Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

12

VW entwickelt Plattform für vernetzte Autos mit LG

VW Cockpit

Bild: Volkswagen

Volkswagen entwickelt eine eigene Plattform für vernetzter Autos – und kooperiert dabei lieber mit dem Elektronik-Anbieter LG aus Südkorea als mit Apple oder Google.

Volkswagen hat sich mit dem südkoreanischen Elektronik-Konzern LG zusammengetan, um gemeinsam eine Plattform für vernetzte Autos zu entwickeln. Sie soll den Fahrern unter anderem Zugang zu ortsbasierten Diensten sowie Geräten im Smart Home wie Beleuchtung oder Sicherheitssysteme bieten, erklärte Volkswagen am Mittwoch. Dazu gehört auch ein "Benachrichtigungs-Center", in dem relevante Mitteilungen und Empfehlungen angezeigt werden.

Nicht Google, nicht Apple

Mit der Partnerschaft zeigt der Konzern, dass er stärker auf eigene Produkte setzen will, statt sich auf Plattformen von Google und Apple zu stützen. Die beiden Unternehmen bieten Software an, mit der sich Smartphones an Infotainment-Systeme der Autos anschließen lassen und auch den Zugang zu diversen Online-Diensten bieten. Google baute zudem die nächste Android-Version Nougat so aus, dass sie auch als Betriebssystem der Bordcomputer dienen kann.

Aus der Branche war zugleich immer wieder zu hören, dass Autohersteller die Sorge hätten, an Google und Apple zu viele Daten abzutreten, mit denen sie selbst Geschäftsmodelle aufbauen könnten. Die deutschen Autohersteller zeigten bereits den Willen, viel Geld in die Hand zu nehmen, um ihre Unabhängigkeit abzusichern: BMW, Daimler und die VW-Tochter Audi kauften Nokia im vergangenen Jahr für mehr als 2,5 Milliarden Dollar den Kartendienst Here ab.

Mit LG arbeitete VW schon seit einiger Zeit in Vernetzungsprojekten zusammen. Unter anderem wurde schon Anfang 2015 auf der Technik-Messe CES die Möglichkeit, ein Auto per Smartwatch zu steuern, mit einer noch unveröffentlichten LG-Uhr demonstriert. (dpa) / (anw)

12 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Genfer Autosalon: Autoindustrie erwartet weitere Allianzen

    Genfer Autosalon: Autoindustrie erwartet weitere Allianzen

    Die Übernahme von Opel durch PSA ist ein großes Thema auf dem Genfer Autosalon. Der technische Umbruch zwingt alle Anbieter zu enormen Investitionen – die Konzerne suchen neue Partner.

  2. VW: Keine Gespräche mit Apple und Google über Partnerschaft

    Volkswagen Elektroauto

    Eine Zusammenarbeit mit den Konzernen sei nicht geplant, erklärte der Volkswagen-Chef. Einem Bericht zufolge hatten auch BMW und Daimler Apple abblitzen lassen.

  3. Audi, BMW und Mercedes wollen mit Kartendienst "Here" den chinesischen Markt aufrollen

    Audi, BMW und Mercedes wollen mit Kartendienst "Here" den chinesischen Markt aufrollen

    Die Autohersteller Daimler, BMW und Audi wollen ihren von Nokia übernommenen gemeinsamen Kartendienst Here mit Hilfe asiatischer Investoren stärken, um damit in China durchzustarten.

  4. Elektroautos: VW beteiligt sich an Stromtankstellen-Plattform Hubject

    Elektroautos: VW beteiligt sich an Stromtankstellen-Plattform Hubject

    Die Ladeinfrastruktur ist ein sehr wichtiger Faktor für die Akzeptanz der Elektromobilität. VW will helfen, dass die Ladeplattform Hubject sich international ausbreiten kann.

  1. Volkswagen entwickelt vernetzte Autos mit LG

    Volkswagen entwickelt vernetzte Autos mit LG

    Volkswagen entwickelt eine eigene Plattform für vernetzter Autos – und kooperiert dabei lieber mit dem Elektronik-Anbieter LG aus Südkorea als mit Apple oder Google

  2. Autobauer prüfen Daten-Freigabe für ihren Kartendienst Here

    Autobauer prüfen Daten-Freigabe für ihren Kartendienst Here

    Audi, BMW und Daimler wollen Sensor-Daten aus ihren Fahrzeugen für den Kartendienst Here freigeben. Aktuell kämen Informationen aus über 80.000 Quellen. Bei den vernetzten Autos der drei Hersteller ginge es um eine ganz andere Größenordnung von bereits zwei Millionen Fahrzeugen

  3. BMW, Daimler und Audi kaufen Kartendienst Here

    Daimler, Audi und BMW kaufen für 2,8 Milliarden Euro den Kartendienst Here von Nokia. Die drei Partner übernähmen Here jeweils zu gleichen Teilenn, teilten die Autokonzerne und der Telekom-Ausrüster mit. Autonom fahrende Fahrzeuge brauchen sehr präzise Straßenkarten, um den Verkehr zu meistern

  1. Cloak & Dagger: User-Interface-Tricksereien hebeln Android-Rechtesystem aus

    Cloak & Dagger: User-Interface-Tricksereien hebeln Android-Rechtesystem aus

    Zwei App-Berechtigungen des Android-Betriebssystems lassen sich dazu missbrauchen, alles auszuspionieren, was der Nutzer auf der Tastatur eingibt. Außerdem kann man bösartige Apps auf diesem Wege mit beliebigen App-Rechten versorgen.

  2. "Stream On" der Telekom: Verbraucherschützer gegen Zero-Rating-Angebot

    IT-Messe CeBIT

    Der Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) sieht im Stream-On-Angebot der Deutschen Telekom einen Verstoß gegen die Netzneutralität. Er hat die Bundesnetzagentur aufgefordert, den Dienst zu verbieten.

  3. Kaczynski: "Es droht eine gesellschaftliche Katastrophe"

    Polen verweigert sich weiterhin einer Aufnahme von Flüchtlingen, das scheint auch die Zustimmung der Bevölkerung zu haben

  4. Desinfec't 2017 steht zur Virenjagd bereit

    Ab sofort verfügbar: Desinfec't 2017 steht zur Virenjagd bereit

    Das langjährig bewährte c't-Sicherheitstool geht in die nächste Runde und ist mit neuen Virenscannern von Avira, Eset, F-Secure und Sophos ausgerüstet.

Anzeige