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Martin Holland 63

Obama: NASA soll gemeinsam mit Konzernen Menschen zum Mars schicken

Barack Obama

Die USA nehmen den Mars ins Visier: Wenige Tage nachdem SpaceX-Gründer Elon Musk ambitionierte Pläne für einen Linienverkehr zum Roten Planeten vorgestellt hat, wirbt US-Präsident Obama nun für die NASA-Pläne einer bemannten Marsmission.

US-Präsident Obama hat sich zu dem Ziel seines Landes bekannt, gemeinsam mit privaten Konzernen in den 2030er-Jahren Menschen zum Mars zu schicken und wieder zurückholen zu wollen. Das erklärte er in einem Gastbeitrag bei CNN und erinnerte darin an die Inspiration, die das Weltraumprogramm in der Geschichte seines Landes seit mehr als einem halben Jahrhundert gewesen sei. Und sicher ermahnt er nicht nur seine Nachfolgerin beziehungsweise seinen Nachfolger, dass ihr Land nicht nur wissenschaftlich und technologisch davon profitieren werde, wenn es seine internationale Führung im Weltraum erhalte. Schon bei den Missionen zum Mond habe man eigentlich die Erde entdeckt.

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Als Vorbereitung für die bemannte Mars-Mission arbeitet die NASA bereits mit Konzernen an der Entwicklung von Habitaten, in denen Menschen die Reisen über den erdnahen Weltraum hinaus überleben können. Außerdem erinnert er daran, das schon in den nächsten zwei Jahren die ersten Raumflüge privater Konzerne zur Internationalen Raumstation ISS vorgesehen sind. Parallel dazu hat NASA-Chef Charles Bolden bekanntgegeben, dass seine Weltraumbehörde Unternehmen bald die Möglichkeit eröffnen will, eigene Module zur ISS hinzuzufügen. Das könnte eine private Übernahme der Raumstation vorbereiten.

Obamas Bekenntnis zur bemannten Mars-Mission der NASA erfolgt nur wenige Tage nach der Ankündigung des SpaceX-Chefs Elon Musk, bereits deutlich vor 2030 regelmäßige Flüge zum Mars anbieten zu wollen. Musk setzt dabei auf eine Partnerschaft mit der öffentlichen Hand, hat aber auch abgesehen von seinen zeitlichen Vorstellungen teilweise grundsätzlich andere Pläne als die NASA. So will SpaceX Freiwillige vorwiegend ohne Rückfahrkarte zum Roten Planeten schicken, die US-Weltraumagentur will aber jeden Raumfahrer auch zurückholen. Hinzu kommt das Problem der Strahlung, das Musk nach eigener Aussage für nicht so groß hält, während die NASA Vorschläge sucht, um deren Auswirkungen zu minimieren.

Obama jedenfalls erinnerte sich für sein Bekenntnis zur Mars-Mission nun daran, wie er einst auf den Schultern seines Großvaters gesessen und US-Astronauten auf Hawaii begrüßt habe. Irgendwann wolle er mit seinen eigenen Enkeln auf den Schultern in den Himmel gucken, dann aber nicht auf die Rückkehr der "unerschrockenen Entdecker" wartend, sondern wissend, das heutige Entscheidungen dafür gesorgt hätten, dass sie ins All geflogen seien, um dort zu bleiben. In Bezug auf das Fernziel stimmt der US-Präsident also durchaus mit Elon Musk überein.

Wie realistisch diese Pläne ist und vor allem auch, wie ernst Musks Ankündigung eines baldigen Linienverkehrs zum Mars zu nehmen ist, wird Thema der nächsten #heiseshow, die wie gewohnt am Donnerstag um 12 Uhr live auf heise online zum Mitdiskutieren einlädt. (mho)

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