Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.682.381 Produkten

Axel Kannenberg 308

Mobilfunk: Weiterhin keine Beweise für Schädlichkeit

Für mögliche Gesundheitsschäden durch Mobilfunkstrahlung gibt es auch weiterhin keinen Beleg. Das geht aus einem Bericht der britischen Gesundheitsbehörde HPA (Health Protection Agency) hervor, der am Donnerstag bekannt gemacht wurde.

Anzeige

Wissenschaftler der Expertenkommission AGNIR (Advisory Group on Non-ionising Radiation) haben dafür zahlreiche Studien gesichtet. Ihr Ergebnis: Menschen, die einer Strahlung innerhalb der britischen Grenzwerte ausgesetzt waren, wiesen keine erkennbaren Symptome auf. Auch eine Wirkung der hochfrequenten elektromagnetischen Felder auf nach eigenen Angaben elektrosensible Menschen konnte nicht festgestellt werden. Ebenfalls wurden keine Hinweise darauf gefunden, dass Hirntumore und andere Krebserkrankungen gefördert und Fruchtbarkeit sowie Herzgesundheit geschädigt würden.

Lediglich bei deutlich über dem Grenzwert liegenden Strahlungsdosen trete Gewebe-Erwärmung auf, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen kann. Ferner wies der Kommissionsleiter Professor Anthony Swerdlow darauf hin, dass über die Langzeitwirkungen bislang zu wenig bekannt sei – insbesondere ab einer Nutzungszeit von etwa 15 Jahren. Deshalb seien auch weiterhin Studien nötig sowie ein kontinuierlicher Abgleich mit zum Beispiel den Krebsstatistiken.

Gleichzeitig halten es die Forscher für wichtig, die Effekte von Mobilfunkwellen auf die Hirnaktivität weiter zu erforschen, dies vor allem bei Kindern. In dem Kontext gab die HPA bekannt, bei ihrer Empfehlung zu bleiben: Kinder sollten Mobiltelefone nicht ausgiebig nutzen dürfen. Außerdem sollte bei Mobiltelefonen der SAR-Wert als Maß für die Einwirkung auf den Körper immer angegeben werden.

Ein Anfang letzten Jahres veröffentlichter Bericht des Bundesregierung kam zu ganz ähnlichen Ergebnissen. Dabei konnten weder über Langzeitwirkungen noch über eine spezifische Empfindlichkeit bei Kindern abschließende Aussagen getroffen werden. Allerdings zeigte eine Studie des Bundesamtes für Strahlenschutz, dass bisher zur Berechnung verwendete Körpermodelle von Kindern ungeeignet waren und es hier durchaus zu Überschreitungen empfohlener Werte kommen könne. (axk)

308 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Vernetzte Dinge und Städte: Umweltministerium sorgt sich um Mobilfunkstrahlung

    Vernetzte Dinge und Städte: Umweltministerium sorgt sich über Mobilfunkstrahlung

    Viele Digitalprojekte seien mit dem Einsatz elektromagnetischer Felder verbunden und führten so zu einer höheren Strahlenbelastung der Bevölkerung, warnt das Umweltministerium. Es will Forschung dazu fördern.

  2. Strahlung in Fukushima-Reaktor zerstört Roboter

    Eisbarriere um AKW Fukushima – Sicherheitsbedenken bleiben

    Nach nur zwei Stunden Betrieb wurde ein Roboter aus dem Fukushima-Reaktor abgezogen. Die Strahlung hatte ihn stark beschädigt.

  3. Ethik bei autonomen Autos und das Trolley-Problem: Was tut der Weichensteller?

    Ethik bei autonomen Autos: Was tut der Weichensteller?

    Die Debatte um selbstfahrende Autos machte ein philosophisches Gedankenexperiment populär, das Weichensteller- oder Trolley-Problem. Es behandelt die Wahl zwischen zwei moralisch bedenklichen Aktionen. Wir haben uns die Geschichte des Dilemmas angeschaut.

  4. Europa-Parlament entzieht Monsanto den Lobby-Zugang

    Europa-Parlament entzieht Monsanto den Lobby-Zugang

    Nachdem der US-Saatkonzern Monsanto sich weigerte, an einer Anhörung teilzunehmen, entzieht das Europäische Parlament ihm den Lobbyzugang.

  1. "Schicke lieber eine SMS, als mit dem Handy zu telefonieren"

    Kalifornische Gesundheitsbehörde gibt erstmals ausführliche Empfehlungen zur Reduzierung der von Smartphone und Tablets ausgehenden elektromagnetischen Strahlung

  2. Setzt Saudi Arabien im Jemen Uran-Munition ein?

    Fälle von Missbildungen bei Neugeborenen häufen sich - vor allem in den Haupt-Kriegsgebieten

  3. "Radioaktive Strahlung in Fukushima-Reaktor könnte einen Menschen in einer Minute töten"

    Die Folgen des Unglücks sind schlimmer, als bislang angenommen, auch die weitere Erkundung des Sicherheitsbehälters mit Robotern stößt auf Probleme

  1. Fastfood ist eine Infektion des Körpers

    Auf die "westliche Ernährung" mit zu viel Fett und Zucker reagiert das Immunsystem durch das Auslösen einer Entzündung, die nach einer Studie auch anhalten könnte, wenn man sich wieder gesund ernährt

  2. Honda CB 1000 R

    CB 1000 R

    Honda hatte ein Jahr lang das Naked Bike CB 1000 R aus dem Programm genommen, was bei den Fans für Unruhe sorgte. Die Nachfolgerin versöhnt beim ersten Anblick, das Design ist eine interessante Mischung aus modernen Formen und klassischen Elementen. Dazu bekam der Vierzylinder 20 PS mehr

  3. Österreich: Mit permanenten Tabubrüchen wird eine neue Normalität geschaffen

    Österreichs Rechtsregierung bekennt sich immer offener zu ihrer lang verleugneten Zuneigung zum Nationalsozialismus. Ein Kommentar

  4. Strengere Regeln für YouTube-Kanäle, die Geld verdienen wollen

    Strengere Regeln für YouTube-Kanäle, die Geld verdienen wollen

    YouTube wird strenger bei der Ausschüttung von Werbegeldern: Wer mit einem Kanal weiterhin Geld verdienen will, muss mindestens 1000 Abonnenten und 4000 Stunden "Sehdauer" vorweisen. Kleine Kanäle gehen künftig leer aus.

Anzeige