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Axel Kannenberg 32

Voreingestellte Suchmaschine: Mozilla beendet Deal mit Yahoo

Mozilla Firefox

Die Auswahl der Suchmaschine im Browser kann zwar jederzeit verändert werden - doch viele Nutzer behalten die Standard-Einstellung bei.

Bild: dpa, Mozilla Foundation

Im Web-Browser Firefox ist Google für US-Nutzer wieder die voreingestellte Suchmaschine. Einen noch laufenden Suchmaschinendeal mit Yahoo hat Mozilla noch vor Ende des Vertrags gekündigt.

Nach einer Pause von drei Jahren ist Google wieder die Standard-Suchmaschine im Web-Browser Firefox im wichtigen Markt USA. Der Firefox-Entwickler Mozilla gab einen neuen Deal mit dem Internet-Riesen bekannt, nachdem dort 2014 Google durch Yahoo ersetzt worden war. In Europa ist Google nach wie vor die voreingestellte Wahl im Firefox.

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Die Auswahl der Suchmaschine im Browser kann zwar jederzeit verändert werden – doch viele Nutzer behalten die Standard-Einstellung bei. Das bringt sie auf die Seiten der Suchmaschinen-Betreiber – und Mozilla eine zentrale Einnahmequelle: Die Stiftung lebt bislang vor allem von solchen Suchmaschinen-Deals.

Der mit Yahoo eingefädelte Vertrag sollte eigentlich noch bis 2019 laufen. Offenbar hat Mozilla aber von einem Kündigungsrecht Gebrauch gemacht, da Yahoo vom US-Provider Verizon aufgekauft und zusammen mit AOL zu einer neuen Firma namens Oath verschmolzen wurde. Eine Mozilla-Sprecherin bestätigte das gegenüber Techcrunch. Der Ausstieg könnte durchaus lukrativ für die Macher des Firefox sein: Laut US-Presse sah die entsprechende Klausel vor, dass die Stiftung 375 Millionen US-Dollar jährlich bis einschließlich 2019 einstreicht, wenn sie den neuen Yahoo-Besitzer nicht akzeptiert und stattdessen kündigt.

Unklar blieb, wie viel Google nun an Mozilla zahlt, um wieder Default-Suchmaschine in den USA zu sein. Insgesamt blätterte der Konzern allein im vergangenen Quartal insgesamt 2,4 Milliarden Dollar für die Bevorzugung seiner Suchmaschine hin – 54 Prozent mehr als vor einem Jahr. Nach Einschätzung von Branchenexperten dürfte ein großer Teil davon an Apple gehen, wo Google für die Suche im Safari-Browser voreingestellt ist. Zuletzt ersetzte Apple auch Microsofts Bing durch Google bei Suchanfragen in seiner Sprachassistenz-Software Siri. (axk)

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