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Martin Holland 128

NASA-Sonde Cassini soll zur Atmosphäre des Saturn abtauchen

NASA-Sonde Cassini soll zur Atmosphäre des Saturn abtauchen

Künstlerische Darstellung der Aussicht, die sich Cassini bieten dürfte.

Bild: NASA/JPL-Caltech

Das Ende von Cassini rückt näher, aber vorher soll die Sonde nun noch näher an den Saturn fliegen. Während ihrer letzten Orbits dürfte sie nun auf so viel atmosphärischen Widerstand stoßen, dass die Triebwerke zünden müssen. Die Forscher sind gespannt.

Zum Abschluss des großen Finales ihrer Mission am Saturn soll die NASA-Sonde Cassini noch einmal neues wagen und in den kommenden Tagen zur Atmosphäre des Gasriesen abtauchen. Am Montag dem 14. August soll sie sich dessen obersten Wolkenschichten auf bis 1630 Kilometer nähern und dabei durch die äußersten Schichten der Atmosphäre rasen. Die dürfte dort schon so dicht sein, dass automatisch die Triebwerke zur Stabilisierung aktiviert werden, erwartet die US-Weltraumagentur NASA. Dank der immer engeren Orbits der vergangenen Monate sei er zuversichtlich, die Verhältnisse dort verstanden zu haben, erklärt Projektmanager Earl Maize.

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Insgesamt geht das Team davon aus, dass die Triebwerke mit 10 bis 60 Prozent ihrer Kapazität arbeiten müssen, um die Sonde zu stabilisieren. Sollten die automatische Steuerung mehr verlangen, sei die Atmosphäre dichter als erwartet. Dann würden die nachfolgenden Orbits angepasst und könnten dann 200 Kilometer weiter entfernt am Saturn entlang führen. Wenn die Triebwerke aber nicht benötigt werden, weil die Atmosphäre dünner ist, könnten die letzten beiden Manöver noch einmal 200 Kilometer näher an den Saturn führen. Die Entfernungsangaben beziehen sich auch auf jenen Bereich der Atmosphäre, an dem der Druck 1 Bar beträgt. Cassini soll nun zur ersten Atmosphären-Sonde das Ringplaneten werden und damit helfen, künftige Missionen vorzubereiten.

NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute
Der Saturnmond Prometheus zwischen den Ringen (Bild: NASA/JPL-Caltech/Space Science Institute)

Die Mission der NASA-Sonde Cassini wird nur noch wenige Wochen dauern. Bis dahin fliegt sie mehrmals durch den Zwischenraum zwischen dem Saturn und seinen ikonischen Ringen. Diese Umlaufbahnen werden immer riskanter, um möglichst viele Daten aus vorher unerreichbaren Gegenden zu sammeln. Insgesamt waren 20 dieser Passagen geplant, die Cassini immer näher an den Planeten geführt haben. Am 11. September soll die Sonde dann noch einmal am Saturnmond Titan vorbeikommen und durch dessen Schwerkraft die Flugrichtung ändern. Dadurch wird sie in den Saturn geleitet, wo sie am 15. September zerstört werden wird. Damit soll eine mögliche Kontaminierung der Monde verhindert werden, auf denen lebensfreundliche Verhältnisse herrschen könnten.

(mho)

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