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Kabel-TV: Vodafone beginnt 2018 mit Abschaltung des Analogsignals

Eine Fernbedienung

Bild: dpa, Monika Skolimowska

Schon im Januar schaltet Vodafone analoges Fernsehen und Radio in zwei bayrischen Städten ab. Für die restlichen Kunden wird es dann im Sommer ernst – wer noch analog guckt, muss eventuell nachrüsten.

Der Netzbetreiber Vodafone will 2018 die analoge Verbreitung von Fernsehen und Radio in seinem mit Kabel Deutschland übernommenen TV-Kabelnetz schrittweise abschalten. In den Pilot-Städten Landshut und Dingolfing beginnt die Umstellung schon am 9. Januar, teilte das Unternehmen am Donnerstag in Düsseldorf mit. In den restlichen Regionen will Vodafone ab Sommer 2018 mit der Abschaltung des Analog-Signals beginnen. Der Anbieter hat in Deutschland rund 7,7 Millionen Kabel-TV-Kunden. Damit stellt nach Unitymedia der zweite große Kabelnetzbetreiber auf rein digitale Ausstrahlung um.

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Das betrifft alle Vodafone-Kunden, die noch das analoge TV- oder Radio-Signal nutzen – im Februar hatte das Unternehmen von rund 15 Prozent der TV-Kunden gesprochen. Zwar verspricht Vodafone, dass den Kunden durch die Umstellung keine zusätzlichen monatlichen Kosten entstehen. Doch wer zum Beispiel noch mit einem alten Röhrenfernseher am Kabelnetz hängt, wird in neue Hardware investieren müssen. Für den Empfang des digitalen TV-Signals ist ein DVB-C-Receiver nötig, wie er in den meisten modernen Flachbild-Fernsehern eingebaut ist. Solche Receiver gibt aber es auch als eigenständige Geräte.

Die Kabelnetzbetreiber schalten die Analogsignale ab, um mehr Kapazitäten für digitale HD-Programme und Internetanschlüsse zu schaffen. "Analoges Fernsehen und Radio beanspruchen einen großen Teil des Kabel-Frequenzspektrums", heißt es dazu bei Vodafone. In Zukunft will Vodafone ans Netz angeschlossenen 12,6 Millionen Haushalte mit mehr hochauflösenden Digitalprogrammen und Gigabit-Internetanschlüssen versorgen können, dafür müssen das analoge Fernsehen und Radio weichen. Für die betroffenen Haushalte stellt Vodafone auf seiner Website Informationen über die Umstellung zur Verfügung.

Unitymedia hat das Analogsignal in seinen Kabelnetzen bereits in diesem Jahr abgeschaltet. Davon waren nach Unternehmensangaben etwa jeder Zehnte der gut 7 Millionen Kunden betroffen. "Jetzt beginnt mit Vodafone der zweite große Kabelnetzbetreiber in Deutschland mit der Volldigitalisierung", erklärte die Chefin des Netzbetreiberverbands ANGA, Andrea Huber. Bei weiteren Anbietern steht der Umstieg ebenfalls bevor, zum Beispiel beginnt Wilhem.tel im Januar mit der Abschaltung im Verbreitungsgebiet Norderstadt. Tele Columbus und Primacom haben noch keine Pläne bekanntgeben.

"Die Volldigitalisierung setzt Kapazitäten in den Netzen frei, die für ein größeres TV-Angebot und noch schnelleres Internet mit Gigabit-Bandbreiten gebraucht werden", sagte Huber. "Damit ist diese Entwicklung ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg in die Gigabit-Gesellschaft." Der Verband rechnet damit, dass das Analogsignal in allen Kabelnetzen bis Ende 2018 abgeschaltet wird. Parallel beginnen die Kabelnetzbetreiber damit, ihre Netze schrittweise auf den neuen Standard Docsis 3.1 aufzurüsten, der Internetanschlüsse mit 1 GBit/s und mehr ermöglicht. (vbr)

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