Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.734.790 Produkten

Thorsten Leemhuis 122

Ubuntu 16.04.2 freigegeben: Kernel-Wechsel ab jetzt im Halbjahrestakt

Ubuntu 16.04.2 freigegeben: Kernel-Wechsel ab jetzt im Halbjahrestakt

Die aufgefrischten Installationsmedien von Ubuntu 16.04 bringen neue und verbesserte Treiber. Bereits in einem halben Jahr soll aber wieder ein Update ins Haus stehen, das drei zentrale Komponenten austauschen soll.

Die Ubuntu-Macher haben die Version 16.04.2 der Ubuntu Desktop, Ubuntu Server, Kubuntu und anderen Ausführungen der Ubuntu-Distributionsfamilie freigeben. Die neuen Installations-Images enthalten nicht nur alle zwischenzeitlich für Ubuntu 16.04 LTS (Long Term Support) freigegebenen Korrekturen, sondern auch einen neuen "Hardware Enablement Stack" (HWE). Er verbessert die Unterstützung für aktuelle Hardware, denn er bringt modernere Versionen von Linux-Kernel, X.org-X-Server und Mesa, die mehr und frischere Treiber enthalten.

Anzeige

Diesen HWE-Stack pflegt das Projekt aber nur sechs Monate – deutlich kürzer also als es bislang bei Ubuntu-Varianten mit Langzeitpflege üblich war. Wer 16.04.2 installiert, erhält dadurch in den nächsten eineinhalb Jahren jedes halbe Jahr einen neuen HWE-Stack. Das betrifft aber nur die Desktop-Ausführungen, denn die Server-Variante von Ubuntu 16.04 nutzt weiter einen auf Linux 4.4 basierenden Kernel, wie er schon bei 16.04 zum Einsatz kam; der neue HWE steht aber als Option im Boot-Manager bereit. Der neue HWE-Stack geht auch nicht automatisch an Anwender, die mit den Installationsmedien von Ubuntu 16.04 oder 16.04.1 installiert haben oder damit installieren.

Der HWE-Stack von 16.04.2 stammt von Ubuntu 16.10 und umfasst unter anderem Linux 4.8 und Mesa 12.0, die modernere und mehr Treiber enthalten als die mit 16.04 ausgelieferten Versionen.

In der Vergangenheit wurden HWEs bis zum Erscheinen der fünften Überarbeitung der jeweiligen LTS-Versionsreihe gepflegt. Dann mussten Anwender eines der drei HWEs auf den HWE des fünften Point-Release umsteigen. Bei 16.04 nutzen die Ubuntu-Macher aber jetzt ein "Rolling LTS Enablement Stack" genanntes Modell, bei dem die Pflege eines HWE-Stacks ausläuft, sobald das nächste Point-Release erscheint.

Die HWE-Stacks von 14.04.{2,3,4} wurden bis zum Erscheinen von 14.04.5 gepflegt, sodass Anwender nur zu dessen Erscheinen einen größeren Wechsel durchführen mussten. (Bild:  wiki.ubuntu.com )

Wer den HWE-Stack von 16.04.2 einsetzt, wird daher im August auf den HWE-Stack von 16.04.3 umsteigen müssen, um weiter Korrekturen für bekannte Sicherheitslücken zu bekommen. Das funktioniert in vielen Fällen reibungslos. Solch ein Wechsel tauscht aber zentrale Komponenten des Systems gegen ungefähr sechs Monate jüngere aus; das Risiko, dass dabei irgendwas kaputt geht, ist daher größer als bei Updates, die keinen Versionssprung mit sich bringen.

Der HWE-Stack von 16.04.2 wird nur bis zum Erscheinen von 16.04.3 gepflegt. (Bild:  wiki.ubuntu.com )

Der HWE-Stack von 16.04.5 wird den letzten große Wechsel darstellen, denn er wird dann wie gewohnt knapp drei Jahre gepflegt, bis der Support von 16.04 endet. Bis April 2021 werden auch Kernel, X-Server und Mesa von 16.04 gepflegt, den der Ubuntu Server und die älteren Installationsmedien standardmäßig nutzen.

Anzeige

Weitere Details zu den Neuerungen von 16.04.2 finden Sie in der Freigabemail, den Release Notes und der Liste der Änderungen. (thl)

122 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Linux-Distributionsfamilie Ubuntu 17.04 freigegeben

    Ubuntu 17.04

    Das jetzt erhältliche Ubuntu Desktop 17.04 wird die letzte oder vorletzte Version sein, die Unity als Bedienoberfläche nutzt. Einen Vorgeschmack auf den neuen Standard-Desktop liefert Ubuntu Gnome 17.04, bei dem auch Wayland und Flatpak bereitstehen.

  2. Zorin OS 12.1: Linux für Windows-Umsteiger

    Zorin OS 12.1

    Einsteigerfreundlich und leicht zu bedienen: Die Linux-Distribution Zorin OS will beides und gleichzeitig einen optisch vertrauten Desktop bieten. Version 12.1 bringt dem System unter anderem einen neuen Kernel mit besserer Hardware-Unterstützung.

  3. Desinfec't 2017 steht zur Virenjagd bereit

    Ab sofort verfügbar: Desinfec't 2017 steht zur Virenjagd bereit

    Das langjährig bewährte c't-Sicherheitstool geht in die nächste Runde und ist mit neuen Virenscannern von Avira, Eset, F-Secure und Sophos ausgerüstet.

  4. Linux-Distribution Solus mit neuem Budgie-Desktop

    SolusOS Budgie 2017.04.18

    Das Solus-Projekt hat neue Installations-Images seiner Linux-Distribution veröffentlicht, die auch die neueste Ausgabe 10.3 des selbstentwickelten Budgie-Desktops mitbringt.

  1. Linux-Distribution Ubuntu 16.10: Das ist neu

    Ubuntu 16.10

    Das neue Ubuntu bringt Optimierungen bei Snap und der Software-Verwaltung. Zu Testzwecken liegt jetzt eine neue Generation der Bedienoberfläche Unity bei. Eine aufgefrischte Software-Ausstattung verbessert Hardware-Unterstützung und Spieltauglichkeit.

  2. Mesa 17.3: Performance-Optimierungen bei den 3D-Treibern für Linux

    Mesa 17.3: Weiterer Performance-Schub für 3D-Treiber von Linux

    Eine Reihe von Linux-Spielen laufen mit dem neuen Mesa schneller und flüssiger. Auch die Vulkan-Treiber für Grafikprozessoren von AMD und Intel machen größere Sprünge.

  3. Linux auf dem Medion-Notebook Akoya E6424

    Linux auf dem Medion-Notebook Akoya E6424

    Das ab Donnerstag bei Aldi verkaufte Medion-Notebook ist für Linux ungeeignet: Viele Distributionen scheitern schon bei der Installation am brandneuen Grafikprozessor. Treiber für die Iris-550-GPU sind fast, aber eben noch nicht ganz fertig.

  1. AMD: Ryzen 1000 vor Abverkauf, supersparsame Ryzen 2000 mit Vega-GPU im Anflug

    AMD: Ryzen 1000 vor Abverkauf, supersparsame Ryzen 2000 mit Vega-GPU im Anflug

    Zahlreiche AMD-Prozessoren der Serie Ryzen 1000 stehen vor dem Abverkauf. Derweil legt AMD bei den neuen 2000er-Prozessoren mit besonders sparsamen Modellen nach.

  2. Erste Ausfahrt: Mercedes A 200

    Mercedes A-Klasse

    Die vierte A-Klasse ist ein hervorragendes Auto geworden, wie eine erste Ausfahrt zeigt. Eindrucksvoll ist der Vorsprung im Bereich Infotainment. Ein Modell für die breite Masse ist es aber nicht, denn Mercedes langt selbst für Kleinigkeiten heftig zu

Anzeige