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Pakistan sperrt mehr als 12.000 Webseiten wegen Gotteslästerung

Pakistan sperrt mehr als 12.000 Webseiten wegen Gotteslästerung

Seit Beginn der der Kampagne gegen "gotteslästerliche Inhalte" wurden in Pakistan fast 13.000 Webseiten gesperrt, wurde nun bekannt.

Pakistans Telekommunikationsbehörde PTA hat während einer Kampagne gegen gotteslästerliche Inhalte in sozialen Medien seit April 12.968 Webseiten gesperrt. Das berichtet die Tageszeitung Express Tribune unter Berufung auf Teilnehmer einer Parlamentssitzung, bei der PTA-Mitarbeiter Bericht erstatteten. Welche Seiten betroffen waren, blieb zunächst unklar.

Mitte März hatte ein einflussreicher, konservativer Richter in Islamabad die Regierung aufgefordert, gegen anstößige Inhalte in sozialen Medien vorzugehen. Er drohte mit einem Urteil, das Facebook und andere Foren sperren würde. Ministerpräsident Nawaz Sharif hatte daraufhin das Innenministerium angewiesen, alle Seiten mit solchen Inhalten sperren und die Betreiber bestrafen zu lassen. In Pakistan kann Gotteslästerung mit dem Tod geahndet werden.

Am Anfang war YouTube

Begonnen hatte die Staatskampagne gegen Blasphemie in Medien schon 2012, nachdem auf dem Videokanal YouTube ein islamkritischer Film hochgeladen worden war. Blasphemie-Vorwürfe treffen aber oft auch gesellschafts- oder militärkritische, liberale Blogger.

Die vermeintliche Beleidigung des Islam oder des Propheten Mohammed kann in Pakistan extreme Reaktionen auslösen. Erst Mitte April hatte ein Mob in der Stadt Mardan deswegen einen Studenten getötet. Später stellte sich heraus, dass er zu Unrecht beschuldigt worden war. (dpa) / (anw)

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