Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Martin Holland 158

Vielfalt bei Facebook: Führungskräfte verhindern mehr Diversität

Vielfalt bei Facebook: Führungskräfte verhindern mehr Diversität

Facebooks Zentrale in Menlo Park

Bild: Facebook

Vor zweieinhalb Jahren hatte Facebook angekündigt, sich für mehr Vielfalt unter den eigenen Mitarbeitern einzusetzen, getan hat sich nichts. Schuld ist Medien zufolge eine kleine Gruppe von Führungskräften, die bei Einstellungen das letzte Wort haben.

Facebooks eigene Führungskräfte stehen dem Unternehmen auf dem Weg hin zu mehr Vielfalt bei seinen Mitarbeitern im Weg. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf anonym bleibende ehemalige Angestellte, die sich über die Einstellungspraxis frustriert gezeigt hätten. Dabei hatte Facebook im Sommer 2014 angekündigt, mehr dafür tun zu wollen, Menschen verschiedenster Hintergründe einzustellen. Die danach veröffentlichten "Diversity Reports" hatten aber deutlich gemacht, dass das nicht gelang, blieb die Zahl der weiblichen Mitarbeiter doch ebenso konstant wie die der Latinos und der Schwarzen.

Anzeige

Wie das Wall Street Journal bereits im Sommer 2016 öffentlich gemacht hatte, hatte Facebook Anreize für die Anwerbung von Bewerbern geschaffen, die nicht männlich, weiß oder asiatisch sind. Statt einem Punkt sollte jeder Anwerber zwei Punkte in einem internen Belohnungssystem bekommen, wenn er solch einen Kandidaten fand und zu einer Bewerbung brachte. Das habe die rekrutierenden Mitarbeiter auch angespornt, schreibt Bloomberg nun, aber auch wenn die neuen Kandidaten die ersten Runden erfolgreich gemeistert hätten, seien sie letztlich immer am letzten Schritt und einer Gruppe von 20 bis 30 Entscheidern gescheitert. Deswegen hätten sie ihre Versuche schon nach wenigen Monaten frustriert eingestellt, trotz der Extrapunkte.

Ging es um Ingenieursposten hätten die Entscheider am Ende doch immer wieder jegliches Risiko gescheut und sich für männliche Kandidaten mit weißem beziehungsweise asiatischem Hintergrund entschieden. Auslöser sei meistens gewesen, welche Hochschule sie besucht beziehungsweise für welches Unternehmen sie vorher gearbeitet haben und ob sich aktuelle Facebook-Mitarbeiter für sie aussprachen. Genau durch solche Entscheidungsgründe würden aber Menschen mit unterrepräsentierten Hintergründen benachteiligt. Wenn nach unzähligen Vorstellungsgesprächen die besuchte Hochschule entscheidend sei, wäre das eine unglaubliche Zeitverschwendung, kritisiert die Beraterin Joelle Emerson gegenüber Bloomberg.

Wie Facebook vergangenes Jahr aufschlüsselte, liegt der Frauenanteil unter den eigenen Technikern immer noch lediglich bei 17 Prozent. Im Sommer 2014 hatte er 15 Prozent betragen. Geht es nicht nur um Techniker, sondern alle Mitarbeiter war der Anstieg des Anteils von 31 auf zuletzt 33 Prozent trotz der Anstrengungen ähnlich gering. Der Anteil der Latinos und Schwarzen ist in diesem Zeitraum mit 6 Prozent sogar konstant geblieben. Mitarbeiter mit weißem oder asiatischem Hintergrund kommen dagegen zusammen auf 90 Prozent (nach 91 Prozent im Sommer 2014). (mho)

158 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Diversität: Apple stellt verstärkt aus “unterrepräsentierten Gruppen” ein

    Apple Store

    Die Hälfte der Neueinstellungen in den USA sind nach Angabe des Konzerns inzwischen Personen aus im Technikbereich unterrepräsentierten Gruppen wie Frauen und Schwarze. Auf Führungsebene hat sich bislang wenig geändert.

  2. Google findet seine Belegschaft noch nicht divers genug

    Google findet seine Belegschaft noch nicht divers genug

    Zwar wuchsen die Gruppen in der Belegschaft, die unterrepräsentiert sind, aber Google ist damit noch nicht zufrieden.

  3. Ein bisschen mehr Diversität in der Facebook-Belegschaft

    Facebook

    Facebook sagt, seine Belegschaft werde langsam, aber stetig diverser. Ein frisch veröffentlichter Bericht des Unternehmens zeigt: Immer mehr Frauen, Afro- und Lateinamerikaner arbeiten für Facebook.

  4. "Google-Manifest": Programmierer nach Sexismus-Vorwurf entlassen

    Google

    Ein Google-Programmierer wurde entlassen, nachdem er firmenintern einen Text verteilt hatte, in dem er eine Diskussion um Diversität und Diskriminierung anstoßen wolle. Er kritisierte unter anderem angebliche Bevorzugungen für Frauen in der Tech-Branche.

  1. HTML-Grundlagen: Layout und CSS

    Um HTML-Seiten ein anspruchsvolles Layout zu verpassen, brauchst du Container-Elemente und Style-Definitionen. Der Einstieg ist super einfach!

  2. Amerikaner mögen weder Clinton noch Trump

    Seltsamer Wahlkampf: Nach Umfragen ist Clinton noch beliebter, Trump wird von 70 Prozent und Clinton von 55 Prozent abgelehnt

  3. SOKO Braunlicht

    Das Thema "Organisierte Kriminalität" wird im Zusammenhang mit dem NSU konsequent ausgeblendet - obwohl genau das der alles verbindende Rahmen ist

  1. Paydirekt: Paypal-Konkurrent der Banken bekommt einen neuen Chef

    Paydirekt: Paypal-Konkurrent der Banken bekommt einen neuen Chef

    Der von den deutschen Banken und Sparkassen aufgesetzte Bezahldienst kommt nicht richtig in Fahrt. Ein neuer Chef mit einschlägiger Erfahrung soll es nun richten und muss dabei Widerstände bei den eigenen Gesellschaftern überwinden.

  2. Seven – The Days Long Gone angespielt: Schleichend durch die Endzeit

    Seven – The Days Long Gone angespielt: Schleichend durch die Endzeit

    Schleichen, kämpfen, klettern. Seven: The Days Long Gone von Fool’s Fury überrascht mit einem cleveren Mix aus Schleichabenteuer, Action-Rollenspiel und Parkour-Akrobatik. Ein tolles Konzept, dem es aber am Feinschliff fehlt.

  3. FHIR: Nur ein weiterer Standard oder die Zukunft im Gesundheitssektor?

    FHIR: Nur ein weiterer Standard oder die Zukunft im Gesundheitssektor?

    Im Gesundheitsbereich kommunizieren noch immer viel zu wenige Anwendungen miteinander, von den aufkommenden Fitness-Apps ganz zu schweigen. Der neue Standard FHIR soll das Chaos beenden.

  4. Elektroindustrie: Smart TVs haben sich in den Haushalten etabliert

    Elektroindustrie: Smart TVs haben sich in den Haushalten etabliert

    63 Prozent der Fernsehzuschauer sehen sich laut einer Umfrage Inhalte aus dem Netz über das TV-Gerät an, über PC oder Laptop tun das 37 Prozent der Befragten.

Anzeige