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Daniel Berger 18

Update für Telegram: Videonachrichten und Bezahlfunktion

Messenger Telegram versendet Video-Botschaften

Bild: Telegram

Der Messenger Telegram hat ein größeres Update erhalten: Nutzer können nun auch Videobotschaften versenden oder gleich einen eigenen Video-Kanal eröffnen. Zudem sind Bezahlungen per Chatbot möglich.

Für Telegram ist "die Mutter aller Updates" erschienen: Mit Version 4 erhält der Messenger nicht nur neue Funktionen; mit Telescope ging zudem eine neue Video-Plattform online. Auch im Messenger können die Nutzer nun Videobotschaften verschicken.

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Um mit Telegram eine Botschaft in Bewegtbildern aufzunehmen, wechselt man über das Mikrofon-Icon in den Kamera-Modus und hält dann das Kamera-Icon gedrückt. Sobald man das Icon loslässt, wird das aufgezeichnete Video verschickt. Alternativ gibt es auch eine Sperrfunktion für die Aufnahme, damit der Nutzer beide Daumen zur Verfügung hat und wilde Kameraschwenks ins Video einbauen kann.

Daumen nach oben: Mit Telegram lassen sich nun auch Videobotschaften verschicken. (Bild: Telegram)

Telegram verspricht einen schnellen Versand, denn schon während der Aufzeichnung wird das Video komprimiert. Der Messenger des Empfängers lädt die Videobotschaft automatisch herunter und spielt sie ab; genau wie bei Sprachnachrichten. Das Video ist in einer kleinen Blase auf dem Bildschirm zu sehen, die sich beliebig verschieben lässt. "Cool, eh?", schreibt Telegram über seine neue Funktion.

Weil Videos viele Menschen verbinden, startete Telegram eine eigene Video-Plattform namens Telescope. Sie wendet sich an Nutzer, die mit ihren Videos ein größeres Publikum erreichen wollen, also etwa "blogger people". Telescope hostet Videos mit einer maximalen Länge von einer Minute – dieses Limit gilt auch für die privaten Botschaften im Telegram-Messenger. Um die Videos bei Telescope anzusehen, ist kein Telegram-Account nötig. Jeder öffentliche Videokanal erhält eine eigene URL im Format telesco.pe/kanalname. Mit einer Teilen-Funktion lassen sich die Videos schnell bei Facebook und Twitter verbreiten. Die Videos können deshalb auch "außerhalb des Telegram-Ökosystems viral gehen".

Version 4 von Telegram ermöglicht außerdem "Bot Payments": Nutzer können über die Bots im Messenger etwa eine Pizza bestellen und diese direkt bezahlen. Als Demo hat Telegram den @ShopBot kreiert, der Zeitmaschinen über den Messenger verkauft (die allerdings nie geliefert werden). Entwickler können für ihre eigenen Bots ab sofort das Bot Payment API verwenden, um etwa einen Bezahlen-Button in Nachrichten einzubinden. Die Nutzer senden ihre Zahlungsdaten über den Messenger an einen Dienstleister wie Stripe.

Instant View: Telegram entschlackt Websites und liefert deren Inhalte ohne lange Ladezeiten aus. Die Nutzer brauchen keinen Browser mehr öffnen. (Bild: Telegram)

Mit Version 4 startet auch die Instant View Plattform – Telegrams Antwort auf Googles AMP und Facebooks Instant Articles. Instant View zeigt Web-Inhalte im Messenger schneller an als Websites im Browser laden. Dazu werden Webseiten entschlackt und auf den Telegram-Servern zwischengespeichert. Seitenbetreiber müssen nichts tun: Telegram erzeugt aus einer Webseite selbstständige eine "schlanke und schöne" Version für Instant Views. Mit einer Vorlage (Template) können Webentwickler aber auch selbst festlegen, wie ihre Seiten in der Artikel-Schnellansicht aussehen soll. Instant View unterstützt Bilder, Videos und andere Medieninhalte.

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Die aktuelle Version der Telegram-App gibt es kostenlos für Android und iOS. (dbe)

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