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Ben Schwan 147

Start-up will die Matrix bauen

Start-up will die Matrix bauen

Improbable.io möchte die Welt in der Virtuellen Realität abbilden – und hat dafür ein gigantisches Investment eingesammelt.

Ein Start-up aus London hat vor, ganze Städte und eines Tages den ganzen Planeten in der Virtuellen Realität abzubilden. Die Firma mit dem durchaus passenden Namen Improbable ("unwahrscheinlich") konnte kürzlich Mittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar einsammeln, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Weltsimulation in VR"). Das Geld kommt vor allem vom japanischen Technikkonzern Softbank. Vorher hatten schon große US-Risikokapitalgeber wie Andreessen Horowitz investiert.

Improbable wurde ursprünglich von zwei Computerwissenschaftlern gegründet, die ihr Studium an der University of Cambridge abgeschossen hatten. Ihr Plan war es, extrem detailreiche virtuelle Welten für Videospiele zu erstellen. Das Team erkannte jedoch schnell, dass die Technik auch verwendet werden kann, um die Welt, die um uns liegt, zu simulieren – sogar ganze Städte.

In der Theorie ist es zwar einfach, ein Modell etwa einer Straße zu erstellen – mit ein paar Autos, Bussen und Fußgängern, um sich dann anzusehen, wie sie miteinander interagieren. Dies jedoch hochzuskalieren, um beispielsweise zu simulieren, wie die gesamte Bevölkerung Londons nach Hause gelangen würde, wenn mal der gesamte ÖPNV ausfällt, war bislang für die meisten Systeme zu komplex.

Doch genau das sind Problemstellungen, die Improbable künftig lösen will. Das Verfahren des Start-ups teilt die gigantische Simulation zunächst in kleinere Teile und verteilt sie dann über Tausende öffentlich zugängliche Server. So ließen sich im Versuch bereits ganze Städte modellieren. Angeblich ist so eines der komplexesten urbanen Modelle der Welt entstanden. Improbable steht laut eigenen Angaben aber erst ganz am Anfang. Die Firma erwartet, noch viel größere Modelle zu erstellen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

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