Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

95

Schwache PC-Nachfrage drückt weiter auf das Geschäft von Dell

Dem Computerkonzern Dell machen die schwächelnden PC-Verkäufe zu schaffen, greifen doch mittlerweile viele Menschen lieber zu einem Tablet. Im vierten Geschäftsquartal musste Dell im Geschäft mit Privatkunden einen leichten Rückgang hinnehmen. Im Geschäft mit Firmenkunden und Behörden konnte der Hersteller die Schwäche dadurch ausgleichen, dass er verstärkt Dienstleistungen rund um die Informationstechnologie anbietet.

Dank des Servicegeschäfts wuchs der Umsatz in den drei Monaten bis Anfang Februar noch um 2 Prozent auf 16 Milliarden US-Dollar (12,1 Mrd. Euro). Die Kunden würden Dell heute nicht mehr als reinen PC-Hersteller wahrnehmen, so Gründer und Konzernchef Michael Dell am Dienstag. Er hatte den Umbau zu einem breit aufgestellten Computerkonzern angestoßen, nachdem das PC-Geschäft immer weniger abgeworfen hatte.

Zuletzt musste Dell allerdings höhere Kosten verdauen. Der Gewinn fiel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 764 Millionen US-Dollar (577 Mio. Euro). Das ist nur ein Bruchteil dessen, was Apple mit iPhone, iPad und Mac im letzten Quartal verdient hatte: 13,1[ ]Milliarden US-Dollar.


Dells Firmensitz in Round Rock, Texas Vergrößern
Bild: Dell
Dell versucht mit dem Ausbau des Servicegeschäfts, dem Druck zu entkommen. Dabei wandelt der Computerbauer auf den Spuren des erfolgreichen IT-Urgesteins IBM. Der Betrieb von Rechenzentren oder die IT-Beratung sind üblicherweise profitabler als der Verkauf von Hardware. Denn es gibt fast immer jemanden, der den PC billiger anbietet. Die Angreifer von Dell sitzen vor allem in Asien und heißen Acer, Asus oder auch Lenovo.

Die Dell-Aktie fiel nachbörslich um annähernd 5 Prozent. Für Enttäuschung sorgte bei den Anlegern auch, dass Dell im laufenden Quartal mit einem Umsatzschwund von 7 Prozent rechnet. Analysten hatten bislang mit einem besseren Abschneiden kalkuliert.

Dell ist nach den Zahlen der Marktforschungsfirma Gartner die Nummer drei der PC-Branche hinter Hewlett-Packard und der chinesischen Lenovo, die vor Jahren das PC-Geschäft von IBM übernommen hatte. HP legt seine Bilanz am Mittwoch vor.

Nach Angaben von Gartner stagnierte der Computerabsatz im vergangenen Jahr wegen der schleppenden Erholung in den USA und der Schuldenkrise in Europa. Erschwerend hinzu kam die Konkurrenz durch die neuen mobilen Geräte. Die Lage bei Dell passt da ins Bild: Der Hersteller vermeldete vor allem Probleme in seiner Heimat USA, wo Apple mit seinen Produkten besonders erfolgreich ist. (dpa) / (mho)

95 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Dell verkauft Software-Geschäft an Finanzinvestoren

    Dell

    Dell verdaut immer noch seine Riesenübernahme des Speicher-Spezialisten EMC - und trennt sich im Zuge dessen von anderen Unternehmensteilen. Diesmal wurde die eigene Software-Sparte abgestoßen.

  2. Schwacher PC-Markt und Smartphone-Probleme bremsen Lenovo

    Schwacher PC-Markt und Smartphone-Probleme bremsen Lenovo

    Die Integration des übernommenen Unternehmens Motorola hat die Erwartungen bisher nicht erfüllt, räumt der größte PC-Hersteller ein.

  3. Lenovos Gewinn sinkt deutlich

    Lenovos Gewinn sinkt deutlich

    Lenovo kämpft mit vielen Problemen und hat deshalb zuletzt deutlich weniger verdient.

  4. PC-Absatz sinkt weiter - Hoffnung auf Windows 10

    PC-Markt

    Auch im dritten Jahresquartal geht die Talfahrt im PC-Markt weiter. Lenovo kann sich dabei knapp vor Hewlett-Packard an der Spitze halten.

  5. Alle Meldungen aus Weitere News zum Thema
  1. Trump will über zehn Milliarden Dollar schwer sein

    Der Spitzenreiter in den republikanischen Umfragen glaubt, er werde mit dem russischen Staatspräsidenten Putin sehr viel besser auskommen als Obama

  2. Über 5.000 Prozent Preissteigerung

    Hedgefonds-Manager haben eine Abzockmethode mit alten Medikamenten entdeckt

  3. 40 Jahre Apple. Ein Rückblick auf die Erfolgsgeschichte.

    40 Jahre Apple

    Am 1. April wurde die Apple Inc. aus der Kleinstadt Cupertino in Kalifornien vier Jahrzehnte alt. Stephen G. Wozniak, Steven P. Jobs und Ronald G. Wayne unterzeichneten vor 40 Jahren die Gründungsurkunde. Was hat sich seitdem getan? Viel!

  4. Alle Meldungen aus Ähnliche Artikel
  1. Geleakte NSA-Hackersoftware: Offenbar hunderttausende Windows-Computer infiziert

    Geleakte NSA-Hackersoftware: Bereits Hunderttausende Geräte infiziert

    Weniger als zwei Wochen nachdem anonyme Hacker Software der NSA veröffentlicht haben, sollen fast 200.000 Geräte infiziert sein. Betroffen sind Windows-Computer, die einen bereits veröffentlichten Patch nicht erhalten haben.

  2. Uber: iPhone-Fingerprinting flog auf – Rüffel vom Apple-Chef

    Delete Uber

    Die App des Fahrdienstes hat auf eine Fingerprinting-Technik gesetzt, um einzelne iPhones trotz Löschens der App weiter identifizieren zu können. Ein Geofence sollte sicherstellen, dass Apple-Mitarbeiter das regelwidrige Verhalten nicht entdecken.

  3. Personalausweis: Experten kritisieren geplanten automatisierten Lichtbildabruf scharf

    Personalausweis: Experten kritisieren geplanten automatisierten Lichtbildabruf scharf

    Faktisch werde mit einer Gesetzesreform eine nationale Biometriedatenbank entstehen, warnten Sachverständige in einer Anhörung. Umstritten war auch das Vorhaben, die Onlinefunktionen (eID) des Personalausweises zu fördern.

  4. Hannover Messe: Schindler verbindet Aufzüge mit dem Internet of Things

    Hannover Messe: Schindler verbindet Aufzüge mit dem Internet of Things

    Der Fahrstuhl- und Rolltreppenhersteller vernetzt seine Produkte, um sie smart zu machen – mit Machine Intelligence aus der Cloud, Big-Data-Analysen und Apps für die Anwender.

  5. Alle Meldungen aus Themen im Trend
Anzeige