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Thorsten Leemhuis 128

Linux 4.13: Ext4-Verbesserungen und Kategorisierung von Daten

Linux-Kernel 4.11: Längere Akkulaufzeit durch NVMe-Stromspartechnik

Der Anfang September erwartete Linux-Kernel 4.13 erweitert das Ext4-Dateisystem und macht es schneller. Außerdem kann Linux kurz- und langlebige Daten jetzt unterschiedlich handhaben und besser mit neuen Spielarten von SMR-Festplatten umgehen.

Linux 4.13 bringt eine Erweiterung, durch die Verzeichnisse auf Ext4-Dateisystemen in Zukunft bis zu 2 Milliarden Dateien aufnehmen können. Außerdem kann es erweiterte Attribute anders ablegen, um Speicherplatz zu sparen und die Performance zu verbessern. Neu sind auch die "Lifetime Hints", durch die der Kernel kurz- und langlebige Daten an unterschiedlichen Plätzen speichern kann, um Performance und Lebensdauer von NVMe-SSDs zu steigern. Ein neues Device-Mapper-Target verbessert die Unterstützung einiger für Rechenzentren gedachter Festplatten mit SMR (Shingled Magnetic Recording). Durch eine ganze Reihe von Verbesserungen sollen Kernel und Programme nun Fehler besser handhaben können, die bei I/O-Operationen auftreten.

Hintergründe zu diesen und weiteren Neuerungen rund um die Datenspeicherung liefert das bei c't online publizierte Kernel-Log zur nächsten Linux-Version:

Dieses Kernel-Log konzentriert sich vorerst auf die Verbesserungen bei Storage-Support und Dateisystemen. Wie gewohnt wird der Text in den kommenden Wochen schrittweise erweitert, um auch die Neuerungen anderer Bereiche des Linux-Kernels näher zu erläutern.

TLS im Kernel

Zu denen zählt etwa TLS-Support im Netzwerkstack. Durch ihn kann sich der Kernel um das Ver- und Entschlüsseln der Daten kümmern, wenn diese beim Austausch mit einem anderen Rechner per TLS (Transport Layer Security) vor neugierigen Blicken geschützt werden. Der Kernel erledigt aber lediglich den symmetrischen Teil; das komplexere Aushandeln der Verschlüsselungsparameter überlässt er den Programmen, die die Verbindung aufbauen.

Grafiktreiber für neue AMD-Prozessoren

Neu dabei ist auch Support für den Grafikkern der Ryzen-APUs mit Codenamen "Raven Ridge", die AMD im zweiten Halbjahr einführen will. Genau wie bei der in Linux 4.12 eingeflossenen Unterstützung für Vega-GPUs wird mit dem Treiber vorerst keine Bildschirmansteuerung gelingen – Letztlich ist das Ganze daher vorerst zu kaum etwas zu gebrauchen.

Linux 4.13 dürfte Anfang September erscheinen

Diese und andere Neuerungen von Linux 4.13 sind bereits jetzt absehbar, denn Linus Torvalds hat die erste Vorabversion dieser Kernel-Version freigegeben. Wie üblich hat er damit die Aufnahme aller größeren Änderungen abgeschlossen. Die Kernel-Entwickler konzentrieren sich nun darauf, diese Version zu stabilisieren. Sie dürfte am 4. oder 11. September erscheinen, wenn Torvalds & Co. im gewohnten Tempo arbeiten. Bis dahin wird das oben verlinkte Kernel-Log seine Berichterstattung zu den Neuerungen von Linux 4.13 komplettieren. (thl)

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Themen:

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  1. Ausblick auf Linux 4.13: Amdgpu-Erweiterungen, Thunderbolt-Sicherheit & TLS im Kernel

    Linux-Kernel 4.11: Längere Akkulaufzeit durch NVMe-Stromspartechnik

    Die nächste Linux-Version soll Support für den Grafikkern neuer Ryzen-Prozessoren bekommen. Außerdem soll sich der Kernel in Zukunft selbst um die Verschlüsselung von per TLS gesicherten Netzwerkübertragungen kümmern können.

  2. Linux 4.13: Kernel erledigt TLS-Verschlüsselung selbst

    Linux-Kernel 4.11: Längere Akkulaufzeit durch NVMe-Stromspartechnik

    Der Anfang September erwartete Linux-Kernel 4.13 kann die Verschlüsselung übernehmen, die etwa beim Abruf von mit HTTPS geschützten Webseiten zum Einsatz kommt. Ferner gab es einige Optimierungen am TCP-Code und verbesserte Netzwerktreiber.

  3. Linux-Kernel 4.11 soll AMDs GPU-Virtualisierungstechnik unterstützen

    Linux 4.9 freigegeben: Zackigeres Internet und erweitertes XFS

    Das für Ende April erwartete Linux 4.11 soll Teile von Radeon-GPUs an virtuelle Maschinen überstellen können, damit sich die Grafikbeschleunigung performant nutzen lässt. Auch sind Verbesserungen für selbstverschlüsselnde Festplatten und Raspis geplant.

  4. Ausblick auf Linux 4.12: Live-Patching-Optimierungen und Support für neue Radeon-GPUs

    Linux 4.9 freigegeben: Zackigeres Internet und erweitertes XFS

    Der Anfang Juli erwartete Linux-Kernel 4.12 soll die nächste Grafikprozessor-Generation von AMD unterstützen – allerdings nicht komplett. Ein neues RAID-5-Feature verspricht Daten vor Verfälschungen zu schützen, die bei Abstürzen entstehen können.

  1. Die Neuerungen von Linux 4.9

    Linux-Kernel 4.9

    Das XFS-Dateisystem kann jetzt doppelt gespeicherte Daten zusammenführen und große Dateien in Sekundenbruchteilen kopieren. Linux 4.9 verbessert zudem die Sicherheit. Neue Möglichkeiten zur Performance-Analyse erleichtern System- und Programmoptimierung.

  2. Die Neuerungen von Linux 4.10

    Linux-Kernel 4.10

    Linux 4.10 bringt eine weitere Möglichkeit, um in virtuellen Maschinen den Grafikprozessor des Hosts zu verwenden. Ein RAID-Cache kann die Performance von Festplatten-Arrays steigern. Firefox soll nicht mehr so leicht ruckeln, wenn der Kernel große Datenmengen schreibt. Außerdem unterstützt Linux einen Schlafzustand moderner Notebooks jetzt besser.

  3. Die Neuerungen von Linux 4.13

    Linux-Kernel 4.13

    Der neue Kernel kann die Schwerarbeit bei der HTTPS-Verschlüsselung übernehmen. Statt einer "inakkuraten" Taktfrequenzangabe findet sich in /proc/cpuinfo jetzt nur noch der Basistakt des Prozessors. Außerdem sind jetzt Treiber für neue Grafikkerne von AMD und Intel dabei.

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