Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.684.077 Produkten

241

Unfallermittler: Teslas Autopilot machte tödlichen Unfall möglich

Unfallermittler: Teslas Autopilot machte tödlichen Unfall möglich

Bild: ntsb.gov

Nach Einschätzung der US-amerikanischen Untersuchungsbehörde NTSB hatte der LKW-Fahrer dem Tesla-Fahrer die Vorfahrt genommen, der Tesla-Fahrer verließ sich allerdings auch zu sehr auf das Fahrassistenz-System "Autopilot".

Zum tödlichen Crash eines vom Computer gesteuerten Tesla-Elektroautos im vergangenen Jahr haben nach Einschätzung amerikanischer Unfallermittler zu lasche Sicherheitsvorkehrungen der Software beigetragen. Teslas Fahrassistenz-System Autopilot hätte nicht zulassen dürfen, dass der Fahrer es nicht wie vom Hersteller vorgeschrieben nutzt, erklärte die Untersuchungsbehörde NTSB am Dienstag.

Anzeige

Bei dem Unfall war Anfang Mai 2016 ein 40-Jähriger ums Leben gekommen, als sein von Teslas Autopilot gesteuertes Auto unter einen Lastwagen-Anhänger raste, der die Straße querte. Der Lkw-Fahrer habe ihm die Vorfahrt genommen, befanden die NTSB-Ermittler. Zugleich habe sich der Tesla-Fahrer zu sehr auf den Fahrassistenten verlassen.

Das Autopilot-System habe zwar wie vom Hersteller beschrieben funktioniert – sei aber für diese Situation nicht konzipiert gewesen. Zugleich habe es zugelassen, dass der Fahrer nicht auf den Verkehr geachtet habe, obwohl Tesla grundsätzlich vorschreibt, dass beim Autopilot-Einsatz der Mensch stets den Überblick behalten müsse.

Laut einem ersten NTSB-Bericht hatte der Tesla-Fahrer mehrere entsprechende Warnhinweise der Software ignoriert. Tesla verschärfte nach dem Unfall die Sicherheitsvorkehrungen und machte es unmöglich, die Hände für einen längeren Zeitraum vom Lenkrad zu nehmen. Der Konzern hatte stets betont, dass der Autopilot-Assistent einen Tesla nicht zum selbstfahrenden Auto mache. Fahrer hatten die Kontrolle jedoch immer wieder dem System überlassen, wie YouTube-Videos belegten.

Die NTSB (National Transportation Safety Board) untersucht neben Flugzeugabstürzen relevante Unfälle im gesamten Transportwesen der USA und formuliert Empfehlungen auf dieser Basis. Dazu gehört in diesem Fall unter anderem die Entwicklung von Systemen, die besser die Aufmerksamkeit des Fahrers im Blick behalten. Außerdem sollten Daten zu Verkehrsereignissen in standardisierten Formaten gespeichert werden, hieß es. (dpa) / (kbe)

241 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. US-Behörde zu tödlichem Tesla-Autopilot-Unfall: Anleitung lesen!

    Tesla-Laden in Shanghai

    RTFM. Read the f...urnished manual. So lässt sich ein US-Untersuchungsbericht über den tödlichen Unfall eines Tesla im Autopilot-Modus zusammenfassen. Technische Fehlfunktion wurde keine gefunden, die Anleitung könnte aber besser sein.

  2. Tesla verklagt früheren Chef der "Autopilot"-Entwicklung

    Tesla verklagt früheren Chef der "Autopilot"-Entwicklung

    Tesla verklagt nicht nur seinen früheren "Autopilot"-Chef mit dem Vorwurf des Geheimnisdiebstahls, sondern auch den Ex-Chefentwickler von Googles Roboterwagen, der mit ihm zusammenarbeitet.

  3. Autonomes Fahren: Tesla sammelt Videomaterial aus seinen Autos

    Autonomes Fahren: Tesla sammelt Videomaterial aus seinen Autos

    Um autonomes Fahren sicherer zu machen, will Tesla Videos auswerten, die von Außenkameras seiner Autos angefertigt werden.

  4. Elektroauto-Vorreiter Tesla wendet sich angeblich von Nvidia ab

    Bericht: Elektroauto-Vorreiter Tesla wendet sich von Nvidia ab

    Tesla will beim Infotainment-System künftig auf Intel- statt Nvidia-Chips setzen, schreibt Bloomberg. Kürzlich berichtete außerdem CNBC, dass Tesla fürs autonome Fahren auf AMD-Technik setzen will.

  1. Tesla: Autopilot machte tödlichen Unfall möglich

    Tesla Motors

    Zum tödlichen Crash eines vom Computer gesteuerten Tesla-Elektroautos im vergangenen Jahr haben nach Einschätzung amerikanischer Unfallermittler zu lasche Sicherheitsvorkehrungen der Software beigetragen

  2. NTSB: Tesla-Unglücksfahrer ignorierte Warnhinweise

    Der Fahrer bei dem tödlichen Unfall mit einem vom Computer gesteuerten Tesla-Elektroauto im vergangenen Jahr hat mehrere Warnhinweise der Software ignoriert. Daten des Fahrzeugs zeigten, dass der 40-jährige mehrfach aufgefordert worden sei, die Hände wieder auf das Lenkrad zu legen

  3. KBA an Tesla-Fahrer: „Lesen Sie die Bedienungsanleitung“

    Das Kraftfahrt-Bundesamt ermahnt alle deutschen Tesla-Fahrer in einem Brief, bei der Nutzung des Assistenz-Systems „Autopilot“ das Verkehrsgeschehen im Blick zu behalten.

  1. Zäune am Himmel: Wie sich Firmen und Behörden gegen Drohnen wehren

    Drohne und Flugzeug

    Drohnen werden immer beliebter. In wenigen Jahren könnten mehr als eine Million unbemannter Flugobjekte durch Deutschlands Luftraum surren. Dies lässt jedoch auch das Gefahrenpotenzial wachsen - und den Markt der Drohnenjäger.

  2. Telekom-Chef hat das Jammern satt

    Timotheus Höttges, CEO der Deutschen Telekom AG (DTAG)

    Weniger Kritik, aber auch weniger Regulierung, ein breiteres Funkspektrum und viel mehr Intelligenz im Netz verlangt Deutsche-Telekom-Chef Timotheus Höttges.

  3. 4K-Beamer: Die Preise purzeln weiter

    Ultra-HD-Beamer Optoma UHD50

    Optoma hat auf der CES den 4K-DLP-Beamer UHD50 für unter 1500 US-Dollar sowie den UHD51 mit eingebautem Mediaplayer und Sprachsteuerung angekündigt, Benq den W1700.

  4. NetzDG: Facebook sperrt Karikaturisten Schwarwel

    NetzDG: Facebook sperrt Karikaturisten Schwarwel

    In seiner Zeichnung nahm Schwarwel die rassistische H&M-Werbung aufs Korn. Facebook und Instagram verstanden jedoch keinen Spaß.

Anzeige