Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

148

Sonntagsarbeit bei Amazon war nicht rechtmäßig

Amazon

Bild: dpa, Jan-Philipp Strobel/Archiv

Im Prozess um die Rechtmäßigkeit der Sonntagsarbeit im Amazon-Standort Bad Hersfeld im Weihnachtsgeschäft 2014 hat das Verwaltungsgericht Kassel das Urteil gesprochen. Demnach hat das Regierungspräsidium Kassel die Arbeit zu Unrecht genehmigt.

Das Verwaltungsgericht Kassel hat dem Internet-Versandhändler Amazon bei der Sonntagsarbeit im Weihnachtsgeschäft Grenzen gesetzt. Das Gericht urteilte bereits am vergangenen Dienstag, dass die Erlaubnis des Regierungspräsidiums Kassel für den Standort Bad Hersfeld in der Vorweihnachtszeit 2014 rechtswidrig war, wie ein Richter am Freitag sagte. Damit bestätigte er Angaben der Initiative Allianz für den freien Sonntag.

Die Kasseler liegen mit ihrer Entscheidung auf der Linie anderer Verwaltungsgerichte in Deutschland und des Bundesverwaltungsgerichts. Es blieb zunächst unklar, welche Auswirkungen das Urteil in Zukunft entwickelt.

Weihnachtsgeschäft kein außergewöhnlicher Umstand

Das Verwaltungsgericht Kassel begründete im vorliegenden Fall, dass die gesetzlichen Voraussetzungen für die Zulassung von Sonntagsarbeit nicht vorlagen. Nach der üblichen Rechtsprechung könne Sonntagsarbeit in Einzelfällen zugelassen werden, wenn das aufgrund außergewöhnlicher Umstände zur Vermeidung eines erheblichen Schadens geboten ist. Amazon habe aber nicht darlegen können, inwiefern diese Umstände im Weihnachtsgeschäft vorlagen, sagte ein Gerichtssprecher.

Die klageführende Gewerkschaft Verdi bezeichnete es als wichtiges Signal, dass auch das Geschäftsmodell von Amazon mit sehr kurzen Lieferzusagen es nicht rechtfertige, eine Ausnahme vom Sonntagsschutz zu gewähren. Auch im Online-Handel dürfe nicht rund um die Uhr gearbeitet werden. Eine Amazon-Sprecherin kommentierte in München: "Wir bedauern die Entscheidung des Gerichts." (dpa) / (jam)

148 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Ampeln und Autos sollen in Kassel miteinander kommunizieren

    Ampeln und Autos sollen in Kassel miteinander kommunizieren

    Als eine der ersten Städte in Deutschland beginnt Kassel damit, die Verkehrssteuerungstechnik so vorzubereiten, dass Autofahrer sehen können, ob ihre Grünphase noch ausreicht.

  2. Kasseler Bürgerpreis geht an Edward Snowden

    Edward Snowden

    Dem Whistleblower Edward Snowden wird in diesem Jahr der Kasseler Bürgerpreis "Das Glas der Vernunft" verliehen. Er wird für seine Gewissensentscheidung geehrt, die er mit Mut, Kompetenz und Vernunft getroffen habe.

  3. Volksbanken und Vodafone testen Girocardzahlungen mit Smartphone

    Girocard Mobile: Pilottest in Kassel für Dezember geplant

    Über 100 Kunden aus dem Raum Kassel können in einem Testlauf erstmals mit Girocard Mobile in Geschäften bezahlen. Anstelle der Giro-Karte muss das Smartphone kurz an das Bezahlterminal gehalten werden.

  4. Niedersachsens Grüne wollen Online-Handel am Sonntag einschränken

    Online einkaufen

    Kunden sollen zwar auch am Sonntag online bestellen können, es reiche aber auch, wenn die Bestellung am Montag bearbeitet werde, finden Grüne aus Niedersachsen.

  1. Verfassungsschutz will NSU-Bericht für 120 Jahre wegschließen

    Was hat der VS-Beamte Temme mit dem Mord in Kassel zu tun? Eine absurd lange Sperrfrist soll vor allem eines signalisieren: "Bei uns kriegt Ihr nichts mehr raus!"

  2. Ein Verfassungsschützer während der Tat am Tatort

    Mit dem Mord an Halit Yozgat in Kassel endet die Ceska-Serie - Warum? Teil 3 der Telepolis-Serie zum "NSU"

  3. Kassel: Ampel und Autos sollen kommunizieren

    Eine App soll Autofahrern in Kassel künftig die Frage beantworten, ob sie es noch in dieser Grünphase über die Ampel schaffen. Die Information dazu kommt von der Ampel. Dies soll ab Ende 2018 möglich sein

  1. Mali: Wie bei einem "Routineeinsatz" Soldaten "verunglücken"

    Wenn statt über einen Krieg über technische Defekte diskutiert wird

  2. Türkei provoziert die USA

    Die staatliche Nachrichtenagentur veröffentlichte die Lage von US-Stützpunkten in Syrien zur Unterstützung der syrischen Kurden, das Pentagon protestiert

  3. Personen statt Programme

    In Österreich tritt der ehemalige Grünen-Abgeordnete Peter Pilz mit einer Liste an, die keine Partei sein will - ein Vorbild für Boris Palmer?

  4. Eighties-Machismo extrem: der Lamborghini LM 002

    In den Achtzigern war alles anders. Wir fanden Maschinengewehre noch cooler als Telefone, und ausgerechnet Lamborghini baute einen Geländewagen: 444 PS stark, 220 km/h schnell, mit Sandwalzen und Ölscheich-Preisschild

Anzeige