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Peter Siering 198

Linux-Container bald nativ unter Windows

Linux-Container nativ unter Windows

Bild: pixabay.com

Container haben einen festen Platz in der IT, wenn es darum geht, Anwendungen zu separieren sowie Server-Konfigurationen einfach zu vervielfachen und auszuspielen. Trotz gemeinsamer Docker-Engine trennen Windows- und Linux-Container Welten – noch.

Im Rahmen der Docker-Konferenz DockerCon hat Microsoft angekündigt, die bisher getrennten Windows- und Linux-Container-Welten mehr miteinander zu verheiraten. Die aktuelle Implementierung von Containern im Windows Server 2016 kennt zwei Betriebsmodelle: Per Docker erzeugte und verwaltete Container können im Wirtssystem laufen oder per Option in einer separaten Hyper-V-VM (Hyper-V-Container genannt).

Bei der Software, die innerhalb dieser Container ausgeführt wird, handelt es sich derzeit stets um Windows. Wer Linux-Docker-Container unter Windows an den Start bringen will, muss derzeit dafür eine Linux-VM mit geeigneter Umgebung einrichten, etwa eine Debian-VM auf einem Hyper-V-Host. In ein paar Monaten soll es dann auch möglich sein, Hyper-V-Container unter Windows zu starten und darin Linux-Docker-Container zu nutzen.

Technisch stellt das kein Hexenwerk dar. Die im Rahmen der Ankündigung durch Microsoft genannten Partner Canonical, Intel, Red Hat und Suse sollen sicherstellen, dass Kunden eine Auswahl an Linux-Distributionen als Basis vorfinden. Den zur Integration in Microsofts Hyper-V-Container nötigen Code will Microsoft öffentlich zugänglich machen. Mit der Mitarbeit an LinuxKit – einem minimalen Linux-System zum Betrieb von Docker-Containern – ist dafür bereits ein Grundstein gelegt. Wann Windows Server Linux-Docker-Container direkt verarbeiten werden, verriet Microsoft noch nicht. (ps)

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