Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.703.355 Produkten

Oliver Bünte 96

SPD-Innenpolitiker befürwortet Back-Hacking bei Cyber-Angriffen

Hacker-Angriffe

Bild: dpa, Frank Rumpenhorst/Archiv

Nach Ansicht des SPD-Innenpolitikers Burkhard Lischka ist Deutschland nicht ausreichend gegen Attacken von Cyber-Kriminellen geschützt. Als eine Maßnahme sprach er sich für das Back-Hacking aus.

Deutschland ist nach Einschätzung des SPD-Innenpolitikers Burkhard Lischka nicht ausreichend gegen Attacken von Cyber-Kriminellen auf wichtige öffentliche Infrastruktur wie Krankenhäuser, Energieversorgung oder Logistik gewappnet. Nach einem Bericht der Funke Mediengruppe forderte er eine stärkere Bündelung der Zuständigkeiten und Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden sowie aktives Back-Hacking.

Anzeige

Das bundesdeutsche Cyber-Abwehrzentrum ist im Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) angesiedelt. Bundespolizei, nationale Geheimdienste und das Zollkriminalamt arbeiten hier zusammen und bilden ein Informations- und Frühwarnsystem für Cyber-Angriffe. Die Sicherheitsbehörden können derzeit zwar Angriffe zu ihren Urhebern zurückzuverfolgen, das Lahmlegen von angreifenden Servern und das Löschen von gestohlenen Daten auf fremden Servern zur weiteren Gefahrenabwehr sei aber nicht möglich.

Für ein bundesländerübergreifendes, koordiniertes Vorgehen fehle bislang die rechtliche Handhabe, wofür möglicherweise eine Grundgesetzänderung notwendig sei, so Lischka weiter. Dabei zielt er besonders auf die verschiedenen Landeskriminalämter der Polizei sowie die zuständigen Bundesbehörden ab, die die steigende Anzahl von Hackerangriffen jeweils einzeln und nicht in Zusammenarbeit verfolgen würden.

In den Sondierungsgesprächen hatte es zwischen Union und SPD keine konkreten Vereinbarungen zur zukünftigen Ausgestaltung der Cyber-Abwehr gegeben. Innenminister Thomas de Maizière hat dem Bericht zufolge verlauten lassen, dass die Bekämpfung mit Back Hacks beim Bund liegen müsse. Unklar ist, welche Behörde dann den Gegenschlag bei Cyber-Angriffen übernehmen soll. BSI, Bundesnachrichtendienst, Bundesamt für Verfassungsschutz und die Bundespolizei haben bereits signalisiert, die Aufgabe schultern zu können. (olb)

96 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. NRW will Behörden stärker gegen Cyberangriffe schützen

    Hacker

    Das Land Nordrhein-Westfalen beabsichtigt eine engere Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik, um die eigenen Ämter und Behörden besser vor Cyberangriffen schützen zu können.

  2. De Maizière fordert mehr Vollmachten des Bundes im Kampf gegen Terror

    Thomas de Maizière

    "Gefährder" agieren längst über alle Grenzen hinweg. Ist der deutsche Föderalismus im Kampf gegen islamistischem Terror noch zeitgemäß? Innenminister de Maizière hat dazu eine klare Meinung. Der Bund soll mehr Kompetenzen erhalten.

  3. Cyberschläge: Bundesregierung prüft "Hack-Back-Strategie" mit "digitalem Rettungsschuss"

    Cyberschläge: Bundesregierung prüft "Hack-Back-Strategie" mit "digitalem Rettungsschuss"

    Eine wehrhafte Demokratie müsse sich vergewissern, dass Cyberangriffe aus dem Ausland gegebenenfalls mit vergleichbaren Mitteln beantwortet werden können, heißt es aus dem Bundesinnenministerium.

  4. Verfassungsschutzpräsident: Brauchen Möglichkeit für Cyber-Gegenangriffe

    Konferenz für Nationale Cybersicherheit

    Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen möchte aktiv gegen Hacker vorgehen können – derzeit läge der Fokus lediglich auf Abwehrmaßnahmen. Der Verfassungsschutz sollte etwa Angriffs-Infrastrukturen "ausschalten" können.

  1. "Ich nutze nicht einmal ein Smartphone"

    Datenschutz, Netzwerk, Sicherheit

    Ein Leben ganz ohne Smartphone? Auf wen könnte das zutreffen? Auf Bundesforschungsministerin Johanna Wanka oder den Sicherheitsexperten Eugene Kaspersky? Lesen Sie die Antwort im Doppelinterview.

  2. Auch die Nato will "offensive Verteidigung" bei Cyberangriffen praktizieren

    Gerade fand die größte Nato Cyber-Übung in Estland statt, wo die Kooperation zur Abwehr von Angriffen geübt wurde

  3. Was ist los? - Bundestagswahl ohne russische Beeinflussungskampagne

    In den USA und in Frankreich war die Erregung über die angebliche russische Einmischung groß, jetzt findet man das Fehlen vor der Bundestagswahl bedrohlich

  1. Mobile World Congress 2018: Auf dem Weg zu 5G

    MWC 2018: Auf dem Weg zu 5G

    Der Markt lässt erstmals nach und das Smartphone ist längst ein gewöhnliches Gebrauchsgut. Zwar gibt es auf dem Mobile World Congress immer noch viele neue Handys, doch findet man Innovationen eher in der Netztechnik.

  2. Domain-Daten und Whois beim Denic: Sag zum Abschied leise Servus

    Sag zum Abschied leise Servus

    Schon bald wird die Denic die Daten von Domaininhabern nur noch sparsam veröffentlichen. Viele Daten wie der alte AdminC werden gar nicht mehr abgefragt, sagt Denic-Geschäftsführer Jörg Schweiger. Das alte Whois wird ein Stück weit Geschichte…..

  3. Unterwegs im BMW i3S

    BMW i3s

    Eine neue Schlupfregelung und eine harmonischere Fahrwerksabstimmung machen den batterieelektrischen BMW i3s zum Agilitätswunder mit ganzheitlichem Ansatz dank Recycling-Materialien und einer mit Strom aus Wasserkraft hergestellten CFK-Karosserie. Aber der Preis ...

  4. Umsteigen von Windows auf den Mac

    Windows Mac Müllkorb

    Der Mac ist logischer, komfortabler, benötigt weniger Wartung und bietet das Beste aus beiden Welten – das sind nur einige der Argumente für den Wechsel. Mac & i zeigt auch, wie sich Windows-Umsteiger in macOS schnell zurechtfinden.

Anzeige