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Florian Müssig 80

Windows 10 bekommt neue Stromsparfunktionen

Und noch ein Trick, weiterhin kostenlos an Windows 10 zu kommen

In den neusten Insider-Builds 16176 und 16179 debütiert Power Throttling, welches im Hintergrund laufenden Anwendungen Rechenleistung entzieht. Dies funktioniert aber nur auf aktueller Hardware.

Microsoft testet ab sofort eine neue Stromsparfunktion für Windows 10 in seinem öffentlichen Beta-Programm Windows Insider: Im seit vergangener Woche verteilten Build 16176 und dem seit Donnerstag verbreiteten Build 16179 – beide gibt es nur im Fast Ring – ist Power Throttling implementiert. Die neue Funktion soll Hintergrundaktivitäten wie etwa inaktive Browser-Tabs erkennen und diesen dann weniger CPU-Ressourcen zu Verfügung stellen.

In einem Blog-Beitrag verspricht Microsoft dadurch bis zu 11 Prozent weniger CPU-Belastung, doch dies ist nicht mit 11 Prozent mehr Laufzeit gleichzusetzen: Je nach Lastszenario nimmt die CPU unterschiedliche Stromsparstufen ein, deren Energieverbrauch nicht linear ansteigt; bei geringer CPU-Aktivität schluckt wiederum der Bildschirm mehr als der Prozessor.

Microsoft ist bewusst, dass Power Throttling angesichts der breiten Masse an Windows-Anwendungen zu ungeahnten Konsequenzen führen kann und bittet deshalb alle Insider um entsprechende Rückmeldungen über den Feedback-Hub.

Nur mit Speed Shift

Wer Power Throttling ausprobieren möchte, braucht dazu außer seiner Teilnahme am Insider-Programm samt zugehörigem Beta-Test-Bewusstsein auch aktuelle Hardware: Der Stromsparmodus funktioniert nur mit Notebooks und Windows-Tablets, in denen Prozessoren der sechsten oder siebten Core-i-Generation (Skylake beziehungsweise Kaby Lake) zum Einsatz kommen. Zumindest in der aktuellen Implementierung benötigt Power Throttling nämlich die SoC-Stromspartechnik Speed Shift, welche Intel erst mit Skylake eingeführt hat. Die deutlich andere Funktionsweise von Speed Shift gegenüber dem davor üblichen Speed Step hat c't anlässlich deren Einführung erklärt. Desktop-Systeme bleiben generell außen vor: Power Throttling wird nur im Akkubetrieb zugeschaltet.

Zum aktuellen Windows 10 Creators Update:

Microsoft verspricht, dass künftig auch (Mobil-)Systeme mit anderen Prozessoren in den Genuss von Power Throttling kommen sollen. Es ist jedoch keinesfalls gesagt, dass damit andere ältere Hardware gemeint ist: Gemäß aktueller Roadmaps stehen bis Jahresende noch einige neue CPU-Plattformen an, nämlich Coffee Lake und Cannon Lake bei Intel und Ryzen-APUs mit integrierter Radeon-GPU bei AMD.

Erst im Herbst für alle

Dieser Zeitplan würde insofern passen, weil die genannten Insider-Builds 16176 und 16176 sehr früher Vorstufen vom nächsten großen Windows-10-Update mit Codenamen Redstone 3 sind, dass zum Jahresende 2017 für alle Windows-10-Systeme bereitstehen soll. Zum Vergleich: Das Anniversary Update alias 1607 hieß ursprünglich Redstone 1, das seit Anfang April erhältliche Creators Update alias 1703 wurde als Redstone 2 entwickelt. (mue)

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