Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.683.197 Produkten

Martin Fischer 123

Nvidias Tegra 3: Schneller, schöner, sparsamer

Auf dem Tegra-3-Die sind die insgesamt 5 CPU-Kerne klar erkennbar. (Bild: Nvidia)

Das bisher mit dem Codenamen "Kal-El" bezeichnete Einchipsystem (System-on-Chip/SoC) von Nvidia wird als Tegra 3 auf den Markt kommen. Das teilte der Chiphersteller am Dienstag im Rahmen einer Telefonkonferenz mit. Der Kombiprozessor besteht aus vier Cortex-A9-Kernen, einem Stromsparkern (Companion Core) für einfache Aufgaben sowie einer Grafikeinheit mit insgesamt 12 Shader-Rechenkernen.

Der Companion Core ist laut Nvidia für das Betriebssystem nicht sichtbar und kommt bei eher anspruchslosen Aufgaben wie der Wiedergabe von Liedern oder Videos und auch im Standby zum Einsatz. Er läuft dabei je nach Last zwischen 0 und 500 MHz. Dann schalten sich die vier leistungsfähigen Cortex-A9-Kerne ab. Letztere laufen unter Last mit einer Taktfrequenz von bis zu 1,3 GHz (2 oder 4 Kerne) beziehungsweise 1,4 GHz (1 aktiver Kern). Die Gesamt-Performance aller vier Prozessorkerne vergleicht Nvidia mit der Leistung eines Core 2 Duo T7200 und bezieht sich dabei auf den Benchmark Coremark, der vorwiegend die Integer-Leistung von Prozessoren weitgehend unabhängig von der Speicheranbindung bewertet.

Anzeige
Die Tegra-3-Nachfolger heißen Wayne, Logan und Stark. (Bild: Nvidia)

Bis zu dreimal schneller als beim Tegra 2 (Tegra 250) sei die Grafikeinheit namens ULP GeForce (Ultra Low Power GeForce), sagte Nvidias Marketing-Direktor Matt Wuebbling. Die Tegra-3-GPU weist nun 12 statt 8 programmierbare Shader-Rechenkerne auf und nutzt sonst die gleiche Architektur wie der Vorgänger. Die vier zusätzlichen Cores sind alle für Pixel-Shader-Berechnungen gedacht, sodass die Anzahl der Vertex-Shaderkerne wie beim Tegra 2 bei vier bleibt.

Durch die höhere Grafikleistung wird es bei einigen, speziell angepassten Spielen schönere Effekte auf Tegra-3-Tablets und Smartphones zu sehen geben, etwa bei "Shadowgun", "Sprinkle" oder "Riptide". Laut Nvidia sind derzeit über 15 Tegra-3-Spiele in Entwicklung. Der ULP GeForce unterstützt Auflösungen von bis zu 1920×1200 Bildpunkten, 3D-Stereoskopie und beschleunigt über seinen Treiber auch WebGL-Anwendungen. Für CUDA-Berechnungen ist er aufgrund seiner Architektur nicht geeignet. Nvidia demonstrierte bereits im Mai die Tegra-3-Grafikleistung anhand einer Techdemo.

Sprinkle zeigt auf Tegra-3-Systemen bessere Wassereffekte und Rauch. (Bild: Nvidia)

Wuebbling erklärte weiter, dass der Tegra 3 bis zu fünfmal schneller arbeiten soll als sein Vorgänger, aber weniger Strom verbrauche, was die Akkubetriebszeit von Mobilgeräten verlängere. Der unter dem Codenamen Wayne entwickelte Nachfolger des Tegra 3 soll sogar bis zu zehnmal schneller arbeiten als Tegra 2.

Nvidias Aussagen zur Tegra-3-Leistung sollte man allerdings mit Vorsicht genießen. Bereits zum Mobile World Congress 2011 im Februar in Barcelona hatte sich der Hersteller vor der Fachpresse blamiert: Nvidia hatte eine fünfmal so hohe Leistung im Vergleich zum Dual-Core-SoC Tegra 2 in Aussicht gestelltt, dabei aber die doppelte Rechenleistung des Vierkern-SoCs mit der behaupteten dreifachen Grafikleistung schlicht addiert.

Glowball zeigt auf dem Tegra-3-Tablet Asus Transformer Prime eine beeindruckende Grafikqualität. Das Level besteht aus zwei Millionen Dreiecken.

Das erste Tablet mit Tegra-3-Chip soll das Asus Eee Pad Transformer Prime sein, dessen für Dienstag geplante Markteinführung allerdings kurzfristig verschoben wurde. Ob andere Tegra-3-Geräte in diesem Jahr auf den Markt kommen werden, ließ Wuebbling offen; erste Smartphones werden im ersten Quartal des Jahres 2012 erwartet. (mfi)

123 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. GTC 2017: CUDA 9 mit vollem Volta-Support und Cooperative Groups

    GTC 2017: CUDA 9 mit vollem Volta-Support und Cooperative Groups

    Die kommende CUDA-Version 9 unterstützt die neue Volta-GPU, erlaubt die Programmierung der Tensor Cores und integriert das neue Programmiermodell Cooperative Groups.

  2. Nvidia Jetson TX2: Embedded-Modul mit Pascal-GPU

    Nvidia Jetson TX2

    Nvidia baut die Jetson-Familie von Rechenmodulen für leistungshungrige Anwendungen in autonomen Fahrzeugen, Drohnen und Kameras weiter aus.

  3. Monster-Grafikkarte Nvidia Titan V: 3100 Euro für 5120 Kerne und 12 GByte Speicher

    Monster-Grafikkarte Nvidia Titan V: 3100 Euro für 5120 Kerne und 12 GByte Speicher

    Mehr als 3000 Euro verlangt Nvidia für die neue High-End-Grafikkarte Titan V. Es ist die erste Consumer-Grafikkarte mit Volta-Grafikchip, der eine hohe Rechen- und Spieleleistung gleichermaßen bieten soll.

  4. HP Spectre x360 15: 15-Zoll-Convertible mit Intel-AMD-Kombiprozessor

    HP Spectre x360 15: 15-Zoll-Convertible mit Intel-AMD-Kombiprozessor

    Kurz nach Intels Präsentation der Core-i-8000G-Prozessoren mit Radeon-GPU stellt HP das erste damit bestückte Notebook vor.

  1. Aldi-Notebook Medion Erazer P7652 im Test

    Aldi-Notebook Medion Erazer P7652 im Test

    Medion kombiniert im Notebook für Aldi-Süd einen Vierkern-Prozessor der achten Core-i-Generation, Nvidias GTX 1050 und ein 17,3"-IPS-Display mit Full-HD-Auflösung. Was taugt das 1000-Euro-Gerät?

  2. Aldi-Notebook Akoya E6424 mit schnellster Intel-GPU

    Aldi-Notebook mit schnellster Intel-GPU Iris 550

    Das Aldi-Notebook Medion Akoya E6424 zählt zu den ersten Geräten mit Intels leistungsstärkerer integrierter Grafikeinheit Iris 550. Für 600 Euro bringt es ein IPS-Full-HD-Display sowie eine SSD plus Festplatte mit.

  3. Grafikkarte übertakten - so wird deine GPU schneller

    Wenn Spiele ruckeln, wird es Zeit für mehr Grafikleistung - und die bekommst du schon mit ein paar simplen Handgriffen.

  1. Adblocker: Gute Chancen für Adblock Plus vor dem OLG Hamburg

    Adblocker: Gute Chancen für Adblock Plus vor dem OLG Hamburg

    In einem weiteren Verfahren setzt sich der Anbieter Adblock Plus Eyeo voraussichtlich gegen Verlage durch. Die Richter sahen keinen Wettbewerbsverstoß durch den Werbeblocker.

  2. "Textbombe" chaiOS: Apple stellt Abhilfe in Aussicht

    iphone

    In der kommenden Woche will Apple per System-Update verhindern, dass sich iPhone, iPad und Mac allein durch den Empfang einer Nachricht zum Absturz bringen lassen. Ältere iOS-Versionen dürften verwundbar bleiben.

  3. Gemeinsame Codebasis: Office für Mac soll schneller zu Windows-Pendant aufschließen

    Office für Mac

    Microsoft liefert wichtige Funktionen wie die gemeinsame Bearbeitung von Dokumenten auf dem Mac nach. Eine zusammengeführte Codebasis soll sicherstellen, dass neue Office-Funktionen künftig umgehend auf andere Plattformen kommen.

  4. NSA-Befugnis zur Massenüberwachung: US-Senat segnet Verlängerung ab

    NSA-Befugnis zur Massenüberwachung: US-Senat segnet Verlängerung ab

    Dank vieler Stimmen aus dem Lager der Demokraten hat der Senat ein umstrittenes Überwachungsgesetz für weitere sechs Jahre verlängert. Lange war darüber diskutiert worden, ob US-Bürger besser geschützt werden müssen.

Anzeige