Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.684.020 Produkten

Martin Holland 271

Interview mit Jay Tuck: "Künstliche Intelligenz hat uns längst überholt"

Roboter, Softbank Robotics

Nach Forschern und Ingenieuren reiht sich mit Jay Tuck nun auch ein angesehener Journalist in die Reihe derer ein, die vor den Gefahren von KI warnen. Im Interview mit Techstage erklärt er, warum sich unsere digitalen Helfer bald gegen uns wenden könnten.

Der Investigativjournalist Jay Tuck warnt, dass wir in vielen Bereichen längst nicht mehr wissen, was Computer und Algorithmen machen. Je mehr Verantwortung wir etwa in der Industrie und im Militär an Künstliche Intelligenz abgeben, desto größer werde die Gefahr, dass sie irgendwann nicht mehr in unserem Interesse entscheide, erklärt er im Interview mit Techstage.

Anzeige

Damit reiht er sich ein in die immer länger werdende Liste derer, die vor den Gefahren von KI warnen. Natürlich sei es gegenwärtig sehr zu begrüßen, wenn Computer beispielsweise Radiologen dabei überflügeln, auf MRT-Aufnahmen Krebserkrankungen zu erkennen. Aber wenn Algorithmen in nicht allzu ferner Zeit uns Menschen in allen Bereichen überflügelt haben, hätten wir ein Problem, dass wir nicht mehr in den Griff bekommen könnten.

Gegenmaßnahmen gegen diese Entwicklung gebe es derzeit noch nicht, denn uns fehlten die Strukturen, damit umzugehen. Auf die Politik setzt er keine große Hoffnung, da die immer erst zu spät reagiere. Viel eher könne sich die Industrie selbst kontrollieren, denn die Menschen die Künstliche Intelligenz entwickeln, wüssten am besten, wie gefährlich die werden kann. Der Einzelne jedenfalls könne nichts tun. Er selbst sehe sich als Warner, der Angst oder zumindest Respekt vor dieser Entwicklung schüren wolle. Zusammengefasst hat er die Ergebnisse seiner Recherchen in dem Buch "Evolution ohne uns – Wird Künstliche Intelligenz uns töten?"

Das vollständige Interview mit Jay Tuck – Quelle: Stefan Möllenhoff

(mho)

271 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. c't-Interview: Menschen kreativer machen mit KI

    Künstliche Intelligenz, KI, AI

    "Wir bauen kein Gehirn in Silizium" erklärt der Stanford-Professor Richard Socher im Interview gegenüber c't. In seiner Rolle als Chief Scientist von Salesforce stand er uns Rede und Antwort über den Stand der Technik.

  2. Neue Firma: Elon Musk will Gehirn mit Computern vernetzen

    Elon Musk

    Der Unternehmer Elon Musk hat sich offenbar eine neue Baustelle gesucht. Einem Zeitungsbericht zufolge hat er ein Unternehmen gegründet, das Computer mit menschlichen Gehirnen vernetzen soll. Das könne eine Herrschaft der KI verhindern, meint Musk.

  3. Vor 20 Jahren: Game over, Herr Kasparow

    Vor 20 Jahren: Game over, Herr Kasparow

    Vor 20 Jahren verlor der damalige Schachweltmeister Garri Kasparow die entscheidende Partie gegen den Schach-Computer "Deep Blue"

  4. Präsident der Max-Planck-Gesellschaft: Soziale Medien ändern Wahrnehmung von Forschung

    Eizelle

    Der Blick der Öffentlichkeit auf wissenschaftliche Ergebnisse wird von der Politik mitunter erheblich beeinflusst, sagt der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. "Dem Ruf der Wissenschaft können solche politischen Dispute enorm schaden."

  1. Roboter als Staatsbürger

    Die "Überwindung des Menschen" geht von Staaten und Führern aus, die in einem mittelalterlichen Weltbild leben, das sich mit der humanoiden Hypertechnologie von morgen verbindet

  2. Hawking warnt: Roboter könnten die Menschen ersetzen

    Künstliche Intelligenz könne wie ein Computervirus so geschaffen werden, dass sie sich optimiert und repliziert

  3. Post aus Japan: Kühler Kopf für die KI

    Post aus Japan: Kühler Kopf für die KI

    Künstliche Intelligenz braucht derzeit noch riesige Datenzentren. Fujitsu verspricht, den Raumbedarf zu halbieren – mit einer Idee aus der Halbleiterreinigung.

  1. Fahrbericht: Ford Expedition 2018

    Ford Expedition

    In den USA herrschen, was die richtige Fahrzeuggröße angeht, vielfach andere Vorstellungen als in Europa. Ein Ausflug mit dem für europäische Verhältnisse riesigen, auf dem US-Markt recht populären Ford Expedition 2018 zeigt dies eindrücklich

  2. Der Fluss der Kommerzialisierung

    Auf der Suche nach postpersönlichen Realitäten oder: Wie das Internet seine Zukunft als Medium der Nähe aufs Spiel setzt

  3. Erste Ausfahrt: VW Up GTI

    VW Up GTI

    Der aktuelle VW Up wird voraussichtlich im nächsten Jahr einen Nachfolger bekommen. Die letzte große Neuerung dieser Generation ist der lang angekündigte 115-PS-Dreizylinder im Up GTI.

  4. Hamburger Fotofahndung - 20 mutmaßliche G20-Gewalttäter ermittelt

    Hamburger Fotofahndung - 20 mutmaßliche G20-Gewalttäter ermittelt

    Vor einem Monat hat die Hamburger Polizei mehr als 100 Fotos von mutmaßlichen G20-Gewalttätern im Internet veröffentlicht. Das Vorgehen zahlt sich für die Ermittler offensichtlich aus, stößt aber weiterhin auf Kritik.

Anzeige