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Martin Holland 105

Letzte neue Bilder vom Kometen: ESA-Sonde Rosetta landet auf 67P Update

Komet

Der Komet aus 16 Kilometern Entfernung, aufgenommen mit der OSIRIS-Kamera

Bild: ESA/Rosetta/MPS for OSIRIS Team MPS/UPD/LAM/IAA/SSO/INTA/UPM/DASP/IDA

Die ESA-Sonde Rosetta hat ihren Landeanflug auf den Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko begonnen. Dort soll sie gegen Freitagmittag aufsetzen, bis dahin noch jede Menge Daten sammeln und Fotos machen. heise online berichtet live.

Fuchskind
Heiß erwartet.. (Bild:  Fuchskind )

Wie angekündigt hat die ESA-Sonde Rosetta in der Nacht zum Freitag ihr letztes Manöver ausgeführt und nähert sich nun mit Schrittgeschwindigkeit ihrem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerassimenko. Dort soll sie genau um 12.38 Uhr MESZ aufsetzen, ihre letzten Signale werden das Team auf der Erde wegen der langen Signallaufzeit also um 13.18 Uhr erreichen. Bis dahin soll sie noch so viele Daten wie möglich sammeln und auch Fotos aus bislang unerreichter Nähe machen. Die Navigationskameras haben ihre Arbeit bereits eingestellt und letzte Fotos zur Erde übertragen.

heise online wird ausführlich vom Landeanflug berichten und diese Meldung kontinuierlich aktualisieren.

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[Update 30.09.2016 – 11:20 Uhr: Trotz ihrer geringen Geschwindigkeit beim Landeanflug, wird Rosetta nicht sanft auf der Oberfläche des Kometen aufsetzen. Da die Kometenlandung gar nicht vorgesehen war, hat sie keine Harpunen oder andere Instrumente, um sich an der Oberfläche festzuhalten. Außerdem ist diese – wie wir seit den Hüpfern von Philae wissen – deutlich härter, als zuvor angenommen. Rosetta wird also von der Oberfläche abprallen und mehrmals hüpfen, bevor sie schließlich und endgültig von der Gravitation des Himmelskörpers festgehalten wird.]

[Update 30.09.2016 – 11:45 Uhr: Kontinuierlich veröffentlicht die ESA derzeit die Fotos, die Rosetta während ihres Landeanflugs macht und deren Übertragung zur Erde allein durch die große Entfernung 40 Minuten dauert. Die landen jeweils direkt in unserer Bilderstrecke.]

[Update 30.09.2016 – 12:25 Uhr: Laut der ESA ist Rosetta nun nur noch einen Kilometer von der Oberfläche entfernt. Die letzten Kommandos seien bereits zur Sonde übertragen worden und bislang laufe alles genau nach Plan.]

[Update 30.09.2016 – 12:39 Uhr: Auf ihrem Kometen ist Rosetta nun gelandet. Aufgrund der langen Signallaufzeit von 40 Minuten werden aber noch eine Weile Daten zur Erde gelangen. Die letzten Daten vor der Landung werden dann um 13:19 Uhr ankommen.]

[Update 30.09.2016 – 13:15 Uhr: Im Kontrollzentrum der ESA werden nun gespannt die letzten Daten und die Bestätigung der Landung erwartet.]

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[Update 30.09.2016 – 13:23 Uhr: Die ESA hat das Signal von Rosetta verloren und damit endet die historische Kometenmission der Europäischen Weltraumagentur. Die Bilder, die sie bis dahin gesendet hat, werden derzeit noch bearbeitet.]

ESA-Mission Rosetta

Rosetta war zehn Jahre zu dem Kometen 67P/Tschurjumow-Gerasimenko unterwegs. Die ESA-Sonde und der Lander Philae sollen den Himmelskörper aus dem Orbit und auf der Oberfläche erforschen.

Die Wissenschaftler müssen während des Landeanflugs sehr ökonomisch mit der zur Verfügung stehenden Bandbreite umgehen, da die Sonde parallel zur Landung alle Systeme ausschalten wird, um ITU-Vorgaben einzuhalten. Was bis dahin nicht gesendet wurde, ist verloren. Deswegen werden die letzten Bilder der höher auflösenden OSIRIS-Kamera nicht nur deutlich stärker komprimiert als bisher, sondern auch in nur halb so großer Auflösung zur Erde geschickt, als das bislang der Fall war. Das letzte damit gemachte Bild soll 10 Minuten vor der Landung auf der Erde eintreffen. Während des Landeanflugs sollen insgesamt noch einmal rund 195 MByte an Daten empfangen werden, der Großteil (rund 147 MByte) davon OSIRIS-Bilder.

Rosettas Mission wird mit der ursprünglich nicht geplanten Landung beendet, weil sie mit ihrem Kometen inzwischen zu weit von der Sonne entfernt ist, hatte der Flugdirektor Andrea Accomazzo am Donnerstag in der #heiseshow erklärt. Zwar bestehe die Chance, sie in einen Ruhezustand zu versetzen und bei der erneuten Annäherung an die Sonne wieder aufzuwecken. Die führe aber nicht mehr so nah zur Sonne, weswegen die Solarenergie nicht für eine vollständige Funktionsfähigkeit ausreichen würde. Außerdem könne man gar nicht sicher sagen, wie gut die Sonde dann noch funktioniere. Von der Landung wiederum erhoffe man sich noch einmal einzigartige Daten und Bilder.

Andrea Accomazzo in der #heiseshow

Die ESA-Sonde war 2004 losgeschickt worden und mehr als zehn Jahre unterwegs, bis sie ihren Kometen schließlich erreichte. Auf dem landete das von ihr mitgebrachte Mini-Labor Philae und sendete einige Tage lang jede Menge Daten. Weil er aber im Schatten stand, gingen seine Energiereserven schließlich zur Neige und er meldete sich nur noch einmal wieder. Erst vor wenigen Wochen wurde seine genaue Position auf Rosetta-Bildern entdeckt. Auf und an dem Kometen wollten die Wissenschaftler Informationen über die Anfänge des Sonnensystems sammeln. Die gesammelten Daten auszuwerten wird noch einige Jahre dauern. (mho)

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