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NASA-Sonde New Horizons: Astronomen erhaschen kurzen Blick auf nächstes Ziel

NASA-Sonde New Horizons: Dutzende Astronomen erhaschen Blick auf nächstes Ziel

Am Sternenhimmel über Südafrika erhaschten die Forscher einen kurzen Blick auf New Horizons nächstes Ziel.

Bild: NASA/JHUAPL/SwRI/Henry Throop

New Horizons entfernt sich immer weiter vom Pluto und dringt in den Kuipergürtel ein, wo sie Anfang 2019 an einem bislang wenig erforschten Himmelskörper vorbeifliegen soll. Forscher nutzen nun seltene Konstellationen, um dieses Objekt schon zu vermessen.

Pluto-Mission New Horizons

Fast zehn Jahre lang flog die NASA-Sonde New Horizons zum Pluto. Als erste Sonde überhaupt passiert sie den Zwergplaneten, um ihn aus der Nähe zu erforschen.

Mit mindestens 54 Instrumenten haben Astronomen auf der Südhalbkugel einen zwei Sekunden langen Blick auf das nächste Forschungsziel der NASA-Sonde New Horizons geworfen. Wie die US-Weltraumagentur erläutert, hatten Forscher errechnet, dass das transneptunische Objekt 2014 MU69 in der Nacht vom 2. auf den 3. Juni ganze zwei Sekunden lang vor einem Stern entlang glitt. Zu sehen war das von Argentinien und Südafrika aus, wo auch Mitglieder des Teams hinter New Horizons die Chance nutzten, um Daten zu sammeln. Mitte Juli soll es noch einmal die Möglichkeit geben, das ferne Objekt zumindest indirekt von der Erde aus zu beobachten.

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New Horizons war am 14. Juli 2015 als erste Sonde am Zwergplaneten Pluto vorbeigerast und hatte bei dem ehemals neunten Planeten jede Menge Daten gesammelt. Die zeigten eine überraschend komplexe Welt. Weil die Sonde dort nicht abbremsen konnte, rast sie nun weiter in Richtung der Grenze unseres Sonnensystems. Dort liegt der sogenannte Kuipergürtel, der außerhalb der Bahn des Neptun Zehntausende Objekte enthält. Den soll New Horizons nun erforschen und am 1. Januar 2019 an einem dieser Objekte vorbeifliegen: 2014 MU69. Der Himmelskörper wurde erst 2014 entdeckt und 2015 als nächstes Forschungsziel für New Horizons festgelegt. Nun nutzen Wissenschaftler jede Gelegenheit, Daten über das Objekt zu sammeln. So wollen sie beispielsweise dessen genaue Größe herausfinden.

In diesen Gebieten werden die nächsten Sternverdunkelungen sichtbar sein. (Bild: Larry Wasserman/Lowell Observatory)

Dank dem Weltraumobservatorium Gaia der ESA und dem NASA-Weltraumteleskop Hubble konnten die Forscher den genauen Schatten feststellen, in dessen Bereich die Sternbedeckung durch 2014 MU69 auf der Erde zu sehen war. Ohne die Sternenkarte von Gaia hätten sie die Okkultation nicht vorhersagen können, erklärten die NASA-Forscher. Im Juli soll das auf einem Flugzeug installierte Teleskop SOFIA (Stratosphären-Observatorium für Infrarot-Astronomie) der NASA und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt die nächste Okkultation über dem Pazifik beobachten. Für die Sternenbedeckung am 17. Juli sollen wieder Teleskope nach Patagonien gebracht werden. Dann fliegt 2014 MU69 vor einem sehr hellen Stern entlang, weswegen sich die Astronomen besonders gute Messergebnisse erhoffen.

(mho)

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