Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Andreas Wilkens 52

CeBIT Telekom: Internet der Dinge soll Bienen retten

Telekom-Chef Timotheus Höttges zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er Bienen helfen möchte

Telekom-Chef Timotheus Höttges zeigt Bundeskanzlerin Angela Merkel, wie er Bienen helfen möchte.

Bild: Deutsche Telekom

Die Bienenvölker sterben. Um dagegen vorzugehen, nutzt die Deutsche Telekom Sensoren in Bienenstöcken, die dem Imker verraten sollen, ob seine Bienen gesund sind.

Die Deutsche Telekom hat sich dem Kampf gegen das Bienensterben verschrieben. Auf der CeBIT hat ihr Chef Thimoteus Höttges Bundeskanzlerin Angela Merkel in Halle 4, Stand C38 eine Technik vorgestellt, die Bienen schützen helfen soll. Dabei überträgt die schmalbandige Funktechnik NB-IoT (Narrowband Internet of things) direkt aus dem Bienenstock an den Imker von Sensoren gesammelte Daten: Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Gewicht des Bienenstocks – der Aufschluss gibt über den Füllstand der Waben – und Aktivität der Bienen. Mit einer Smartphone- oder Tablet-App soll der Imker erfahren, ob seine Bienen gesund sind.

Digitalisierung für die Arterhaltung

Die Digitalisierung könne einen wichtigen Beitrag zur Arterhaltung leisten, meint die Telekom. Sie beschreibt den Bienenstock als "die kleinste Industrieanlage der Welt mit 40.000 Mitarbeitern auf einem halben Quadratmeter".

Seit Jahren beobachten Forscher den weltweiten Rückgang der Bienenpopulation. Allein in Deutschland ist nach Angaben des Deutschen Imkerbundes die Zahl der Bienenvölker seit 1952 von 2,5 Millionen auf nunmehr weniger als eine Million zurückgegangen. Zudem setzen Winter Bienenvölkern hart zu; das Fachzentrum Bienen und Imkerei in Mayen prognostiziert, dass Imker Verluste von bis zu 50 Prozent verzeichneten. Die Sterberate beträgt normalerweise zehn Prozent.

Warum NB-IoT?

Mit herkömmlichem Mobilfunk könne das Internet der Dinge nicht betrieben werden, erläutert die Telekom. Der Energieverbrauch wäre viel zu hoch und die Netze würden unter der Last von zigtausend Geräten und Sensoren in einer Funkzelle rasch zusammenbrechen. NB-IoT arbeitet mit 3GPP, Funkwellen, die eine besonders großflächige Abdeckung ermöglichen und dicke Betonmauern durchdringen können. Da diese Sensoren meist nur einmal stündlich oder täglich kleine Datenpakete übertragen, können sie über Jahre ohne Batteriewechsel betrieben werden.

Siehe dazu auch:

(anw)

52 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Telekom auf der CeBIT: Smart Parken und Bier trinken

    Telekom auf der CeBIT: Smart Parken und Bier trinken

    Die Deutsche Telekom führt auf der CeBIT das Internet der Dinge vor: Parkplätze werden mit batteriebetriebenen Sensoren bewirtschaftet, das Bier wird chipgestützt von unten in die vernetzten Gläser gefüllt.

  2. Telekommunikationsmarkt: Glasfaser ist noch kein Publikumsrenner

    Statistik

    Der deutsche TK-Markt wächst nur ein bisschen. Das liegt auch daran, dass die Nachfrage nach Glasfaseranschlüssen noch nicht besonders groß ist. Aber auch andere Faktoren spielen auf dem Markt eine Rolle: Vectoring zum Beispiel.

  3. Studie: Deutsche Firmen zaghafter bei Digitalwandel als US-amerikanische

    Studie: Deutsche Firmen zaghafter bei Digitalwandel als US-amerikanische

    Fast ein Drittel der Großunternehmen in Deutschland sehen sich als zu unflexibel gegenüber der digitalen Transformation an.

  4. Pokémon Go im Iran verboten – aus Sicherheitsgründen

    Pokemon Go

    Die zuständigen Behörden des Iran haben Pokémon Go in dem Land verboten. Das Spiel sei gefährlich und gehöre deshalb verbannt. Kurz zuvor hatten islamische Autoritäten in Malaysia den Muslimen ihres Landes das Spiel ebenfalls untersagt.

  1. IoT goes Industry

    Beim Thema Internet der Dinge fällt vielen zuerst Heimautomatisierung ein, also automatische Beleuchtung in der gewünschten Stimmung, sich öffnende und schließende Rollläden oder Fernsteuerung des TV-Rekorders über das Internet. Das ist zwar alles unheimlich praktisch, aber nur die Spitze des Eisberges.

  2. Software-Updates im Internet der Dinge

    Software-Updates im Internet der Dinge

    Im IoT-Umfeld ist die Aktualisierung der Software auf den Endgeräten aufgrund der längeren Lebensdauer und hohen Sicherheitsanforderungen eine besondere Herausforderung.

  3. Arduino für Fledermäuse

    Die Schaltung für unsere Experimente

    Fledermäuse sind bekanntlich blind. Objekte erkennen sie stattdessen mit Echolot (Sonar). Bewegliche Dinge im Internet der Dinge wie Roboter oder Drohnen können daher von Fledermäusen lernen.

  1. Ghost in the Shell: Die Renaissance des Cyberpunk

    Ghost in the Shell: Die Renaissance des Cyberpunk

    Mit Scarlett Johansson in der Hauptrolle kommt die Neuverfilmung des Manga-Klassikers ins Kino. Die Besetzung war Gegenstand von heftigen Debatten. "Ghost in the Shell" ist trotzdem ein guter Film geworden.

  2. Anschläge: Rechte Duftmarken setzen mit Buttersäure

    Es gibt eine aktuelle Anschlagsserie in Baden-Württemberg, die Alarm auslösen müsste

  3. Mit einem Schwarm billiger Wegwerf- oder Suizid-Roboter in den Krieg ziehen

    Die Zukunft des Kriegs aus der Sicht des Pentagon

  4. Vorstellung: VW Arteon

    VW Arteon

    VW stellt mit dem Arteon ein zweites Stufenheck in der Mittelklasse vor. Global könnte diese Strategie erfolgreich sein, hierzulande eher nicht. Mit den grundsätzlichen Qualitäten des Autos hat das nur wenig zu tun

Anzeige