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Martin Fischer 41

Top-Sound dank Grafikchips: Valve integriert AMD TrueAudio Next in Steam Audio

Top-Sound dank Grafikchips: Valve integriert AMD TrueAudio Next in Steam Audio

Bild: AMD/Valve

Dank der hohen Rechenleistung von Grafikchips sollen Qualität und Ortbarkeit von Soundeffekten deutlich besser werden - vor allem in VR.

Valve hat die Soundtechnik TrueAudio Next in Zusammenarbeit mit AMD in die Steam-Audio-2.0-Schnittstelle integriert. Dies hat AMD über eine Pressemitteilung bekannt gegeben. TrueAudio lässt bestimmte Sound-Berechnungen über den Grafikchip laufen, was den Hauptprozessor entlasten und die Soundqualität steigern soll. Gedacht ist TrueAudio vor allem für die Sound-Kulisse von Virtual-Reality-Spielen, bei denen es besonders auf Klarheit und Ortbarkeit der Geräuschquellen ankommt.

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AMD
Ein Teil der GPU-Funktionseinheiten lässt sich für TrueAudio-Berechnungen reservieren. (Bild: AMD)

AMD zufolge soll es via TrueAudio Next für Entwickler möglich sein, 20 bis 25 Prozent der GPU-Rechenleistung für die Audioverarbeitung zu reservieren – und diese je nach Anforderungszustand der jeweiligen 3D-Szene auch dynamisch wieder freizugeben. Über die Compute-Schnittstelle lässt sich die GPU für Convolution-Reverb-Berechnungen heranziehen, was laut AMD das Präsenzgefühl in Virtual-Reality-Welten durch höhere Detailgenauigkeit und akustische Tiefe verbessern kann. Entwickler können etwa die Anzahl der Audioquellen erhöhen; AMD spricht auch von der Möglichkeit, die Ambisonics-Reihenfolge für indirekte Töne und die Impulse Response Length zu verändern. Halleffekte lassen sich laut AMD über die GPU erzeugen, wodurch der Hauptprozessor wiederum mehr Rechenzeit für Spiel-Physik oder die künstliche Intelligenz der Computergegner aufwenden kann. Außerdem verringere die GPU-Soundberechnung bei komplexen Szenen Tonstörungen und kurzzeitiges Ruckeln.

Valve
Radeon RX 480: 3D-Performance-Verlust bei vier für TrueAudio reservierten Compute Units. (Bild: Valve)

Valve selbst äußert sich in einem umfangreichen Blog-Beitrag zur TrueAudio-Next-Integration und führt auch einige Benchmark-Ergebnisse auf. Demnach führe das Reservieren von 4 der 36 Compute Units auf einer Radeon RX 480 (also 256 von 2304 Shader-Rechenkerne) zu einem 3D-Leistungseinbruch von rund 10 Prozent – zumindest in den Benchmarks 3DMark Firestrike Graphics, Timespy Graphics und im Car-Chase-Durchlauf des GFXBench.

TrueAudio Next wird in Steam Audio nur von folgenden Grafikkarten unterstützt: Radeon R9 Fury, Radeon R9 Fury X, Radeon Pro Duo, Radeon RX 470, Radeon RX 480, Radeon RX 570, Radeon RX 580, Radeon RX Vega 56 und Radeon RX Vega 64. Außerdem benötigt man Windows 10 64 Bit sowie einen aktuellen Radeon-Treiber aus der Adrenalin-Generation.

(mfi)

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