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Wolfgang Stieler 90

Software erfindet angeblich Werbekampagnen

Die Pariser Agentur BETC Euro RSCG hat laut New York Times eine Software entwickelt, die selbstständig Werbekampagnen entwerfen kann. Der Nutzer muss lediglich seine Zielgruppe, das Ziel seiner Kampagne - beispielsweise eine Produkteinführung - angeben und allgemeine Angaben zur Produktkategorie und zum Produkt selbst machen. Dann erstellt die Software „Creative Artificial Intelligence“ aus zuvor analysierten Trainingsdaten Vorschläge für das Verpackungsdesign und Werbe-Anzeigen.

Weitere technische Details zu dem Projekt sind nicht veröffentlicht. Auf seiner Website hatte das Unternehmen jedoch bereits Anfang Mai von diesem Experiment berichtet. Laut der Agentur entstand das Projekt eigentlich, um zu beweisen, dass Software keine kreativen Arbeiten übernehmen könnte. Die Macher von CAI zeigten sich von der Qualität der Resultate jedoch extrem überrascht. Zwar ließen die simulierten Werbekampagnen Originalität vermissen - sie würden jedoch auf eine sehr unheimliche Art und Weise an Arbeiten erinnern, denen man täglich begegnen könne.

Die Frage, ob Computer kreative Aufgaben erledigen können, beschäftigt die Forschung bereits seit Jahrzehnten - das Problem gilt jedoch nach wie vor als ungelöst. Der Informatiker David Gelernter hatte Ende Juni in der FAZ ein Essay zu dieser Frage veröffentlicht, in dem er die These vertritt, dass die Fähigkeit Analogien zu entwickeln und frei zu assoziieren essentiell für die Entwicklung maschineller Kreativität sei. (wst)

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