könnte eine grundlegende Entscheidung in den sogenannten Crypto Wars nach sich ziehen. Zeit für einen Überblick über die Hintergründe.

  3. FBI will iPhone ohne Mithilfe von Apple geknackt haben

    Apple hat nun ein Problem mit einer Sicherheitslücke, die möglicherweise öfter und auch von anderen benutzt werden kann, für die US-Regierung ist der Zugriff auf die Daten "nationale Priorität"

  4. Alle Meldungen aus Ähnliche Artikel
  1. Geleakte NSA-Hackersoftware: Offenbar hunderttausende Windows-Computer infiziert

    Geleakte NSA-Hackersoftware: Bereits Hunderttausende Geräte infiziert

    Weniger als zwei Wochen nachdem anonyme Hacker Software der NSA veröffentlicht haben, sollen fast 200.000 Geräte infiziert sein. Betroffen sind Windows-Computer, die einen bereits veröffentlichten Patch nicht erhalten haben.

  2. Uber: iPhone-Fingerprinting flog auf – Rüffel vom Apple-Chef

    Delete Uber

    Die App des Fahrdienstes hat auf eine Fingerprinting-Technik gesetzt, um einzelne iPhones trotz Löschens der App weiter identifizieren zu können. Ein Geofence sollte sicherstellen, dass Apple-Mitarbeiter das regelwidrige Verhalten nicht entdecken.

  3. Office 365 Deutschland bei 1&1: Mit Einrichtungsservice und Domain

    Office 365 Deutschland bei 1&1: Mit Einrichtungsservice und Domain

    Nun gibt es die dritte Möglichkeit, Microsofts in Deutschland gespeichertes Office 365 zu beziehen, nämlich bei 1&1. Der hostet das Paket nicht selbst, sondern vermarktet das Microsoft-Angebot mit dem Datentreuhänder T-Systems – zu interessanten Preisen.

  4. Guardians of the Galaxy Vol. 2: Patchworkfamilie auf Chaostour durchs All

    Guardians of the Galaxy Vol. 2: Patchworkfamilie auf Krawalltour

    Die Guardians of the Galaxy sind wieder unterwegs und müssen dieses mal gleich das ganze Universum retten. Wie schon im ersten Teil geht es um ein problematisches Familienmitglied.

  5. Alle Meldungen aus Themen im Trend
Anzeige