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Nachfolger für Kepler: NASA-Weltraumteleskop TESS soll Exoplaneten finden Update

Nachfolger für Kepler: NASA-Weltraumteleskop TESS soll Exoplaneten finden

Künstlerische Darstellung von TESS

Bild: NASA

Kurz vor dem Ende von Kepler schickt die NASA mit dem Weltraumteleskop TESS einen Nachfolger ins All, der tausende weitere Exoplaneten entdecken soll. Erstmals soll SpaceX eine wissenschaftliche Sonde der US-Agentur befördern.

Wenige Monate gibt die NASA dem Weltraumteleskop Kepler noch, dann ist wohl der Tank leer und endgültig Schluss mit der überaus erfolgreichen Arbeit. Rund neun Jahre hat der nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Planetenjäger bereits im All verbracht und Hinweise auf tausende mögliche Exoplaneten außerhalb unseres Sonnensystems gefunden. Wissenschaftler weltweit sind von dem Instrument begeistert. Beeindruckt hat das Instrument noch einmal, nachdem es eigentlich nicht mehr einsatzbereit schien, dank erfinderischer Ingenieure aber aus der Ferne doch noch einmal fit für die Suche nach fernen Welten gemacht werden konnte.

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Damit die Suche nach Exoplaneten nun noch intensiviert werden kann, hat die NASA nun einen Nachfolger für Kepler in den Startlöchern: In der Nacht zum Dienstag (17. April 00.32 Uhr MESZ) soll das Weltraumteleskop TESS (Transiting Exoplanet Survey Satellite) vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral im US-Bundesstaat Florida an Bord einer Falcon-9-Rakete starten. Es ist das erste Mal, dass die US-Weltraumagentur die Dienste der Raumfahrtfirma SpaceX für eine wissenschaftliche Mission in Anspruch nimmt. Bislang hatte SpaceX in erster Linie Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS geschickt.

Die rund 200 Millionen Dollar teure Mission von TESS ist auf etwa zwei Jahre angelegt. Das Teleskop ist ungefähr so groß wie ein Kühlschrank und hat insgesamt vier Kameras. Anders als Kepler soll es damit nicht nur einen kleinen Teil des Himmels beobachten, sondern das gesamte Firmament abdecken. Dazu wird der Nachthimmel in insgesamt 26 Sektoren unterteilt, die nacheinander abgelichtet werden. Jeder Sektor soll im Verlauf der Mission insgesamt 27 Tage lang beobachtet werden. Zusätzlich können Wissenschaftler Beobachtungen beantragen.

Die Funktionsweise von TESS – Quelle: NASA

"In der Falcon 9 sieht es aus wie ein Spielzeug", sagt Missionschef George Ricker nun zu TESS. Nach dem Start soll es noch rund zwei Monate dauern, bis das Teleskop in der geplanten Umlaufbahn ist und mit dem Sammeln von Daten beginnen kann. Wie Kepler soll TESS dann das Sternenlicht genau beobachten. Periodisch wiederkehrende Helligkeitsschwankungen könnten auf davor vorüberziehende Exoplaneten hindeuten. TESS könnte sowohl kleine steinige Planeten als auch riesige Himmelskörper finden – und soll ein deutlich größeres Gebiet abdecken als Kepler.

"TESS wird uns viel Spaß bringen", sagt Ricker. "Es gibt 20 Millionen Sterne, die wir uns anschauen können." Während Kepler viele sehr weit entfernte Planeten entdeckt hat, werde TESS hoffentlich auch einige bei näheren Sternen finden, möglicherweise etwa 500 erdgroße innerhalb einer Entfernung von 300 Lichtjahren. "Ich freue mich darauf, endlich Daten zu sehen."

Die Planetenjagd hat sich inzwischen zur Aufgabe für eine ganze Flotte entwickelt. So sind die bereits vor Jahrzehnten gestarteten NASA-Teleskope Spitzer und Hubble noch im Weltall unterwegs, auch wenn ihre Daten nur eingeschränkt brauchbar sind. Die Europäische Raumfahrtagentur ESA will ihren Satelliten Cheops, der ebenfalls nach Exoplaneten suchen soll, noch in diesem Jahr auf den Weg zum Start bringen.

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Nur der Star der Flotte schwächelt: Den eigentlich schon für dieses Jahr geplanten Start des James-Webb-Teleskops hat die NASA gerade auf "frühestens Mai 2020" verschoben. Weitere Tests seien notwendig geworden. Das Weltraumteleskop, benannt nach dem zweiten NASA-Geschäftsführer, soll mit Hilfe eines 25 Quadratmeter großen Spiegels neue Bilder aus dem frühen Universums liefern.

[Update 17.04.2018 – 8:40 Uhr] Wegen zusätzlicher Tests der Navigationssysteme vor dem Start wurde der am Montag verschoben und soll nun frühestens am Mittwoch, dem 18. April stattfinden.

(mit Material der dpa) / (mho)

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