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"Roadmap E": VW startet E-Auto-Offensive

VW startet E-Auto-Offensive "Roadmap E"

Volkswagen kündigt auf der IAA die Serienversion des I.D. Crozz an. Der Konzern hat die internationale Bedeutung von Batterie-elektrischen SUV-Coupes erkannt und will den Wagen spätestens 2020 anbieten.

Bild: Volkswagen

Am Elektroauto führt kein Weg mehr vorbei – Volkswagen fährt seine Investitionen hoch, bis 2025 wollen die Konzernmarken 80 neue Wagen mit E-Motoren an den Start bringen. Aber der Abschied vom Verbrenner ist das noch nicht.

Volkswagen fährt seine Investitionen in die Elektromobilität bis zum Jahr 2030 auf 20 Milliarden Euro hoch. Bis 2025 bringen die Konzernmarken insgesamt mehr als 80 neue Autos mit E-Motor auf den Markt, darunter rund 50 reine E-Autos und 30 Plug-in-Hybride, wie Vorstandschef Matthias Müller am Montag beim Konzernabend zur Internationalen Automobilausstellung (IAA) in Frankfurt sagte. "Wir haben verstanden, und wir werden liefern. Das ist keine unverbindliche Absichtserklärung, sondern eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen."

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Bis 2030 soll es nach Müllers Worten für jedes der weltweit rund 300 Modelle des Konzerns in allen Fahrzeugklassen und -segmenten mindestens eine elektrifizierte Variante geben. Hintergrund ist eine "Roadmap E" genannte Strategie – laut VW die umfassendste Elektro-Offensive in der Autoindustrie.

Bereits in Strategieprogramm "Together" vom Sommer 2016 hatten die Wolfsburger das Ziel ausgegeben, bis 2025 die weltweite Nummer eins in der E-Mobilität zu werden. Demnach soll 2025 etwa jedes vierte neue Auto des Konzerns rein batterieelektrisch angetrieben sein – was zugleich bedeutet, dass die mit Diesel und Benzin angetriebenen Verbrenner eine wichtige Rolle behalten. Die neue Strategie ist auch eine Folge des Diesel-Skandals, der VW in eine schwere Krise stürzte.

Zuvor hatte Müller noch angekündigt, in den kommenden fünf Jahren die Entwicklung alternativer Antriebe wie Elektro- und Hybridmotoren mit 9 Milliarden Euro voranbringen zu wollen. Das ist früheren Angaben zufolge drei Mal so viel wie in den vergangenen fünf Jahren.

Um die geplante Menge an Elektroautos mit Akkus ausstatten zu können, benötigt der Konzern bis 2025 eine Batteriekapazität von mehr als 150 Gigawattstunden pro Jahr. Dafür habe Volkswagen eines der größten Beschaffungsvolumen in der Geschichte der Industrie ausgeschrieben: mehr als 50 Milliarden Euro.

"Die Transformation in unserer Industrie ist durch nichts aufzuhalten. Wir werden diese Transformation anführen", sagte Müller. Im Werk Salzgitter baut die Kernmarke VW eine erste Pilotfertigung für Batteriezellen auf. Darüber hinaus bereite sich Volkswagen auf die nächste Generation vor, nämlich die Feststoffbatterie.

"Für uns gehören Verkehrswende und Energiewende untrennbar zusammen", betonte Müller. Entscheidend werde sein, schnell eine flächendeckende Ladeinfrastruktur zu schaffen. "Nur dann wird das Vertrauen der Kunden wachsen. Und nur dann wird das Elektroauto aus der Nische fahren und in den kommenden Jahren relevante Marktanteile erreichen."

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Auch das autonome Fahren will VW voranbringen. Die Studie Sedric sei mehr als ein Showcar – und solle in Kürze im Testbetrieb Mitarbeiter im Stammwerk Wolfsburg fahrerlos transportieren. Gleichzeitig kündigte Volkswagen an, künftig jeden neuen Dieselmotor des Konzerns serienmäßig mit SCR-Katalysator – also einer Abgasreinigung per Harnstofflösung – auszustatten, neue Benziner erhielten Ruß-Partikelfilter. Auch das Angebot an Erdgasautos solle wachsen.

(dpa) / (kbe)

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