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André Kramer 739

Strahlung in Fukushima-Reaktor zerstört Roboter

Eisbarriere um AKW Fukushima – Sicherheitsbedenken bleiben

Nach nur zwei Stunden Betrieb wurde ein Roboter aus dem Fukushima-Reaktor abgezogen. Die Strahlung hatte ihn stark beschädigt.

Die Tokyo Electric Power Company Holding (Tepco) stoppte am Donnerstag einen Roboter im Fukushima-Reaktor Nr. 2, nachdem dessen Kameras kein Bild mehr zeigten. Das berichtet die Japan Times.

Das Unternehmen vermutet, dass dies mit der Strahlenbelastung zusammenhängt. Die Strahlung im Fukushima-Reaktor Nr. 2 soll eine Belastung von etwa 650 Sievert pro Stunde erreicht haben, genug um einen Menschen binnen Sekunden zu töten. Das wäre der höchste gemessene Wert seit dem Unfall im Jahr 2011. Vermutlich ist das Brennmaterial durch den Druckbehälter geschmolzen und befindet sich in der Nähe der Unfallstelle.

Zweifel an den Messwerten

Vertreter der japanischen Regierung zweifelten die Werte an, weil Tepco diese aus der Interferenz der Roboterkamera ermittelte. Eine weitere Analyse ergab allerdings, dass die Werte trotz einer Fehlerspanne von 30 Prozent vermutlich sehr hoch sind. Ein Tepco-Sprecher verteidigte die Messung von 500 bis 600 Sievert pro Stunde: Die Kamera sei für eine kumulative Belastung von 1000 Sievert konzipiert und fiel innerhalb von zwei Stunden aus.

Der Roboter war mit einer Hochdruckwasserpumpe ausgestattet und sollte Ablagerungen von einem Zugang zum Bereich unterhalt des Druckbehälters entfernen. Ein zweiter Roboter sollte später den Boden des Druckbehälters untersuchen. Fünf von sieben Metern dieses Zugangs sind mit geschmolzenen Kabeln und geschmolzener Farbe verunreinigt. Der Roboter konnte einen Meter von den Verschmutzungen reinigen.

Keine Gefahr für die Außenwelt

Ohne Säuberung kann der zweite Roboter den Bereich unter dem Druckbehälter nicht erreichen. Trotz der hohen Strahlung innerhalb des Reaktors konnte Tepco keine Lecks feststellen, die eine Bedrohung für Menschen und Natur außerhalb des Reaktors darstellen. (akr)

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