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Sascha Mattke 17

Ultraschall-Armband weist Sehbehinderte frühzeitig auf Hindernisse hin

Ultraschall-Armband weist Sehbehinderte frühzeitig auf Hindernisse hin

Ende dieses Monats soll in den USA ein Gerät auf den Markt kommen, das Menschen mit Sehschwäche dabei hilft, beim Gehen nicht gegen Hindernisse zu stoßen. Realisiert wurde es über Ultraschall-Sensoren und Warnungen per Vibration.

Das kalifornische Start-up Sunu hat ein Armband entwickelt, das mit Hilfe von Ultraschall-Wellen Hindernisse erkennt und den Träger über Vibrationen davor warnt. Bei einer Vorführung im Zentrum von Mountain View konnte Fernando Albertorio, einer der Sunu-Mitgründer und selbst sehbehindert, problemlos durch das belebte Umfeld navigieren und dabei Hindernissen von Blumenkübeln bis zu herabhängenden Ästen ausweichen. Das Armband soll Ende dieses Monats in den USA für 299 Dollar zu kaufen sein, berichtet Technology Review online in "Smartwatch für Blinde".

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Das Gerät, das Albertorio jeden Tag trägt, emittiert eine hochfrequente Ultraschall-Welle, die von Objekten auf seinem Weg reflektiert wird. Das Armband wertet die Intensität dieser Reflexion aus und vibriert abhängig von der Entfernung stärker oder schwächer. "Ich fühle mich jetzt viel sicherer, wenn ich mich in Bereichen bewege, in denen ich normalerweise nicht schneller gehen, sondern überlegen würde, auf was ich zulaufe", sagt Albertorio. Er und seine Mitgründer sind derzeit bei dem Startup-Inkubator Y Combinator untergekommen und hoffen, dass ihr Armband auch anderen Blinden und Sehbehinderten helfen kann.

Sunu ist nicht der erste Versuch, Sonar als Hilfe für Personen mit schlechtem Sehvermögen einzusetzen. Manche Menschen nutzen (wie Fledermäuse) ihre eigene Stimme zur Echoortung, und es gibt Produkte, die ähnlich funktionieren. Doch der Ansatz des Start-ups ist besonders interessant, weil er sich sowohl an Menschen richtet, die durchgängig Hilfe brauchen, als auch an solche, die relativ gut sehen können, aber in bestimmten Situationen spezielle Unterstützung benötigen, etwa beim Fahrradfahren.

Mehr dazu bei Technology Review online:

(sma)

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