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Martin Fischer 357

Meltdown und Spectre: Spontane Neustarts nach Updates von Intels Haswell- und Broadwell-CPUs

Meltdown und Spectre: Spontane Neustarts nach Updates von Intels Haswell- und Broadwell-CPUs

Manche Nutzer von Haswell- und Broadwell-Prozessoren kämpfen laut Intel mit spontanen System-Neustarts. Intel sucht derzeit noch die Ursache.

Intel zufolge soll es nach dem Einspielen von Firmware-Updates gegen die Meltdown/Spectre-Sicherheitslücken auf einigen Systemen zu spontanen Systemneustarts kommen. Dies gab Navin Shenoy (Executive Vice President und General Manager des Data-Center-Bereichs) in einer neuen Sicherheitsmitteilung auf der Intel-Website bekannt. Die Probleme treten dabei mit Prozessoren der Serien Haswell und Broadwell auf – und zwar sowohl bei Consumer- als auch Profi-Varianten. Intel befinde sich laut Shenoy in Kontakt mit betroffenen Kunden und Serverbetreibern, um die Ursachen der auftretenden Neustarts zu verstehen. Falls ein weiteres Firmware-Update von Intel nötig sei, werde Intel das über die "normalen Kanäle" verteilen.

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CPU-Sicherheitslücken Meltdown und Spectre

Die in Prozessoren entdeckten Sicherheitslücken Meltdown und Spectre treffen die Prozessorhersteller ins Mark - vor allem Intel. Aus den Lücken ergeben sich mehr als ein Dutzend Angriffsmöglichkeiten - ein Security-Supergau.

Intel-Chef Brian Krzanich hatte sich außerdem kürzlich in einem offenen Brief an seine Kunden gewandt. Dabei unterstrich er die Absicht, bis zum 15. Januar Updates für mindestens 90 Prozent der innerhalb der vergangenen fünf Jahre veröffentlichten Hauptprozessoren bereitzustellen und die restlichen zehn Prozent bis Ende Januar 2018 zu versorgen. Danach werde man sich älteren Prozessoren widmen. Weitere Informationen dazu teilte Intel allerdings nicht mit.

Außerdem beabsichtige Intel, die Öffentlichkeit in regelmäßigen Abständen über neue Patches, Benchmark-Ergebnisse und weitere relevante Details zu informieren. Dies soll über eine speziell eingerichtete Website geschehen (Security Exploits and Intel Products). Intel lerne auch beim Ausrollen der Software- und Firmware-Patches stetig dazu und wisse, dass diese in Abhängigkeit des jeweiligen Nutzungsszenarios unterschiedliche Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit eines PC-Systems haben. Intel hatte kürzlich berichtet, dass sich die Performance nach dem Einspielen der Patches in bestimmten Programmen um bis zu 10 Prozent verringern könne; SSD-I/O-Operationen müssen teilweise mit noch größeren Leistungseinbußen kämpfen. Der Intel-Chef unterstreicht, dass die Priorität bei der Sicherheit der Kunden liege.

Intel ist das Problem der Sicherheitslücken Meltdown und Spectre seit Juni 2017 bekannt. Intel-Chef Brian Krzanich verkaufte im November 2017 – also bevor die Sicherheitslücken öffentlich bekannt wurden – hunderttausende Intel-Aktien und verblieb nur noch mit seinem Pflichtanteil

Die Lücken ermöglichen es Angreifern, geheime Daten wie Zugangskennungen und Passwörter aus beliebigen Speicherbereichen auszulesen. Links zu aktuellen Informationen und Sicherheitshinweisen von Hardware- und Software-Anbietern zum Thema Meltdown und Spectre finden sie in einer von heise online ständig aktualisierten Übersicht. Antworten auf die häufigsten Fragen finden Sie in der zugehörigen FAQ, eine Erklärung der Funktionsweise von Meltdown und Spectre in einer umfassenden Analyse.

(mfi)

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