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Jan-Keno Janssen

Kabellos und mit Inside-Out-Tracking: Intels VR-Headset Project Alloy ausprobiert

Kabellos und mit Inside-Out-Tracking: Intels VR-Headset Project Alloy ausprobiert

Das Gewicht des Project-Alloy-Prototypen ist dank Hinterkopf-Stütze gut verteilt. Das Headset trägt sich angenehm.

Bild: heise online / jkj

In der Theorie will Project Alloy von Intel ein Traum-Virtual-Reality-Headset sein: Es arbeitet kabellos, benötigt keinen zusätzlichen Rechner und erfasst die Umgebung in Echtzeit. Wir haben ausprobiert, wie sich der Prototyp in der Praxis schlägt.

Technisch ist der Project-Alloy-Prototyp von Intel beeindruckend: In dem VR-Headset steckt neben zwei OLED-Displays, Lagesensoren, Akku und einer Tiefenkamera auch ein kompletter PC mit Skylake-Architektur. Intel nennt die Project-Alloy-Technik "Merged Reality" (verschmolzene Realität), weil in die virtuelle Welt auch Teile der realen Umgebung eingebaut werden können. Anders als bei Mixed-Reality-Brillen wie Microsoft Hololens sind die Alloy-Displays aber nicht transparent – genau wie bei reinen VR-Brillen wird man von der echten Welt komplett abgeschottet.

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Kabellos und mit Inside-Out-Tracking: Intels VR-Headset Project Alloy ausprobiert
Im von uns ausprobierten Alloy-Prototypen stecken noch zwei Realsense-Kameras, spätere Varianten sollen mit einer auskommen. (Bild: jkj / heise online)

Dank einer eingebauten Tiefenkamera mit Intels hauseigener Realsense-Technik kann das Headset die Umgebung in Echtzeit erfassen. Das dient nicht nur dem Positionstracking ("Inside-Out-Tracking", externe Sensoren wie HTC Vive und Oculus Rift werden nicht benötigt), sondern auch für die Merged-Reality-Funktionen. In einer Demo, die Intel auf der CES zeigt, verwandeln sich beispielsweise Tisch und Sofa in Teile einer Raumstation. Als Controller kam ein Ximmerse zum Einsatz.

Video: Intel Project Alloy in Aktion

Das Ganze klappt in der Praxis ordentlich – auch wenn wir im Probelauf eine leicht störende Latenz wahrnahmen. Außerdem verschob sich während des Spielens offenbar das interne 3D-Modell des Raums: Die virtuelle und die reale Position des Tisches lagen zeitweise rund einen halben Meter auseinander. Dennoch: Das kabellose Project Alloy funktioniert jetzt schon besser, als viele verkabelte VR-Headsets mit externen Sensoren. Mit den aktuellen Referenz-Headsets HTC Vive und Oculus Rift kann das Mittendrin-Gefühl aber noch nicht mithalten. Der Tragekomfort ist dank eines an die Playstation-VR erinnernde "Hinterkopf-Halterung" recht angenehm.

Zu den genauen Spezifikationen des Headsets sowie der Akkulaufzeit wollte sich Intel noch nicht äußern: Schließlich handelt es sich um einen Prototypen, der so nie in den Handel kommen wird. Geplant ist, dass Hardware-Partner eigene Project-Alloy-Headsets auf den Markt bringen. Welche Partner das sind, ist noch geheim. Intel stellt allerdings in Aussicht, dass bereits Ende 2017 erste Modelle erhältlich sind. (jkj)

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