Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.703.355 Produkten

Monika Ermert 6

Weltwirtschaftsforum ruft Cybersecurity-Zentrum ins Leben

Weltwirtschaftsforum ruft Cybersecurity-Zentrum ins Lebens

Bild: weforum.org

Allein im vergangenen Jahr wurden mindestens zwei Sicherheitsinitiativen in Gang gesetzt, um sich global über Cybersecurity auszutauschen. Das Weltwirtschaftsforum in Davos setzt nun noch eine drauf.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) hat angekündigt, in Genf ein Global Cybersecurity Zentrum einzurichten. Dort sollen sich Unternehmen und Regierungen austauschen, Empfehlungen für einen möglichen Regulierungsrahmen entwerfen und Szenarien für künftige Bedrohungen entwickeln.

Anzeige

Das Thema Netzwerksicherheit sei in den jährlichen "Global-Risk"-Studien des Forums beharrlich in den Vordergrund getreten, erläutert das Sekretariat des WEF seine Beweggründe. Das Center mit Sitz in Genf soll im März eröffnet und eine vom WEF unabhängige Institution werden. Das Weltwirtschaftsforum setzt auf prominente Unternehmensmitglieder. Die Ankündigung in Davos wurde von Vertretern von Comcast und der Moskauer Sperbank, Interpol und Europol mit unterstützt. Personal wird aktuell noch gesucht.

Cybersecurity-Initiativen haben gerade Hochkonjunktur. Vor einem Jahr gründete sich am Rande der Münchner Security Conference die Global Commisison on the Stability of Cyberspace (GCSC). Fast identisch mit dem Aufgabenkatalog des WEF Cybersecurity Centers ist außerdem das Programm des Global Cyber Security Center (GSEC) in Rom aus, das auf Initiative der italienischen Post ins Leben gerufen wurde. Auch gibt es ambitionierte akademische Initiativen wie die Cyber Security Center in Oxford oder The Hague.

Für Wolfgang Kleinwächter, der Mitglied in der GCSC ist und Autor für das WEF, kann die Einrichtung des Genfer Zentrums durchaus ein positiver Schritt sein. "Allerdings kommt es darauf an, wie sich das Zentrum mit den anderen Initiativen vernetzt", sagte er gegenüber heise online. Dass so viele Initiativen entstehen ist für ihn auf jeden Fall Beweis, dass rein staatliche Verhandlungsrunden zu Themen wie der Malwareflut bis hin zum Cyberwar allgemein als unzureichend empfunden werden. Ein Netzwerk, das für eine gute Arbeitsteilung und die Einbeziehung nicht nur von Unternehmen und Regierungen, sondern auch von technischen Experten und zivilgesellschaftlichen Gruppen sorge, sei zu begrüßen.

(Monika Ermert) / (anw)

6 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Weltwirtschaftsforum zwischen Cybersecurity, künstlicher Intelligenz und Populismus

    Weltwirtschaftsforum zwischen Cybersecurity, künstlicher Intelligenz und Populismus

    Cyberangriffe und Angriffe auf kritische Infrastrukturen werden in der neuesten Risikoanalyse des Weltwertschaftsforums (WEF) überschattet von den Trends Populismus und gesellschaftliche Spaltung.

  2. Viel Kritik an Microsofts Plänen für eine "Digitale Genfer Konvention"

    Viel Kritik an Microsofts Plänen für eine Digitale Genfer Konvention

    Es ist Zeit für eine Genfer Konvention für mehr Sicherheit im Netz, findet Microsoft und will damit unter anderem den weltweiten Run auf Sicherheitslücken eindämmen. Geht es nicht eine Nummer kleiner, fragen Diplomaten und Techniker.

  3. Microsoft: Angriff durch Krypto-Trojaner WannaCry sollte Weckruf für Regierungen sein

    Microsoft

    Der Microsoft-Präsident Brad Smith gibt Regierungen eine Mitschuld an dem Erfolg des Krypto-Trojaners WannaCry. Da Staaten Sicherheitslücken für sich behalten, können auch Kriminelle diese ausnutzen. Eine beunruhigende Verbindung entsteht.

  4. Was war. Was wird. Über die besonderen Fähigkeiten der IT

    Sturm, Wolken

    Bei aller Liebe - man sollte Programmierer keine User-Interfaces entwickeln lassen. Manch andere Fähigkeit sollte sich unbegrenzt austoben dürfen, virtuelle Katastrophen sind meist noch leichter zu handeln als die der Natur, ist sich Hal Faber sicher.

  1. USA: Neustart der Eindämmungspolitik gegenüber Iran

    "Russland ist nicht die große Bedrohung, die die Sowjetunion im Kalten Krieg war"

  2. Staatliche Hackergruppen oder Cyber-Söldner? USA und Russland im Cyber-Konflikt

    US-Regierung droht mit Gegenangriffen, aber es fehlen die Beweise, die Cyberangriffe mit bestimmten Personen oder gar Regierungen verbinden können

  3. Feindbild: Russland macht Information zur Waffe

    Nicht erst seit der Wahl werden Gegenmaßnahmen zum angeblichen russischen hybriden oder Informationskrieg von interessierten transatlantischen Kreisen gefordert

  1. Mobile World Congress 2018: Auf dem Weg zu 5G

    MWC 2018: Auf dem Weg zu 5G

    Der Markt lässt erstmals nach und das Smartphone ist längst ein gewöhnliches Gebrauchsgut. Zwar gibt es auf dem Mobile World Congress immer noch viele neue Handys, doch findet man Innovationen eher in der Netztechnik.

  2. Domain-Daten und Whois beim Denic: Sag zum Abschied leise Servus

    Sag zum Abschied leise Servus

    Schon bald wird die Denic die Daten von Domaininhabern nur noch sparsam veröffentlichen. Viele Daten wie der alte AdminC werden gar nicht mehr abgefragt, sagt Denic-Geschäftsführer Jörg Schweiger. Das alte Whois wird ein Stück weit Geschichte…..

  3. Unterwegs im BMW i3S

    BMW i3s

    Eine neue Schlupfregelung und eine harmonischere Fahrwerksabstimmung machen den batterieelektrischen BMW i3s zum Agilitätswunder mit ganzheitlichem Ansatz dank Recycling-Materialien und einer mit Strom aus Wasserkraft hergestellten CFK-Karosserie. Aber der Preis ...

  4. Umsteigen von Windows auf den Mac

    Windows Mac Müllkorb

    Der Mac ist logischer, komfortabler, benötigt weniger Wartung und bietet das Beste aus beiden Welten – das sind nur einige der Argumente für den Wechsel. Mac & i zeigt auch, wie sich Windows-Umsteiger in macOS schnell zurechtfinden.

Anzeige