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Tobias Tappel 207

Kaufberatung: Der richtige Fernseher zum günstigen Preis

Kaufberatung: Der richtige Fernseher zum günstigen Preis

Die nahende Fussball-WM macht vielen Fans Lust auf einen neuen Fernseher. Doch worauf sollte man beim Kauf achten? Wir geben einen Überblick für jene, die sich nur alle paar Jahre über Fernseh-Trends informieren.

Glaubt man der Werbung, dann sind 4K-Auflösung, HDR und Twin-Tuner beim Kauf eines neuen Fernsehers Pflicht – und möglichst groß sollte die Mattscheibe natürlich auch sein! Je nach Einsatzzweck kann man auf einige Features aber verzichten und so den Geldbeutel schonen. Die folgenden Tipps helfen Neulingen, einen geeigneten Fernseher zum günstigen Preis zu finden.

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Um die passende Bildschirmgröße zu ermitteln, messen Sie zunächst den Sitzabstand zum Fernseher. Für einen Fernseher mit Full-HD teilen Sie die Entfernung in Zentimetern durch Vier, um die maximal empfohlene Bildschirmdiagonale in Zoll zu erhalten. Wenn Sie also aus zwei Metern Abstand auf den Fernseher schauen, kommen Sie so auf eine Bildschirmdiagonale von bis zu 200 / 4 = 50 Zoll. Da Ultra-HD-Fernseher in Höhe und Breite je doppelt so hoch auflösen, kann man dort eine doppelt so große Bildschirmdiagonale wählen – Inhalte, die nicht zumindest in Full-HD aufgelöst sind, machen auf so einem Riesen-TV dann aber keinen Spaß mehr. Umgekehrt sollte man einen 4k-Fernseher aber auch nicht deutlich kleiner wählen, da man so den Vorteil der hohen Auflösung verspielt.

Der Griff zu einem Fernseher mit UHD- beziehungsweise 4k-Auflösung lohnt sich besonders dann, wenn man sehr nah am Bildschirm sitzt oder der Bildschirm für den Sitzabstand sehr groß gewählt ist. Wer hochaufgelöste Blu-ray-Filme oder Streaming-Inhalte in voller Qualität genießen möchte, der kommt ohnehin nicht an einem UHD-Fernseher vorbei. Zappt man lediglich durch das TV-Programm, reicht theoretisch noch ein Full-HD-Gerät (1080p) – kaum ein Sender strahlt derzeit 4K-Inhalte aus. Eine Ausnahme bildet hier etwa der Bezahlsender Sky mit dem täglichen Top-Spiel der Fußball-WM 2018. Von den noch erhältlichen Fernsehern, die lediglich "HD ready" (720p) sind, sollte man heutzutage die Finger lassen.

Neben der Auflösung entscheidet vor allem der Kontrastumfang über die Bildqualität eines Fernsehers. Bei Geräten mit HDR-Technik ist dieser Kontrastumfang erhöht, wodurch das Bild kräftiger und lebendiger wirkt; Geräte ohne HDR liefern im Vergleich ein fades und kontrastarmes Bild. Dolby Vision bietet von allen HDR-Standards derzeit die größte Brillanz – allerdings nur bei den (überschaubar vielen) Inhalten, die mit der entsprechenden Lizenz im Rücken produziert wurden. Samsung bietet mit dem lizenzfreien HDR10+ einen Gegenentwurf zur Dolby-Technik an, der sich aber am Markt noch durchsetzen muss.

Welcher HDR-Standard der richtige ist, hängt auch von den Lichtverhältnissen ab: Steht der Fernseher in einem üblicherweise hell beleuchteten Zimmer, dann benötigt er eine hohe Leuchtdichte, um die volle HDR-Wirkung zu entfalten. Fernseher mit einer Spitzenhelligkeit ab 800 cd/m² sind dafür gut geeignet – ein genauerer Blick in die technischen Daten kann also vor Enttäuschungen schützen. Wer ausschließlich TV-Programm schaut, muss nicht ganz so streng sein: die Sender übertragen ihre Inhalte nämlich (noch) nicht in HDR.

Die meisten Fernseher sind inzwischen smart, hängen also am Internet und lassen sich mit allerlei Apps und Zusatzfunktionen nutzen. Das kann bequem sein, aber auch den Datenschutz gefährden. Mehr Sicherheit bieten diesbezüglich TV-Geräte, die nicht mit dem Internet verbunden sind. Wer selektiv smarte Features nutzen möchte, um etwa Netflix oder Amazon Video zu streamen, kann das auf Offline-Fernsehern zum Beispiel mit dem Amazon Fire TV oder dem Google Chromecast tun. Damit exponiert man sich deutlich weniger und auf Wunsch nur vorübergehend: steckt der Stick nicht in der Buchse, gibt es keinen Datenverkehr.

Besonders nimmersatte Vielseher profitieren von einem Fernseher mit Twin-Tuner. Der erlaubt den simultanen Empfang zweier Signale, sodass man etwa einen TV-Sender aufzeichnen kann, während man zeitgleich einen anderen schaut. Für Verwirrung sorgt gerne der „Triple-Tuner“, der im Unterschied zum Twin Tuner nicht mehrere unabhängige, sondern nur einen kombinierten Tuner für DVB-T/C/S (Terrestrisch, Kabel, Satellit) enthält. Ein Empfang von drei Signalen zur selben Zeit ist damit also nicht möglich. Die Alternative zu integrierten Tunern sind externe Receiver: Die sind oft etwas leistungsfähiger, was sich zum Beispiel an einem schnelleren Senderwechsel oder einer größeren Auswahl an Aufnahme-Formaten zeigt.

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Während viele Konsolentitel mit einem 50-Hz-Panel noch ausreichend flüssig über den Bildschirm laufen, spielt man mit dem PC auf einem Fernseher mit 100 Hz deutlich besser – bei einer niedrigeren Frequenz leidet der Spielspaß auf großen Bildschirmen mitunter deutlich. Außerdem sollte die Latenzzeit des Fernsehers möglichst unter 50ms liegen, da der Bildschirm ansonsten sichtbar verzögert auf Steuereingaben reagiert. Einige Fernseher bieten extra einen Gaming-Modus an, der Mechanismen zur Bildverbesserung deaktiviert, um die Latenz zu reduzieren. Möchte man antike Schätzchen wie ein Super-NES oder eine frühe Playstation an einem modernen TV betreiben, dann helfen Adapter, die unterschiedlichen Standards zu überbrücken.

Regelmäßig werben Elektro-Märkte und Internet-Händler mit großzügigen Rabatten auf TV-Geräte. Doch selbst bei groß angelegten Sonderverkäufen lohnt es sich, vor dem Kauf die Preise der Fernseher zu vergleichen. Ratsam ist, das Angebot auf jene TV-Modelle reduzieren, die den eigenen Kriterien entsprechen. So erfahren Sie nicht nur, ob ein Sonderangebot wirklich gut ist, sondern auch, welche vergleichbaren Geräte für Sie interessant sein könnten oder gerade besonders günstig sind.

Siehe dazu auch:

(tta)

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