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Strang von Offshore-Stromkabel "Ostwind 1" liegt im Meeresboden

Strang von Offshore-Stromkabel "Ostwind 1" liegt im Meeresboden

Mit dem Trencher "SeaREX" wird auf dem Ostseegrund das Seekabel in den Boden eingespült.

Bild: 50hertz.com

Die Verbindung steht: Der erste Strang des Offshore-Stromkabels "Ostwind 1" liegt komplett im Meeresboden der Ostsee. Ende 2018 soll durch die Leitung der erste nordöstlich von Rügen erzeugte Strom an Land gebracht werden.

Die Arbeiten zur Stromanbindung der im Bau befindlichen Offshore-Windparks "Wikinger" und "Arkona" schreiten voran. Der erste von insgesamt drei parallel verlaufenden Strängen der Stromtrasse "Ostwind 1" sei komplett in der Ostsee und im Greifswalder Bodden verlegt worden. In den kommenden Monaten werde das Kabel auf seine elektrisch einwandfreie Funktion geprüft, sagte Christian Brehm, Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers 50hertz, am Montag. 50Hertz investiert eigenen Angaben zufolge rund 1,5 Milliarden Euro in den Bau der Trasse "Ostwind 1" und wird diese später auch betreiben.

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(Bild: 50hertz.com )

Das Verlegeschiff "Cable Enterprise" ist inzwischen bereits damit beschäftigt, den zweiten Strang der Offshore-Stromtrasse im Bereich der Ostsee mit einem Kabelpflug in etwa 1,5 Meter Tiefe in den Meeresboden einzugraben.

Über die 93 Kilometer lange Trasse "Ostwind 1" mit drei parallel verlaufenden Strängen soll stufenweise ab Ende 2018 der Strom der Offshore-Windparks "Wikinger" und "Arkona" an Land bei Lubmin gebracht werden. Die beiden Windparks entstehen derzeit rund 30 Kilometer nordöstlich von Rügen. Die drei Kabel von Ostwind 1 haben eine Nennleistung von insgesamt 750 Megawatt – ausreichend für Wikinger (350 MW) und Arkona (385 MW).

Das Winterwetter mit Sturmtief "Axel" sei bei der Verlegung des ersten Kabelstranges die größte Herausforderung gewesen, sagte Brehm. So sei auch die Landbaustelle bei Lubmin überschwemmt worden und über Wochen nicht betretbar gewesen. "Wir wissen um derartige Herausforderungen und planen immer Pufferzeiten ein, um die Netzanbindung im Sinne des Offshore-Netzentwicklungsplans pünktlich fertigzustellen." Das Projekt liege gut im Zeitplan, sagte der 50hertz-Sprecher.

Auch im Windparkfeld schreiten die Arbeiten voran. So sei erst vor wenigen Tagen das zweite der drei geplanten Seekabel in die Offshore-Umspannplattform für den Wikinger-Windpark eingezogen worden. Hier wird der Strom aus den einzelnen Windturbinen des Windparks zusammengeführt und zur effektiveren Übertragung auf eine höhere Spannungsebene transformiert. Anders als in der Nordsee mit größeren Distanzen zum Land muss der Wechselstrom in der Ostsee nicht über eine Konverterstation in Gleichstrom umgewandelt werden.

Die offizielle Fertigstellung der Netzanbindung des Iberdrola-Windparks Wikinger ist für November 2018 geplant. Über das zweite und dritte Kabel soll ab Mitte und Ende 2019 Strom an Land gebracht werden. Der Windstrom des voraussichtlich Ende 2017 fertiggestellten Iberdrola-Windparks "Wikinger" könnte bereits früher im Probebetrieb an Land gebracht werden. (Martina Rathke, dpa) / (anw)

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