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Jan-Keno Janssen 116

Microsofts Überall-Touchscreen

Die echte Welt als Touchscreen nutzen – das ist das Ziel des OmniTouch-Projekts von Microsoft Research und der Carnegie Mellon University. Der OmniTouch-Prototyp, den die Forscher auf der UIST-Konferenz im kalifornischen Santa Barbara zeigen, besteht aus einer Tiefensensor-Kamera und einem Mini-Laserprojektor. Der Benutzer trägt die Beamer-Kamera-Kombination auf der Schulter und kann damit nicht nur auf beliebige Flächen projizieren, sondern mit diesen auch per Finger interagieren. Das von drei Laserdioden erzeugte Licht wird direkt von einem oszillierenden Spiegel auf die Projektionsfläche gelenkt. Scharfstellen muss man das projizierte Bild nicht – auch nicht auf gekrümmten Oberflächen, da die Laserprojektion immer scharf ist.

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Die Kamera stammt – genau wie Microsofts populäre Kinect – von PrimeSense. Doch während die Kinect den ganzen Körper erfasst, beschränkt sich die OmniTouch-Kamera auf Hände und vor allem Finger. Besonders schwierig sei die Erfassung von "Klicks" gewesen, berichten die Wissenschaftler. Letztendlich kommt nun eine Tiefenkarte zum Einsatz, um den Abstand des Fingers von der Oberfläche zu erfassen. Noch sind die Forscher unzufrieden mit der Größe des OmniTouch-Prototyps. Künftige Geräte sollen nur streichholzschachtelgroß sein, sodass man sie beispielsweise wie einen Schmuckanhänger um den Hals tragen kann.

Mit PocketTouch stellt Microsoft Research noch ein weiteres Touchscreen-Projekt auf der UIST-Konferenz vor. Die Idee: Der Benutzer soll sein Smartphone blind bedienen können – obwohl es in der Hosentasche steckt. Möglich macht es ein kapazitiver Sensor auf der Rückseite des Telefons, der sich durch Textilien hindurch nutzen lässt. Durch Multitouch-Gesten soll der Benutzer sogar Text eingeben können, ohne das Telefon vorher aus der Tasche zu ziehen. (jkj)

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