Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.733.931 Produkten

Ben Schwan 153

Start-up will die Matrix bauen

Start-up will die Matrix bauen

Improbable.io möchte die Welt in der Virtuellen Realität abbilden – und hat dafür ein gigantisches Investment eingesammelt.

Ein Start-up aus London hat vor, ganze Städte und eines Tages den ganzen Planeten in der Virtuellen Realität abzubilden. Die Firma mit dem durchaus passenden Namen Improbable ("unwahrscheinlich") konnte kürzlich Mittel in Höhe von 500 Millionen US-Dollar einsammeln, berichtet Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Weltsimulation in VR"). Das Geld kommt vor allem vom japanischen Technikkonzern Softbank. Vorher hatten schon große US-Risikokapitalgeber wie Andreessen Horowitz investiert.

Anzeige

Improbable wurde ursprünglich von zwei Computerwissenschaftlern gegründet, die ihr Studium an der University of Cambridge abgeschossen hatten. Ihr Plan war es, extrem detailreiche virtuelle Welten für Videospiele zu erstellen. Das Team erkannte jedoch schnell, dass die Technik auch verwendet werden kann, um die Welt, die um uns liegt, zu simulieren – sogar ganze Städte.

In der Theorie ist es zwar einfach, ein Modell etwa einer Straße zu erstellen – mit ein paar Autos, Bussen und Fußgängern, um sich dann anzusehen, wie sie miteinander interagieren. Dies jedoch hochzuskalieren, um beispielsweise zu simulieren, wie die gesamte Bevölkerung Londons nach Hause gelangen würde, wenn mal der gesamte ÖPNV ausfällt, war bislang für die meisten Systeme zu komplex.

Doch genau das sind Problemstellungen, die Improbable künftig lösen will. Das Verfahren des Start-ups teilt die gigantische Simulation zunächst in kleinere Teile und verteilt sie dann über Tausende öffentlich zugängliche Server. So ließen sich im Versuch bereits ganze Städte modellieren. Angeblich ist so eines der komplexesten urbanen Modelle der Welt entstanden. Improbable steht laut eigenen Angaben aber erst ganz am Anfang. Die Firma erwartet, noch viel größere Modelle zu erstellen.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

153 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Walmart & Co. nutzen VR zum Anlernen von Arbeitern

    Walmart & Co. nutzen VR zum Anlernen von Arbeitern

    Oculus-Headsets dienen dem Start-up Strivr dazu, Bildungsprogramme an Supermarktmitarbeiter zu vermitteln.

  2. Gehirn-Backup per Sterbehilfe: Start-up will Hirnkonservierung für späteres Wiederaufleben anbieten

    Start-up will Euthanasie zur Hirnkonservierung anbieten

    Nectome arbeitet an einem Service, bei dem sterbenskranke Menschen ihr Gehirn bis in die Nanoebene genau erhalten können. Dazu müssen sie sich allerdings töten lassen. Es gibt eine Warteliste.

  3. Start-up will Augmented Reality mit maschinellem Sehen präziser machen

    Start-up will Augmented Reality mit maschinellem Sehen präziser machen

    Bei Augmented Reality wird die reale Welt um virtuelle Informationen ergänzt. Das Ergebnis ist, unter anderem wegen ungenauer Positionsbestimmung, nicht immer überzeugend. Abhilfe soll jetzt ein neues Konzept bringen.

  4. Spielfiguren mit KI bringen sich selbst Kung-Fu bei

    Virtuelle Spiel- und Film-Figuren sollen korrekte Bewegungen durch Beobachten lernen

    Die computergenerierten Charaktere in Video-Spielen und Filmen mögen realitätsnah aussehen, sind aber kaum mehr als digitale Marionetten. Mit einem neuen Verfahren sollen sie eigenständiger werden.

  1. Weltsimulation in VR

    Weltsimulation in VR

    Ein Start-up aus London plant, Virtuelle Realität für ein ultrarealistisches Weltmodell zu nutzen. Eine halbe Milliarde Dollar konnte die Firma dafür einwerben.

  2. TR Online 2016: Von chinesischen Hightech-AKWs, Weltraum-Kühlungen und einem San Francisco ohne Müll

    TR Online 2016: Von

    Der erste Teil der Technology-Review-Online-Jahresrückschau – von Januar bis Juni. Welche Beiträge haben die Leser 2016 am häufigsten angeklickt?

  3. TR: Wegbereiter

    Übernachten in der Digitalisierungslücke

    Zum vierten Mal kürt Technology Review die 50 innovativsten Unternehmen des Jahres. Das entscheidende Kriterium für die Auswahl: bahnbrechende Ideen und wegweisende Fortschritte.

  1. Streit um Nachrüstung von Dieselmotoren

    AGR-Ventil

    In die Diskussion, wie es mit der Abgasnachbehandlung von Dieselmotoren weitergeht, kommt Bewegung. Das bedeutet jedoch keineswegs, dass nun Klarheit oder eine Versachlichung stattfinden würde. Wer fordert was in dieser Debatte?

  2. Bericht: Kunde beschädigt iMac Pro – Apple verweigert Reparatur

    iMac Pro

    Ein Techniksender ist über Monate auf einem beim Zerlegen beschädigten iMac Pro sitzengeblieben: Der Hersteller verweigere die kostenpflichtige Reparatur des teuren Profi-Macs, dem autorisierten Service-Partner fehle die nötige Zertifizierung.

Anzeige