Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.734.790 Produkten

Daniel AJ Sokolov 150

US-Infanterie will Drohnenschwärme für den Straßenkampf

Bewaffnete Soldaten in Tarnanzügen und Atemschutz vor Gebäude

Bild: New York Army National Guard

Für Straßenkämpfe würden US-Militärs gerne auf große Schwärme fahrender und fliegender Drohnen zurückgreifen. Doch sie zu steuern ist nicht einfach. Auch an der Taktik hapert es noch.

US-Militärs suchen nach frischen Ansätzen für den Einsatz von Drohnenschwärmen bei Kämpfen in Stadtgebieten. Aktuell winken bis zu 750.000 US-Dollar für neu entwickelte Systeme mit 50 Drohnen. Denn in Straßenschluchten herrschen oft schlechte Sicht- und Funkverbindungen, und klassische Luftaufklärung stößt an ihre Grenzen. Fahrende und fliegende Drohnen sollen der US-Infanterie im Krieg einen Vorteil verschaffen.

Anzeige

Drohnenschwärme wären dafür besonders hilfreich, weil der Verlust einzelner Drohnen nicht ins Gewicht fiele. Doch wie kleine, mobile Infanterieeinheiten hunderte Drohnen gleichzeitig steuern sollen, ist noch unklar. Außerdem fehlen noch die taktischen Konzepte für die verschiedenen Einsatzszenarien.

Dr. Timothy Chung von der DARPA erklärt den Call.

Daher lässt die US-Militärforschungseinrichtung DARPA seit vergangenem Jahr in diesen Bereichen forschen. Im Rahmen des OFFSET-Programms (OFFensive Swarm-Enabled Tactics) sollen über einhundert taktische Konzepte entwickelt werden, die sich dann in Computersimulationen sowie in vier bis sechs Stunden langen Tests mit bis zu 250 echten Drohnen beweisen müssen.

Bisher wurden zwei größere Entwicklungsaufträge an die Rüstungskonzerne Raytheon respektive Northrop Grumman vergeben. Zusätzlich plant die DARPA, alle sechs Monate andere Unternehmen sowie Universitäten einzuladen, sich einem Teilproblem zu stellen. Sie sollen in nur einem halben Jahr eine Lösung entwickeln ("Swarm Sprint").

Lesen Sie bei Telepolis: Die Kampfdrohnen für den Stadtkrieg und die Polizei kommen

Kürzlich wurde das erste solche Teilproblem vorgestellt: Ein Schwarm aus 50 fahrenden und fliegenden Robotern soll ein kleines, einfach strukturiertes Stadtgebiet erkunden, den Feind finden, und ihn von Nachschub und Verstärkung abschneiden. Das Teilbudget der DARPA für diesen ersten Swarm Sprint beläuft sich auf drei Millionen US-Dollar, wovon einzelne Bewerber maximal 750.000 Dollar bekommen können. Bereits ein halbes Jahr nach Zuschlag werden sie ihr System in einem Test unter Beweis stellen müssen. (ds)

150 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Autonomes Elektroauto: Sieben deutsche Unis arbeiten an lenkradlosem E-Auto

    Autonomes Elektroauto: Sieben deutsche Unis arbeiten an lenkradlosem E-Auto

    UNICARagil heißt das nun angeschobene Projekt, das an der RWTH Aachen koordiniert wird. Dort wurde auch der erfolgreiche Streetscooter geboren.

  2. Statt EuroHawk: Über den Wolken fliegt Pegasus mit Isis im Bauch

    Statt EuroHawk: Über den Wolken fliegt Pegasus mit Isis im Bauch

    Die Bundeswehr will ihre künftigen Aufklärungsdrohnen vom Typ MQ-4C Triton Pegasus nennen und so schnell wie möglich die "dauerhafte Flugfreigabe" über Deutschland erreichen..

  3. T-Mobile US und Sprint beenden Fusionsgespräche

    John Legere

    Die Spekulationen um eine milliardenschwere Fusion der Telekom-Tochter T-Mobile mit dem US-Konkurrenten Sprint war zuletzt ein Dauerbrenner an der Börse. Nun gibt es Klarheit: Die Gespräche sind gescheitert, der Zusammenschluss kommt nicht zustande.

  4. DroNet: Lernender Drohnen-Algorithmus soll sicheren Flug in Städten ermöglichen

    DroNet: Lernender Drohnen-Algorithmus soll sicheren Flug in Städten ermöglichen

    Fliegen künftig Drohnen in unseren Städten? Forscher der Universität Zürich haben einen Algorithmus entwickelt, der es Drohnen ermöglichen soll, auf bekannte und unbekannte Situationen zu reagieren, um sicher im Großstadtdschungel zu navigieren.

  1. Pentagon: Kleine Drohnen als "neue asymmetrische Bedrohung"

    Die möglichen Gefährdungen, die von Drohnen ausgehen, werden immer deutlicher, die Darpa sucht nach neuen Konzepten für Abwehrsysteme

  2. Autonome Systeme: Munition, die ihr Ziel sucht und zerstört

    Bei autonomen Kampfrobotern muss man auch an intelligente Patronen und andere Geschosse denken

  3. Neue Strategie: Pentagon auf der Suche nach billigen Kampfdrohnen

    Bislang setzte man auf große Kampfdrohnen, jetzt will man zum massenhaften Einsatz günstige, weitreichende und schnelle Drohnen, deren Verlust sich verschmerzen lässt

  1. Linux-Entwickler: Kernel-Community wird unter eigener Bürokratie zusammenbrechen

    Linux-Entwickler: Kernel-Community wird unter eigener Bürokratie zusammenbrechen

    Die Maintainer des Linux-Kernels werden in ein paar Jahren nicht mehr nachkommen, eingereichte Patches zu bearbeiten. Das System stehe vor dem Kollaps, falls sie es nicht schafften, die Arbeitslast zu verteilen, behauptet Kernel-Entwickler Daniel Vetter.

  2. PCIe-SSDs Samsung 970 Evo und 970 Pro: Schreiben mit 3 GByte/s

    Samsung 970 Evo und 970 Pro: Gutes beschleunigt

    Samsung setzt noch einen drauf: Die neuen PCIe-SSDs der 970-Serie sind vor allem beim Schreiben schneller als ihre Vorgänger.

  3. DIe Tyrannei des Klischees: Über Frank Schätzings KI-Roman

    Die Tyrannei des Schmetterlings

    Frank Schätzing schreibt in "Die Tyrannei des Schmetterlings" über künstliche Intelligenz, Quantencomputer und das Silicon Valley. Spannend? Ja. Interessant? Naja. Unsere Rezension.

  4. Löschanlagen-Ton zerstört Festplatten in schwedischem Rechenzentrum

    Rechenzentrum

    Der extrem laute Ton einer Gaslöschanlage hat in einem Rechenzentrum in Schweden zahlreiche Festplatten beschädigt. Der Börsenhandel in Skandinavien war deshalb stundenlang beeinträchtigt.

Anzeige