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Mirko Dölle 992

Wenn die Bitcoin-Blase platzt: Verkäufe beschleunigen

Wenn die Bitcoin-Blase platzt: Verkäufe beschleunigen

Seit Mitte Januar haben Bitcoins erneut ein Viertel ihres Werts eingebüßt. Spekulanten wollen dann schnellstmöglich aussteigen und bieten teils horrende Transaktionsgebühren. Verkäufe lassen sich aber auch anders beschleunigen, sogar nachträglich.

Wenn der Bitcoin-Kurs wie Ende vergangener Wochen ins Tal rauscht, haben es Spekulanten eilig: Sie wollen ihre Bitcoins schnellstmöglich loswerden, bevor der Kurs aufgrund der Verkäufe anderer noch schneller und vor allem tiefer rutscht. Denn vielleicht ist das die letzte günstige Gelegenheit und die viel beschworene Blase endgültig geplatzt.

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Ein Garant für zuvorkommende Bedienung ist in der streng kapitalistischen Bitcoin-Miner-Gemeinde eine fürstliche Transaktionsgebühr: Kurz vor Weihnachten kostete eine einzelne Transaktion zwischen 30 und 150 Euro, je nach Größe, wenn man sie innerhalb weniger Stunden abgewickelt wissen wollte. Das Nachsehen haben alle, die weniger großzügig sind oder einfach ihre Transaktionen abgeschickt hatten, bevor der Kurs auf Talfahrt ging – und jetzt im Mempool darauf warten müssen, bis der Ansturm der Spekulanten vorbei ist und die Miner wieder weniger lukrative Transaktionen berücksichtigen.

Das Problem: Einmal abgeschickt lässt sich eine Transaktion nicht stornieren, auch gibt es kein Verfallsdatum, nach dem eine signierte und ins Bitcoin-Netzwerk verschickte Transaktion nicht mehr bearbeitet wird. Hat man Pech, wird die Transaktion erst ausgeführt, wenn der Kurs am Boden liegt.

Abhilfe verspricht der Transaction Accelerator von ViaBTC: Dieser steht nicht nur den Kunden des Mining-Farm-Betreibers und Online-Wallet-Anbieters offen, sondern allen Bitcoin-Nutzern. Allerdings nimmt ViaBTC nur maximal 100 Transaktionen pro Stunde an, um sie dann bevorzugt mit den eigenen Minern zu verarbeiten.

Eine alternative Technik ist, die Transaktionsgebühr nachträglich zu erhöhen – genannt "Replace by Fee" (RbF). Das klappt aber nur, wenn die ursprüngliche Transaktion auch als ersetzbar gekennzeichnet war, was etwa der Bitcoin-Client Electrum bei sehr niedrigen Gebühren standadmäßig tut.

War die Transaktion nicht als "replaceable" gekennzeichnet, bleibt noch "Child pays for Parent", um einer festhängenden Transaktion Beine zu machen. Dabei wird bereits Geld von den Ziel- oder Wechselgeldadressen ausgegeben, bevor es eingetroffen ist.

Details zur Beschleunigung von Transaktionen gibt es in der aktuellen c't 04/2018 (seit 03.02. am Kiosk)

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(mid)

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