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Schwesig will Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern vorantreiben

Schwesig will Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern vorantreiben

Bild: dpa, Peter Kneffel/Archiv

Mecklenburg-Vorpommerns Regierungschefin Manuela Schwesig hat zusätzliche Millionen-Investitionen in die Digitalisierung des Bundeslandes angekündigt.

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Im Werben um Firmenansiedlungen setzt Mecklenburg-Vorpommern gleichermaßen auf Investoren aus der Industrie wie auf Start-ups. Großunternehmen fänden im Nordosten große Flächen für neue Produktionsstätten, angebunden an eine gute Infrastruktur mit leistungsstarken Häfen, Autobahnen und Schienenverbindungen, erklärte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) am heutigen Samstag in Rostock.

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Die Digitalisierung eröffne gerade einem Land wie Mecklenburg-Vorpommern, "das viel Freiraum für neue Ideen und optimale Bedingungen für kreatives Arbeiten bietet, neue wirtschaftliche Chancen", sagte die Regierungschefin auf einem Unternehmer-Treffen im Rahmen der Hanse Sail Rostock.

Schwesig kündigte an, dass die Landesregierung die weitere Digitalisierung in der Wirtschaft mit zusätzlich zehn Millionen Euro unterstützen wolle. Mecklenburg-Vorpommern hatte sich zuvor schon mit 832 Millionen Euro einen Großteil der Bundesmittel für schnellere Internetverbindungen auf dem Land gesichert. Hinzu kommen rund 500 Millionen Euro Landesmittel.

Allerdings ist der Nachholbedarf beim Ausbau des Breitbandnetzes im Nordosten der Bundesrepublik auch besonders groß. Laut aktuellem Breitbandatlas verfügen in Mecklenburg-Vorpommern erst 57 Prozent der Nutzer über Anschlüsse mit einer Datenrate von mindestens 50 Mbit pro Sekunde, wie sie die Bundesregierung bis 2018 flächendeckend anstrebt.

Breitbandatlas, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Laut Breitbandatlas des Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur sind weite Teile von Mecklenburg-Vorpommern noch nicht gut mit schnellen Internetanschlüssen versorgt. (Bild: Breitbandatlas, Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

Mit dem Ansatz, regionale Stärken mit den Chancen der Digitalisierung zu verknüpfen, treffe die Ministerpräsidentin ins Schwarze, betonte Verbandsgeschäftsführer Jens Matschenz. Er warnte jedoch vor Einflussnahme der Politik auf die Tarifpolitik. Investoren und ansässige Unternehmen würden auf eine "politische Übersteuerung bei der Entlohnung, bei der öffentlichen Auftragsvergabe und bei der Tarifbindung höchst sensibel reagieren", sagte er. Matschenz reagierte damit auf Schwesigs Ankündigung, sich für eine stärkere Tarifbindung in der Wirtschaft des Landes stark machen zu wollen. (dpa) / (dwi)

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