Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Ben Schwan 147

Start-up will die Matrix bauen

Start-up will die Matrix bauen

Improbable.io möchte die Welt in der Virtuellen Realität abbilden – und hat dafür ein gigantisches Investment eingesammelt.

Ein Start-up aus London hat vor, ganze Städte und eines Tages den ganzen Planeten in der Virtuellen Realität abzubilden. Die Firma mit dem durchaus passenden Namen Improbable ("unwahrscheinlich") konnte kürzlich Mittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar einsammeln, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Weltsimulation in VR"). Das Geld kommt vor allem vom japanischen Technikkonzern Softbank. Vorher hatten schon große US-Risikokapitalgeber wie Andreessen Horowitz investiert.

Improbable wurde ursprünglich von zwei Computerwissenschaftlern gegründet, die ihr Studium an der University of Cambridge abgeschossen hatten. Ihr Plan war es, extrem detailreiche virtuelle Welten für Videospiele zu erstellen. Das Team erkannte jedoch schnell, dass die Technik auch verwendet werden kann, um die Welt, die um uns liegt, zu simulieren – sogar ganze Städte.

In der Theorie ist es zwar einfach, ein Modell etwa einer Straße zu erstellen – mit ein paar Autos, Bussen und Fußgängern, um sich dann anzusehen, wie sie miteinander interagieren. Dies jedoch hochzuskalieren, um beispielsweise zu simulieren, wie die gesamte Bevölkerung Londons nach Hause gelangen würde, wenn mal der gesamte ÖPNV ausfällt, war bislang für die meisten Systeme zu komplex.

Doch genau das sind Problemstellungen, die Improbable künftig lösen will. Das Verfahren des Start-ups teilt die gigantische Simulation zunächst in kleinere Teile und verteilt sie dann über Tausende öffentlich zugängliche Server. So ließen sich im Versuch bereits ganze Städte modellieren. Angeblich ist so eines der komplexesten urbanen Modelle der Welt entstanden. Improbable steht laut eigenen Angaben aber erst ganz am Anfang. Die Firma erwartet, noch viel größere Modelle zu erstellen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

147 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Start-up will Augmented Reality mit maschinellem Sehen präziser machen

    Start-up will Augmented Reality mit maschinellem Sehen präziser machen

    Bei Augmented Reality wird die reale Welt um virtuelle Informationen ergänzt. Das Ergebnis ist, unter anderem wegen ungenauer Positionsbestimmung, nicht immer überzeugend. Abhilfe soll jetzt ein neues Konzept bringen.

  2. Sicherheitsrisiko Smart City: Experten warnen vor Angriffen auf smarte Städte

    Experten warnen vor Angriffen auf smarte Städte

    Kiew in der Ukraine, Städte im Baltikum – und vor kurzem Dallas: Die Einschläge in Form von Hacks auf IT-Infrastrukturen von Metropolen kommen näher.

  3. Smartphone made in Africa: Billig-Android-Geräte für Entwicklungsländer direkt vor Ort produzieren

    Billig-Android-Geräte für die Dritte Welt sollen direkt vor Ort produziert werden.

    Ein südafrikanisches Start-up plant die Herstellung von Smartphones für rund 30 US-Dollar. Es ist nicht der erste Versuch dieser Art.

  4. Geistiges Eigentum auf Hardware: Dieser Unternehmer möchte gerne gehackt werden

    Porträt von Andrew "Bunnie" Huang

    Der Aktivist Andrew "Bunnie" Huang glaubt, dass Hersteller von Consumerprodukten ihre Hardware offenlegen sollten.

  1. Weltsimulation in VR

    Weltsimulation in VR

    Ein Start-up aus London plant, Virtuelle Realität für ein ultrarealistisches Weltmodell zu nutzen. Eine halbe Milliarde Dollar konnte die Firma dafür einwerben.

  2. TR Online 2016: Von chinesischen Hightech-AKWs, Weltraum-Kühlungen und einem San Francisco ohne Müll

    TR Online 2016: Von

    Der erste Teil der Technology-Review-Online-Jahresrückschau – von Januar bis Juni. Welche Beiträge haben die Leser 2016 am häufigsten angeklickt?

  3. TR: Wegbereiter

    Übernachten in der Digitalisierungslücke

    Zum vierten Mal kürt Technology Review die 50 innovativsten Unternehmen des Jahres. Das entscheidende Kriterium für die Auswahl: bahnbrechende Ideen und wegweisende Fortschritte.

  1. US-Regierung wegen Abbruch des Startup-Visums verklagt

    Hundert-US-Dollar-Schein, darüber US-Fahne

    Spezielle Visa sollten Startup-Gründer in die USA locken. Wenige Tage vor Inkrafttreten wurde das Projekt wegen eines Trump-Erlasses gestoppt. Der Wagniskapitalverband hält das für unzulässig und hat geklagt.

  2. Synology-Netzwerkspeicher: Fünf neue NAS-Systeme mit HEVC-Videobeschleunigung

    Synology-Netzwerkspeicher: Fünf neue Systeme mit HEVC-Videobeschleunigung

    Synology hat fünf neue NAS-Systeme vorgestellt, von denen vier auch 4K-Filme im HEVC-Format wiedergeben und sich damit als Multimedia-Server eignen.

  3. iOS 11 steht zum Download bereit: iPhone und iPad werden produktiver

    iOS 11 iPad

    Ein Datei-Manager und grundlegenden Neuerungen vereinfachen die Arbeit mit iPhone und iPad. ARKit öffnet die Tore für eine Flut an Augmented-Reality-Apps. Alte iPhones und Apps müssen draußen bleiben.

  4. Die neue Lara Croft: Erster Trailer zum Tomb-Raider-Film mit Alicia Vikander

    Erster Trailer zum Tomb-Raider-Film mit Alicia Vikander

    Oscar-Preisträgerin Alicia Vikander gibt die neue Lara Croft. Visuell und thematisch orientiert sich der Film dabei sehr nah am Reboot der Tomb-Raider-Spiele.

Anzeige