Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.683.110 Produkten

Jürgen Seeger 104

US-Aufsichtsbehörde erlaubt Bitcoin-Futures

Bitcoins

Bitcoins gibt es seit 2009, sie werden vor allem bei Geschäften im Internet angewendet und sollen Geldwirtschaft unabhängig von Zentral- und Geschäftsbanken möglich machen.

Bild: dpa, bitcoin.org

Die Krypto-Währung Bitcoins hat eine wichtige Hürde auf dem Weg zu einer anerkannten Währung genommen: In den USA wurden Bitcoin-basierte Terminkontrakte zugelassen.

Die US-Finanzaufsichtsbehörde CFTC (Commodity Futures Trading Commission) hat Futures auf Bitcoins genehmigt und diese sogenannte "digitale Währung" damit auf eine Ebene mit Rohstoffen gestellt. Die Chikagoer Terminbörse hat den Handelsstart mit Terminkontrakten auf Bitcoins für den 18. Dezember angekündigt, die NASDAQ will im Laufe des Jahres 2018 nachziehen.

Anzeige

Bei Futures handelt es sich um Kaufverträge für einen Zeitpunkt in der Zukunft. Ein geregelter Markt dafür entstand im 19. Jahrhundert mit der Chicagoer Terminbörse, gehandelt wurden Kontrakte zu landwirtschaftlichen Produkten und Bodenschätzen. Die Anbieter können so Preisschwankungen absichern, allerdings sind Futures auch hoch spekulativ – um einen, weil das Verhältnis zum vermuteten Produktpreis nicht 1:1 ist, sondern 1:n, als Hebel bezeichnet. Zum anderen, weil Grundlage des Kontrakts eine Vermutung über einen zukünftigen Preis ist.

Der Bitcoin-Kurs erreichte am Freitagabend ein neues All Time High von über 9000 Euro, mit Schwankungen von einigen Prozentpunkten. Heftige Preisschwankungen sind bei Bitcoins nicht ungewöhnlich. So brach der Kurs im November von über 6000 Euro auf unter 5000 Euro ein, um sich dann wellenförmig der 9000er-Marke zu nähern.

Futures auf Bitcoins ermöglichen ein Hedging des Kurses, also ein Absichern gegen Schwankungen. Damit dürfte diese digitale Währung auch für Investoren wie Finanzinstitute interessant werden. Derweil warnt die deutsche Finanzaufsichtsbehörde Bafin vor Bitcoins, wegen der hohen Kursvolatilität und der Möglichkeit des Totalverlusts. Der US-Ökonom und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz schlug sogar vor, Bitcoins zu verbieten. Ein staatliches Verbot wird in China befürchtet, Börsengänge von Krypto-Währungs-Firmen wurden bereits untersagt. Chinesische Bitcoin-Märkte wichen daraufhin nach Hongkong und Singapur aus. (js)

104 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Bitcoin-Kurs steigt nach Start des ersten Terminkontrakts an Börse

    Bitcoins

    Bitcoins machen einen großen Schritt in Richtung traditionelle Finanzwelt: Ein erster Future auf Bitcoins startete. Und prompt zog der Kurs der Kryptowährung erneut an.

  2. Währung oder Spekulationsobjekt – das Bitcoin-Dilemma: Zahlen oder Zocken?

    Währung oder Spekulationsobjekt – das Bitcoin-Dilemma: Zahlen oder Zocken?

    Als Währung gedacht, doch vor allem zum Spekulieren genutzt: Der Bitcoin-Höhenflug steht dem ursprünglichen Sinn und Zweck des Kryptogeldes im Weg. Der Hype wirft die Frage auf, ob das digitale Objekt der Begierde überhaupt noch zum Bezahlen taugt.

  3. Weiter heftige Bitcoin-Kursausschläge

    Bitcoin

    Ist das überhaupt Geld? Nein, meint Deutschlands oberster Währungshüter. Geld, so argumentiert Jens Weidmann sollte ja im Wert stabil sein - doch genau das ist der Bitcoin nicht, wie auch die jüngsten Kursausschläge in der Weihnachtszeit zeigen.

  4. #heiseshow: Kurs-Rally ohne Ende – Wie geht es weiter mit Bitcoin?

    #heiseshow, live ab 12 Uhr: Kurs-Rallye ohne Ende – Wie geht es weiter mit Bitcoin?

    Für einen Bitcoin gibt es jetzt schon mehr als 10.000 US-Dollar, der Kurs steigt trotz Turbulenzen weiter. Wie lang kann das noch so gehen und was steckt überhaupt hinter der Krypto-Währung und ihrem unvergleichlichen Erfolg?

  1. So funktioniert die Kryptowährung Bitcoin

    So funktioniert die Kryptowährung Bitcoin

    Bitcoin ist dezentral und frei von der Kontrolle durch Regierungen, Banken und Konzerne. Es wird deshalb von Freidenkern und Hackern als Währung der Zukunft gehandelt. Abgesichert sind die Vermögenswerte durch die stringente Anwendung von Kryptografie.

  2. Bitcoins kaufen: Schritt für Schritt

    Bezahlen mit Bitcoins: Schritt für Schritt

    Die Krypto-Währung Bitcoin ist zwar nach wie vor nicht im Mainstream angekommen, dennoch kann man mittlerweile eine ganze Menge an Produkten und Dienstleistungen damit bezahlen. Mit einem deutschen Konto an Bitcoins zu kommen, ist aber zumindest am Anfang ein Geduldsspiel.

  3. Rauschgold

    "Seid ihr alle gaga?" - Über das Leben eines ökonomischen Einhorns namens "Bitcoin"

  1. Test: Peugeot 308 SW BlueHDi

    Peugeot 308

    Peugeot bietet bereits erste Euro 6d-Motoren, etwa im überarbeiteten 308 SW. Wir fuhren ihn nach seiner in optischer Hinsicht zum Glück nicht weiter erwähnenswerten Modellpflege mit der Zweiliter-Diesel-Motorisierung

  2. Im Test: Nissan Qashqai 1.6 dCi

    Nissan Qashqai

    Der aktuelle Bestseller der Marke Nissan ist der Qashqai, und das mit weitem Abstand. Wir waren mit dem gerade überarbeiteten SUV in der aktuell motorisch maximalen Ausbaustufe unterwegs: Dem 1,6-Liter-Diesel mit 130 PS

  3. iPhone-Akku für 29 Euro: (Kleine) Schäden können Austausch viel teurer machen

    iPhone 6

    Viele Nutzer wollen ihre alte Batterie im Moment von Apple für nur 29 Euro ersetzen lassen, um ihr iPhone wieder zu beschleunigen, allerdings bemängelt der Hersteller mitunter Vorschäden am Gerät – und will dann mehrere hundert Euro für die Akkutausch.

  4. c't zockt analog: "Doom - Das Brettspiel" – Baller-Action mit Würfeln und Karten

    c't zockt LIVE heute ab 17 Uhr: ARK: Survival Evolved

    "Doom - Das Brettspiel" bringt die Action des Shooter-Urgesteins auf den Tisch und würzt sie mit einer ordentlichen Prise Taktik. Ab 17 Uhr legen wir Maus und Gamepad aus der Hand und schlüpfen in die Miniaturrollen schwer gerüsteter Marines und fieser Dämonen.

Anzeige