Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Martin Holland 271

Interview mit Jay Tuck: "Künstliche Intelligenz hat uns längst überholt"

Roboter, Softbank Robotics

Nach Forschern und Ingenieuren reiht sich mit Jay Tuck nun auch ein angesehener Journalist in die Reihe derer ein, die vor den Gefahren von KI warnen. Im Interview mit Techstage erklärt er, warum sich unsere digitalen Helfer bald gegen uns wenden könnten.

Der Investigativjournalist Jay Tuck warnt, dass wir in vielen Bereichen längst nicht mehr wissen, was Computer und Algorithmen machen. Je mehr Verantwortung wir etwa in der Industrie und im Militär an Künstliche Intelligenz abgeben, desto größer werde die Gefahr, dass sie irgendwann nicht mehr in unserem Interesse entscheide, erklärt er im Interview mit Techstage.

Damit reiht er sich ein in die immer länger werdende Liste derer, die vor den Gefahren von KI warnen. Natürlich sei es gegenwärtig sehr zu begrüßen, wenn Computer beispielsweise Radiologen dabei überflügeln, auf MRT-Aufnahmen Krebserkrankungen zu erkennen. Aber wenn Algorithmen in nicht allzu ferner Zeit uns Menschen in allen Bereichen überflügelt haben, hätten wir ein Problem, dass wir nicht mehr in den Griff bekommen könnten.

Gegenmaßnahmen gegen diese Entwicklung gebe es derzeit noch nicht, denn uns fehlten die Strukturen, damit umzugehen. Auf die Politik setzt er keine große Hoffnung, da die immer erst zu spät reagiere. Viel eher könne sich die Industrie selbst kontrollieren, denn die Menschen die Künstliche Intelligenz entwickeln, wüssten am besten, wie gefährlich die werden kann. Der Einzelne jedenfalls könne nichts tun. Er selbst sehe sich als Warner, der Angst oder zumindest Respekt vor dieser Entwicklung schüren wolle. Zusammengefasst hat er die Ergebnisse seiner Recherchen in dem Buch "Evolution ohne uns – Wird Künstliche Intelligenz uns töten?"

(mho)

271 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Merkel fordert von Internetplattformen mehr Transparenz

    Publishers' Summit 2015

    Die Algorithmen der großen Internetplattformen sollen transparenter werden, künstliche Intelligenz verändert den klassischen Journalismus – das sind nur zwei Themen der Medientage in München.

  2. c't-Interview: Menschen kreativer machen mit KI

    Künstliche Intelligenz, KI, AI

    "Wir bauen kein Gehirn in Silizium" erklärt der Stanford-Professor Richard Socher im Interview gegenüber c't. In seiner Rolle als Chief Scientist von Salesforce stand er uns Rede und Antwort über den Stand der Technik.

  3. Weißes Haus: Keine Angst vor Künstlicher Intelligenz

    Roboter

    Ein Forschungsbericht der US-Regierung streicht die Vorteile und das "unglaubliche Potenzial" intelligenter und lernender Maschinen heraus. Risiken etwa durch autonome Waffensysteme werden nur am Rand gestreift.

  4. Google-Forscher ruft nach Notschalter für Künstliche Intelligenz

    Watson

    Im Umgang mit lernenden "Agenten" wie Robotern müsse es für Menschen möglich sein, einen "großen roten Knopf" zu drücken und so "schädliche Handlungsstränge" zu verhindern, schreibt ein "DeepMind"-Experte von Google.

  1. Post aus Japan: Kühler Kopf für die KI

    Post aus Japan: Kühler Kopf für die KI

    Künstliche Intelligenz braucht derzeit noch riesige Datenzentren. Fujitsu verspricht, den Raumbedarf zu halbieren – mit einer Idee aus der Halbleiterreinigung.

  2. Post aus Japan: Künstliche Intelligenz und Karl Marx

    Post aus Japan: Künstliche Intelligenz und Karl Marx

    Roboter und Künstliche Intelligenz werden derzeit als Jobkiller und Bedrohung für die Menschheit gesehen. Damit stellt sich die Frage: Können wir Systeme schaffen, die besser als wir sind?

  3. Panorama der Technoevolution

    Zur Abstufung zukünftiger künstlicher Prozesse in der "Summa technologiae" von Stanislaw Lem

  1. 18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    18-Jähriger meldet Fehler in Budapester E-Ticketing-System – und wird festgenommen

    Das neue E-Ticketing-System für den Budapester ÖPNV war offenbar mit allzu heißer Nadel gestrickt. Ein 18-Jähriger Nutzer, der einen der Fehler entdeckte und dem Budapester Verkehrsunternehmen meldete, bekam daraufhin Besuch von der Polizei.

  2. Diesel-Debatte: Ist der Stickstoffdioxid-Grenzwert sinnvoll?

    In geschlossenen Räumen darf der Anteil des Gases fast 24 Mal so hoch sein wie an Straßen - Ein Kommentar

Anzeige