Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.531.613 Produkten

Gerald Himmelein 290

Sharehoster-Sterben geht weiter

Mit Wupload.com hat ein weiterer großer Sharehoster das Handtuch geworfen. Seit kurzem zeigt die Hauptseite eine unübersehbare Ankündigung: "All sharing has been disabled. Wupload is not a file sharing site." Bis dahin konnten auf Wupload hochgeladene Dateien von beliebigen Anwendern heruntergeladen werden; jetzt dient die Website allenfalls noch zur Online-Datensicherung.

Es ist nicht der erste Filehoster, der so reagiert: Nach der dramatisch inszenierten Schließung von Megaupload im Januar hatten einige Sharehoster ihr Angebot komplett eingestellt, andere die Download-Möglichkeit auf den Uploader beschränkt. Anfang April deaktivierte Fileserve.com seine Sharing-Funktion zum zweiten Mal – der Hoster war diesen Schritt nach der Megaupload-Razzia im Januar schon einmal gegangen, hatte die Einschränkung aber nach ein paar Tagen wieder zurückgenommen.

Ursache für den jüngsten Sinneswandel war vermutlich die Ankündigung des Branchenverbands Motion Picture Association of America (MPAA), er wolle verstärkt gegen "Rogue Cyberlockers" vorgehen, die illegales Material verbreiten. Eine von CNet veröffentlichte Infografik führt Depositfiles, Fileserve, MediaFire, PutLocker und Wupload als die fünf größten Sharehoster an, die nach Meinung der MPAA nicht genug gegen Urheberrechtsverletzungen unternehmen. MediaFire hatte sich umgehend gegen die Anschuldigung gewehrt.

RapidShare, einer der größten Datei-Anbieter, blieb bislang vor der Einordnung als Schurkenhoster verschont. Dazu dürfte beigetragen haben, dass die Website Ende Februar die Download-Geschwindigkeit für Gratis-Anwender auf 30 kByte/s drosselte. Der Website TorrentFreak gegenüber erklärte Rapidshare damals, die Plattform solle für illegal angebotene Inhalte gezielt unattraktiv gemacht werden. Grundsätzlich bietet RapidShare weiterhin schnelle Gratis-Downloads an – hierfür muss der Uploader aber einen Pro-Account besitzen und dafür geradestehen, dass die Dateien legal bereitgestellt werden. (ghi)

290 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Italien: Megavideo zu 12 Millionen Euro Schadensersatz verurteilt

    Kim Dotcom

    Der Videostreaming-Dienst des berüchtigten und inzwischen eingestellten Sharehosters Megaupload soll für Urheberrechtsverletzungen in Italien geradestehen. Kim Dotcom wehrt sich unterdessen weiter gegen seine Auslieferung.

  2. ownCloud 9 Enterprise Edition beherrscht Auto-Tagging

    SSD, Speicher, Festplatte

    In Version 9 von ownClouds Enterprise Edition verbinden sich die neuen Fähigkeiten zur Kollaboration mit den speziellen Funktionen für Unternehmenskunden. Tags können jetzt genutzt werden, um für die File Firewall spezifische Policies zu definieren.

  3. Kim Dotcom verkündet Starttermin für Megaupload 2.0

    Kim Dotcom verkündet Starttermin für Megaupload 2.0

    Im kommenden Jahr soll Megaupload 2.0 ans Netz kommen. Kim Dotcom hat außerdem noch ein paar weitere Details genannt.

  4. Analyse zum "Ende der Störerhaftung": Von wegen Rechtssicherheit!

    Analyse des "Endes der Störerhaftung": Von wegen Rechtssicherheit!

    Vollmundig hatten Netzpolitiker der Großen Koalition das Ende der Störerhaftung verkündet. Doch ein Blick in den geplanten Gesetzestext zeigt: Von Rechtssicherheit für Betreiber offener WLANs kann keine Rede sein, erklärt Heise-Justiziar Joerg Heidrich.

  1. Guerilla Open Access und Robin-Hood-PR gegen Marktversagen

    Mit der Schattenbibliothek Sci-Hub verbindet sich eine Diskussion über das Geschäftsmodell der Wissenschaftsverlage

  2. BGH: Urheberrechts-Netzsperren möglich

    Der Bundesgerichtshof weist Revisionen der Gema und der Tonträgerindustrie nur deshalb zurück, weil diese sich nicht genug Mühe machten

  3. Rückblick auf Tag 1 der Build 2015

    Am ersten Tag von MIcrosofts Konferenz gab es Neuigkeiten zu Apps, Windows, Visual Studio auf anderen Plattformen, Azure und Hololens. Eine Zusammenfassung der Highlights.

  1. Neue Drohnenverordnung: Modellflieger laufen Sturm

    Neue Drohnenverordnung: Modellflieger laufen Sturm

    Modellflieger sehen ihr Hobby durch die neuen Regeln zu unbemannten Fluggeräten in Gefahr. Stein des Anstoßes ist die Begrenzung der Flughöhe auf 100 Meter. Eine Kompromiss-Regelung soll sogar kurzfristig gekippt worden sein.

  2. Vodafone Kabel: Fritzboxen verlieren durch Wartungsfehler individuelle Einstellungen

    Vodafone Kabel: Fritzboxen verlieren durch Wartungsfehler Telefonie-Einstellungen

    Vodafone erklärt auf Nachfrage, dass es sich bei der nächtlichen Wartung um einen teilweise missglückten Routine-Eingriff gehandelt habe.

  3. Kennzeichen und Kenntnisnachweis: Neue Pflichten für Drohnenpiloten kommen

    GoPro-Drohne

    Mehr Sicherheit und Privatsphäre bringen die neuen Regeln für Drohnen laut Verkehrsminister Dobrindt. Unter anderem sind Kennzeichen an den Drohnen verpflichtend, ab einem bestimmten Gerätegewicht auch Kenntnisnachweise.

  4. Navigationssystem Galileo: Mehrere Atomuhren auf Satelliten ausgefallen

    Satellitennavigationssystem  Galileo: Mehrere Uhren ausgefallen

    Das europäische Satellitennavigationssystem Galileo hat weiterhin Probleme: Wie der ESA-Chef am Mittwoch mitteilte, sind insgesamt zehn der hochpräzisen Atomuhren ausgefallen, aber noch haben alle Satelliten Backups.

Anzeige