Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

5

Schwarze Kassen: US-Börsenaufsicht belangt Oracle

Oracle
Der Hauptsitz von Oracle in Redwood Shores, Kalifornien, USA. Vergrößern
Bild: dpa, Christoph Dernbach / Archiv
Oracle büßt für Verfehlungen von Mitarbeitern in Indien. Nach Überzeugung der US-Börsenaufsicht SEC hatten diese umgerechnet etwa 2,2 Millionen US-Dollar aus Aufträgen abgezwackt und in schwarze Kassen geleitet. Es habe das Risiko bestanden, dass "diese Mittel für gesetzeswidrige Zwecke eingesetzt werden wie Bestechung oder Veruntreuung", erklärte die SEC.

Die Aufseher warfen Oracle vor, dass ie firmeninternen Kontrollen zu lax gewesen seien. Die Vorgänge ereigneten sich demnach in den Jahren 2005 bis 2007. Um die Sache aus der Welt zu schaffen, hat der Software-Konzern jetzt eingewilligt, 2 Millionen Dollar zu zahlen. Oracle bestritt die Vorwürfe dabei weder, noch erkannte das Unternehmen sie an – das ist ein übliches Vorgehen bei Vergleichen in den USA.

Oracle habe Kontrollen eingeführt, die zu den besten in der Branche gehörten, erklärte eine Firmensprecherin. Das Unternehmen habe selbst im Jahr 2007 die Zahlungen aufgedeckt, hieß es in einer schriftlichen Stellungnahme. Anschließend habe Oracle die Vorgänge den staatlichen Stellen gemeldet und mit der SEC bei deren Ermittlungen kooperiert. "Den beteiligten Mitarbeitern wurde gekündigt."

US-Behörden verfolgen Korruption auch im Ausland. Gesetzliche Grundlage ist der "Foreign Corrupt Practices Act" (FCPA). Den langen Arme der US-Justiz bekamen auch schon Daimler und Siemens zu spüren, die wegen fragwürdiger Geschäfte in verschiedenen Ländern zur Kasse gebeten wurden. Daimler zahlte vor zwei Jahren 185 Millionen Dollar, Siemens vor vier Jahren 800 Millionen Dollar an die SEC und das US-Justizministerium. (dpa) / (jk)

5 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Hotel-Suchmaschine Trivago will an die Börse

    Hotel-Suchmaschine Trivago will an die Börse

    Die Hotel-Suchmaschine Trivago will mit einem Börsengang in den USA insgesamt 400 Millionen US-Dollar erlösen. Das Unternehmen gehört seit 2012 mehrheitlich dem US-Reiseanbieter Expedia, der seine Anteile behalten will.

  2. Bitcoin-Kurs bricht nach SEC-Entscheidung ein

    Bitcoin

    Die US-Börsenaufsicht SEC hat sich gegen das Auflegen eines Bitcoin-Fonds ausgesprochen. Ein solches Finanzprodukt sei zu anfällig für Manipulationen, begründete die Behörde ihre Entscheidung.

  3. Nach Adobe-Hack: Einigung auf eine Million US-Dollar Strafe

    Adobe

    Adobe hat sich mit insgesamt 15 US-Bundesstaaten auf eine Strafzahlung von zusammen einer Million US-Dollar geeinigt, weil das Unternehmen 2013 Millionen Nutzerdaten verloren hatte. Die hatten Angreifer bei einem Hack an sich gebracht.

  4. Google verklagt Oracle wegen Preisgabe hypothetischer, nicht öffentlicher Zahlen

    Waage

    Die Schlacht geht in die nächste Runde. Nun fordert Google eine Entschädigung von 3,9 Millionen US-Dollar, da eine Oracle-Anwältin offenbar vertrauliche Zahlen in den Prozess eingebracht hatte.

  1. Trump: Secret Service fordert 60 Millionen US-Dollar zusätzlich für Sicherheit

    Lebensstil und große Familie lassen den Schutz des US-Präsidenten für den Steuerzahler teuer werden

  2. Steve Wozniak vs. Kanye West vs. Hulk Hogan

    Wie sich die US-Prominenz Präsidentschaftsbewerbern zuordnet

  3. Roundup Ready v2.0

    Die US-Umweltschutzbehörde EPA genehmigt ersten Teil einer "neuen" Monsanto-Herbizidstrecke

  1. NASA-Sonde Cassini: Magnetfeld des Saturn bleibt rätselhaft

    NASA-Sonde Cassini: Magnetfeld des Saturn bleibt rätselhaft

    Nur beim Saturn sind Rotationsachse und Magnetfeldachse fast absolut parallel. Auch Cassini hat keine Abweichung gefunden, die ausreicht um die Existenz des Magnetfelds nach gegenwärtigem Wissensstand zu erklären.

  2. Elektromobilität: Mercedes-Benz steigt aus der DTM aus und in die Formel E ein

    Elektromobilität: Mercedes-Benz steigt aus der DTM aus und in die Formel E ein

    Nach der Saison 2018 will Mercedes-Benz nicht mehr an der DTM teilnehmen. Stattdessen will sich der Autohersteller in der Elektrorennserie Formel E engagieren.

  3. Cyber-Attacke NotPetya: Unternehmen haben immer noch viel Arbeit mit dem Fallout der Attacke

    NotPetya: Unternehmen haben immer noch mit dem Fallout der Attacke zu tun

    Mit Maersk ist die größte Containerschifflinie der Welt betroffen. Auch TNT Express und Reckitt Benckiser, Hersteller von Sagrotan und Durex, haben immer noch nicht alle Computer bereinigt. Bei TNT verzögert sich die Paketauslieferung.

  4. Landgericht: Junge Union Bayern darf keinen Fake-Tweet von Martin Schulz verbreiten

    Landgericht: Junge Union darf keinen Fake-Tweet von Martin Schulz verbreiten

    Fake-News made in Germany: Die Junge Union Bayern wollte wohl im Wahlkampf für Stimmung sorgen und verbreitete einen gefälschten Tweet des SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz.

Anzeige