Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.683.110 Produkten

Martin Fischer 92

Nvidia GeForce GTX 670: Pixel-Geschoss für Spieler

Die GeForce GTX wird zusätzlich über zwei sechspolige Stromstecker versorgt. Ihre 3D-Performance reicht meist auch für die Auflösung 2560×1600 aus. (Bild: Nvidia)

Nvidia präsentiert mit der zu DirectX 11.1 kompatiblen GeForce GTX 670 die kleine Schwester seines im März vorgestellten und rund 10 Prozent schnelleren Single-GPU-Flaggschiffs GeForce GTX 680. Auch die GTX 670 setzt auf eine im 28-Nanometer-Verfahren gefertigte GK104-GPU, bei der allerdings nur sieben statt acht SMX-Rechenblöcke aktiv sind. Insgesamt enthält sie also 1344 Shader-Rechenkerne und 112 Textureinheiten, um die 3D-Engines moderner Spiele zu beschleunigen. Sie laufen mit 915 MHz und dürfen sich laut Spezifikation auf bis zu 980 MHz übertakten, sofern die von Nvidia vorgegebene Leistungsaufnahmegrenze nicht überschritten wird. Unsere Referenzkarte erreichte in manchen Spielen sogar bis zu 1045 MHz Turbo-Takt.

Die Platine der GTX 670 ist nur 17,5 cm lang, samt Kühlsystem sind es 24,2 cm. (Bild: Nvidia)

Anbindung und Taktfrequenz des 2 GByte fassenden GDDR5-Speichers belässt Nvidia auf GTX-680-Niveau. Er läuft mit 3004 MHz, kommuniziert über 256 Datenleitungen mit der GPU und erreicht somit eine Datentransferrate von 192 GByte/s. Das genügt für sämtliche modernen Spiele und Einschirmauflösungen. Und selbst im Multimonitorbetrieb, den die Karte in Spielen mit bis zu drei Full-HD-Displays gleichzeitig beherrscht, geht sie erst im Zusammenspiel mit Supersampling-Kantenglättung in die Knie.

In 3DMark 11 erreicht die GeForce GTX 670 knapp 8100 Punkte, eine GeForce GTX 680 noch fast 10 Prozent mehr. AMDs Radeon HD 7950 liegt abgeschlagen bei 6651 Punkten und selbst die HD 7970 kommt nicht an dieses Ergebnis heran (7639). In Spielen muss sich eine Radeon HD 7950 zwar ebenfalls geschlagen geben, liegt aber meist nicht so weit zurück, wie es der 3DMark vermuten ließe. Bei den Anno-Titeln 1404 und 2070, Dirt 3 sowie Metro 2033 ist die GTX 670 in Full HD rund 10 Prozent schneller als eine HD 7950. Bei noch höheren Auflösungen nähern sich beide Karten an. Bei den derzeitigen Top-Titeln Batman Arkham City und Battlefield 3 zeigt Nvidia, was in ihrem Treiberteam steckt – hier erreicht die GTX 670 zwischen 20 und 30 Prozent höhere Bildraten als die 7950. Dann muss sich meist sogar AMDs Topmodell Radeon HD 7970 geschlagen geben.

Anzeige
Displays steuert die Spieler-Karte über HDMI, DisplayPort und zwei Dual-Link-DVI-Anschlüsse an.

Die Leistungsaufnahme ist für die gebotene Performance dank der 28-Nanometer-Chips und der effizienten Kepler-Architektur vergleichsweise gering. Im Leerlauf schluckt die GeForce GTX 670 15 Watt und säuselt mit 0,3 Sone, bei Spielen verheizt sie durchschnittlich 141 Watt. Der Radiallüfter ist dann hörbar (1,5 Sone), stört aber nicht. Im Vergleich mit einer Referenz-HD-7950 ist sie in Spielen ähnlich laut.

Die GeForce GTX 670 bringt auch die moderne MSDEC-3-Videoeinheit sowie den Hardware-Video-Transcoder NVENC für das H.264-Format mit. Sie wird unter anderen von den Herstellern ASUS, EVGA, Gainward, Gigabyte, MSI und Zotac für rund 400 Euro erhältlich sein.

Grafikkarte GeForce GTX 670 vgl. GeForce GTX 680
GPU GK104 GK104
Fertigung 28 nm 28 nm
Transistoren 3,54 Mrd. 3,54 Mrd.
Shader-Rechenkerne 1344 1536
Rechengruppen 7 SMX 8 SMX
Textureinheiten 112 128
Texeldurchsatz 102,5 GTex/s 128,8 GTex/s
Rasterendstufen 32 32
GPU-/Turbo-Takt 915 / 980 MHz 1006 / 1058 MHz
Speicher 2 GByte GDDR5 2 GByte GDDR5
Speicher-Takt (R/W)
3004 MHz 3004 MHz
Speicher-Anbindung 256 Bit 256 Bit
Datentransferrate 192,2 GByte/s 192,2 GByte/s
L2-Cache 512 KByte 512 KByte
Stromanschlüsse 2 × 6-pin 2 × 6-pin
Formfaktor
Dual Slot Dual-Slot
Display-Anschlüsse 2 × DL-DVI, HDMI, DP 2 × DL-DVI, HDMI, DP
Mehrschirmbetrieb 3+1 3+1
Temperatur-Grenzwert 98 °C 98 °C
TDP 170 Watt 195 Watt
3DMark 11
P8097 P8772

(mfi)

92 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. GeForce GTX 1070 Ti: Gigabyte-Partnerkarte mit 8-Pin-Stromstecker abgelichtet

    GeForce GTX 1070 Ti: Gigabyte-Partnerkarte mit 8-Pin-Stromstecker

    Kurz vor der Vorstellung der GeForce GTX 1070 Ti tauchen Bilder der Herstellerkarte Gigabyte GeForce GTX 1070 Ti Gaming auf. Sie darf insgesamt 225 Watt verheizen.

  2. Marktstart der Nvidia GeForce GTX 1070 Ti: Genügend 3D-Performance für WQHD-Gaming

    Marktstart der Nvidia GeForce GTX 1070 Ti: Genügend 3D-Performance für WQHD-Gaming

    Ab dem heutigen Donnerstag ist der GeForce GTX 1070 Ti erhältlich. Die günstigsten Exemplare kosten 460 Euro. Die Karten bieten genügend 3D-Leistung zum Spielen bei 2560×1440 Bildpunkten.

  3. AMD enthüllt Radeon RX Vega 64: Top-Modell mit 4096 Kernen und 345 Watt gegen GeForce GTX 1080

    AMD Radeon RX Vega 64 für 500 US-Dollar: Mit 4096 Kernen manchmal schneller als GeForce GTX 1080

    Die ersten Vega-Gamingkarten von AMD heißen Radeon RX Vega 56 und RX 64. Sie sollen am 14. August ab 400 US-Dollar erhältlich sein. Das Flaggschiff konkurriert mit Nvidias GeForce GTX 1080.

  4. AMD Radeon RX Vega 64 und 56 angetestet: Rückstand verkürzt, heiß erkauft

    Radeon RX Vega 64 und 56 angetestet: AMD bringt hohe Rechenleistung nicht auf die Straße

    Die Radeon RX Vega 64 gelangt am heutigen Montag für 500 Euro in den Handel. Erste Testergebnisse zeigen: Trotz hoher Rechenleistung kann AMD nur zu Nvidia aufholen, aber nicht überholen. Der Preis: Eine hohe Leistungsaufnahme.

  1. Tom Clancy's The Divison im Technik-Check

    Tom Clancy's The Divison im Technik-Kurzcheck

    Der Taktik-Shooter "The Division" sieht durch die neue Snowdrop-Engine beeindruckend aus. Mit einer schnellen 4-GByte-Grafikkarte läuft das Spiel flüssig und zeigt das bisher schönste digitale Manhattan.

  2. Strategie-Hit XCOM 2: Port ist Mord

    XCOM 2: Port ist Mord

    In XCOM 2 muss der Spieler die Erde von der Alien-Tyrannei befreien. Das ist ein schwieriges Unterfangen: Einerseits ist das Spiel knüppelhart, andererseits läuft es nur unter Windows ordentlich. Mac- und Linux-Nutzer kämpfen teilweise mit einstelligen Bildraten.

  3. Aldi-Notebook Medion Erazer P7652 im Test

    Aldi-Notebook Medion Erazer P7652 im Test

    Medion kombiniert im Notebook für Aldi-Süd einen Vierkern-Prozessor der achten Core-i-Generation, Nvidias GTX 1050 und ein 17,3"-IPS-Display mit Full-HD-Auflösung. Was taugt das 1000-Euro-Gerät?

  1. Silicon Valley: Apples Shuttle-Busse angegriffen

    Neuer Apple Campus

    Der iPhone-Konzern betreibt wie andere IT-Konzerne auch ein eigenes Nahverkehrssystem, das Mitarbeiter von San Francisco in sein Hauptquartier bringt. Mehrere Fahrzeuge wurden nun attackiert – womöglich von Aktivisten.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.15

    Linux-Kernel 4.15

    Das noch diesen Monat erwartete Linux 4.15 schützt vor den Auswirkungen der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre. Ohne Performance-Verlust geht das aber auch bei Linux nicht. An weiteren Gegenmaßnahmen schrauben die Kernel-Entwickler bereits.

  3. Fastfood ist eine Infektion des Körpers

    Auf die "westliche Ernährung" mit zu viel Fett und Zucker reagiert das Immunsystem durch das Auslösen einer Entzündung, die nach einer Studie auch anhalten könnte, wenn man sich wieder gesund ernährt

  4. Verspätungen bei SpaceX und Boeing: NASA könnte Zugang zur ISS verlieren

    Verspätungen bei SpaceX und Boeing: US-Rechnungshof sorgt sich um Zugang zur ISS

    Ende des Jahres wollen SpaceX und Boeing die ersten bemannten Testflüge ihrer Raumkapseln unternehmen. Nur wenn bis dahin und danach alles klappt, könnte die NASA auch weiterhin Astronauten zur ISS schicken, warnen nun Experten.

Anzeige