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Mirko Dölle 464

Meinungsfreiheit: Raspi als anonymer Webserver

Meinungsfreiheit: Raspi als anonymer Webserver

Das Internet ist grenzenlos, die vom Grundgesetz garantierte Meinungsfreiheit hingegen gilt nur in Deutschland. Kritiker müssen mit Repressalien rechnen – selbst innerhalb Europas. Mit einem Raspi Zero W können Sie Inhalte anonym veröffentlichen.

Die Festnahme von Doğan Akhanlı hat gezeigt, dass man selbst als deutscher Staatsbürger im innereuropäischen Raum nicht vor Repressalien autokratischer Regimes sicher ist: Der deutsche Schriftsteller war während seines Urlaubs auf Mallorca aufgrund eines internationalen Haftbefehls aus der Türkei festgenommen und ihm die Ausreise untersagt worden.

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Das Internet ist eben grenzenlos, ein in Deutschland veröffentlichter kritischer Kommentar aber womöglich nur von der im Grundgesetz garantierten Meinungsfreiheit gedeckt. Kritiker und Dissidenten müssen also vorsichtig sein mit dem, was sie unter ihrem Namen veröffentlichen – mitunter reicht der Arm der Autokraten bedenklich weit.

Schutz bietet das Tor-Netz, in dem Informationen vollkommen anonym veröffentlicht und abgerufen werden können. Dank der Tor Gateways ist dazu nicht einmal spezielle Software nötig: Jedermann kann eine sogenannte Darknet-Website mit einem beliebigen Browser ansurfen. Als Server genügt schon ein Raspberry Pi Zero W für rund 11 Euro und ein fette Batterie. Die Schritt-für-Schritt-Einrichtung eines solchen Tor-Servers beschreibt c't in Ausgabe 22/2017.

Um eine Rückverfolgung durch das Tor-Netz gänzlich auszuschließen, muss jedoch der Entry Guard klug gewählt oder der batteriebetriebene Raspi an einem öffentlichen WLAN ausgelegt werden.

Alternativ können Sie den Raspi auch als eine Art digitales Flugblatt konfigurieren, das ein eigenes offenes WLAN anbietet und als sogenanntes Captive Portal sämtliche Besucher automatisch die hinterlegten Informationen anzeigt. So lassen sich kritische informationen selbst dann noch verbreiten, wenn ein Regime den Zugang zum Internet und zum Tor-Netz blockiert.

Lesen Sie mehr über Tor als Werkzeug zur freien Meinungsäußerung bei c't:

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(mid)

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