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Martin Fischer 155

Mega-Projekt Star Citizen: Wechsel auf Vulkan könnte zu weiteren Verschiebungen führen

Mega-Projekt Star Citizen: Wechsel auf Vulkan könnte zu weiteren Verschiebungen führen

Überraschend erklärt ein führender Entwickler der Weltraumsimulation Star Citizen, dass sein Team künftig die 3D-API Vulkan unterstützen wolle und DirectX womöglich komplett fallen lasse.

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Die Weltraum-Simulation Star Citizen, die derzeit entwickelt wird, soll künftig die plattformunabhängige 3D-Schnittstelle Vulkan-Schnittstelle nutzen. Diese Absicht teilte der Director of Graphics Engineering, Alistair Brown, in einem Beitrag im dem Spiel zugehörigen Forum mit. Brown unterstreicht den Vorteil von Vulkan, auf Windows und Linux gleichsam zu funktionieren – der Microsoft-Schnittstelle DirectX 12 beziehungsweise Direct3D 12 erteilte der Entwickler eine Absage. Selbst die künftige Unterstützung für DirectX 11 stellte Brown in Frage – eventuell werde man diese Schnittstelle ebenfalls fallen lassen.

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Brown unterstrich, dass sich Vulkan und Direct3D 12 sehr ähneln; Vulkan aber den Vorteile habe, dass Nutzer nicht gezwungenermaßen auf Windows 10 aufrüsten müssen. DirectX12 werde sein Projekt nur in Erwägung ziehen, wenn es einen substanziellen Vorteil gegenüber Vulkan erfahren würde.

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Für das unfertige Spiel lassen sich bereits Schiffe kaufen. Die Constellation Aquila für 327,25 US-Dollar. (Bild: RSI)

Unklar ist, ob sich die Veröffentlichung des Mega-Projekts Star Citizen durch die API-Umstellung auf Vulkan weiter verzögert. Bisher hat das via Crowdfunding finanzierte Spiel fast 150 Millionen US-Dollar eingesammelt. Ober-Strippenzieher Chris Roberts schürt derweil weiterhin hohe Erwartungen – Star Citizen soll nichts Geringeres als die bisher komplexeste Weltraumsimulation werden, dabei die Erkundung von Planeten zulassen und ausgefeilte Wirtschaftskreisläufe bieten. Um die Finanzierung zu sichern, verkauft Roberts' Firma daher auch digitale Schiffsmodelle, etwa die Constellation Aquila für 327,25 US-Dollar.

Hinter vorgehaltener Hand befürchteten einige Insider der Spiele-Industrie gegenüber heise online, dass ein mögliches Scheitern von Star Citizen einer Kernschmelze für das Crowdfunding-Modell gleichkäme.

Star Citizen wird seit 2012 von Cloud Imperium Games und zahlreichen Tochterunternehmen entwickelt. Roberts ist unter anderem als Produzent der Spiele-Serie Wing Commander bekannt. Die eigenständige "Solo-Kampagne" Squadron 42 wurde im Oktober 2016 verschoben, soll aber noch 2017 erscheinen.

Die Version 1.0 von Vulkan wurde im Februar 2016 vom Industriekonsortium Khronos vorgestellt – und zwar als plattformübergreifende Alternative zu OpenGL, mit der Entwickler wesentlich hardwarenäher programmieren können. Bisher sind nur wenige Spiele erschienen, die die Vulkan-Schnittstelle unterstützen, etwa The Talos Principle, Dota 2 und die Neuauflage des 3D-Actionspiels Doom. Letzteres zeigte unter Vulkan eine deutlich höhere Performance als unter OpenGL und ist für die Schnittstelle eine Art Aushängeschild.

(mfi)

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