Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.734.489 Produkten

Christof Windeck 31

Intels neue Server-Atoms "Denverton" schon im Einsatz

Supermicro-Mainboard A2SDi-2C-HLN4F mit Atom C3338

Supermicro-Mainboard A2SDi-2C-HLN4F mit Atom C3338

Bild: Supermicro

Ohne große Ankündigung hat Intel erste Varianten des Atom C3000 alias Denverton für kleine Server, Netzwerkgeräte, NAS und andere Storage-Systeme auf den Markt gebracht.

Seit mehrere Firmen immer kräftigere ARM-SoCs für Server, Storage- und Netzwerksysteme vorgestellt haben, hat auch Intel mehr hoch integrierte Server-SoCs wie Atom S1200, Atom C2000 und Xeon-D ins Rennen geschickt. Nun ist der Atom C3338 aufgetaucht, ein erster "Denverton"-Typ, der auf dieselben Geräteklassen zielt wie sein Vorgänger Atom C2000 "Avoton": NAS-Boxen, Mini-ITX-Boards für Mini-Server, modulare Mikroserver und Netzwerkgeräte, etwa Firewalls.

Anzeige

Da Intel bisher keine Dokumentation zum Atom C3000 veröffentlicht hat, kann man über den genauen Aufbau nur spekulieren. Die Zahl 3000 und der Vorstellungstermin lassen aber hoffen, dass in den Denvertons ähnliche CPU-Kerne stecken wie in den Apollo-Lake-Typen Atom E3900 und Celeron N3450, also die für Atom-Verhältnisse vergleichsweise leistungsfähigen "Goldmont"-Kerne.

Daten des Supermicro A2SDi-2C-HLN4F (Bild: Supermicro)

Laut Intels CPU-Datenbank ark.intel.com besitzt der Atom C3338 lediglich zwei CPU-Kerne, die mit 1,5 bis 2,2 GHz takten, und kostet auch nur 27 US-Dollar. Trotzdem enthält er einen Ethernet-Controller für vier Ports mit 1 oder 2,5 GBit/s. Um sie zu nutzen, sind freilich noch PHY-Chips nötig. Außerdem bindet der Atom C3338 bis zu 10 SATA-6G-Ports, 4 USB-3.0-Ports und 10 PCIe-3.0-Lanes an – aber möglicherweise nicht alles gleichzeitig. Bei den Platform Controller Hubs (PCHs) mit Intels Flexible-I/O-Technik lassen sich sogenannte High-Speed-I/O-(HSIO-)Lanes für USB 3.0, PCIe 3.0 oder SATA 6G nutzen, je nach Einsatzzweck des Mainboards.

Supermicro bestückt das Mini-ITX-Mainboard A2SDi-2C-HLN4F mit dem Atom C3338, ein tschechischer Händler offeriert es bereits für 316 Euro. Dabei verwendet er allerdings das Foto des doppelt so teuren A2SDi-H-TF mit Atom C3758 (8 CPU-Kerne) und zwei 10-GBit-Ethernet-Ports. Noch teurer sind die Board-Versionen A2SDi-LN4F mit Atom C3850 (12 CPU-Kerne) und A2SDi-H-TP4F mit Atom C3958, der 16 CPU-Kerne besitzt. Das letztgenannte Board kostet rund 1260 Euro.

Laut einer Online-Broschüre von Supermicro besitzt das A2SDi-2C-HLN4F zwei DDR4-DIMM-Slots, die Registered-ECC-Module mit jeweils bis zu 32 GByte vertragen. Das Board stellt je vier Gigabit-Ethernet- und SATA-6G-Ports bereit. Zudem ist der Fernwartungschip Aspeed AST2400 vorhanden.

Netgear verwendet den Atom C3338 in den Speicherboxen ReadyNAS RN422 und RN424. Laut Amazon soll die RN422 Anfang März für rund 540 Euro zu haben sein. (ciw)

31 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Xeon D-2100: Intels Prozessor für Edge-Server startet offiziell

    Intel Xeon D-2100 alias Skylake-D

    Die bereits durchgesickerten fünf Versionen des Xeon D-2100 waren nur die Vorhut, jetzt kommen noch neun weitere sowie technische Details.

  2. AMD Epyc Embedded 3000 für Storage-Server und Netzwerkgeräte

    AMD Epyc Embedded 3000

    Vom Serverprozessor Epyc bringt AMD Embedded-Varianten mit 4 bis 16 Kernen und integrierten 10-Gigabit/s-Ethernet-Controllern.

  3. Intel Xeon D-2100: Mikroserver-Prozessor mit bis zu 18 Kernen

    Giada N60E-O-1521 mit Intel Xeon D-1500 (D-1521)

    Mit einem Update der Preisliste hat Intel drei neue Xeon-D-Prozessoren vorgestellt, die für dicht gepackte Cloud-Server sowie Storage-Systeme und Telekommunikationssysteme gedacht sind.

  4. HPE ProLiant MicroServer Gen10 mit AMD Opteron X3000

    HPE MicroServer Gen10

    Nach dem Mikro-Server mit Intel Celeron kommt nun wieder einer mit AMD-CPU: Der MicroServer Gen10 nimmt wie seine Vorgänger bis zu vier Festplatten auf.

  1. AMD Epyc: Die ersten Server-Mainboards von Supermicro und Tyan

    Supermicro H11DSi-NT für AMD Epyc

    Nach dem Start des AMD Epyc kommen nun die ersten passenden Mainboards mit einer oder zwei "SP3"-Fassungen.

  2. Achtkern-Prozessor Ryzen 7 1800X im Test

    Achtkern-Prozessor Ryzen 7 1800X im Test

    Mit den neuen Ryzen-Prozessoren mischt AMD nach vielen Jahren Abstinenz endlich wieder im High-End-Prozessormarkt mit. Der Octo-Core Ryzen 7 1800X schlägt seinen direkten Konkurrenten Core i7-6900K, kostet aber nur die Hälfte.

  3. Intel Celeron J4105: Gemini Lake legt eine Schippe drauf

    Asrock J4105-ITX mit Intel Celeron J4105

    Im Kurztest des Asrock J4105-ITX liefert der neue "Atom-Celeron" mit Gemini-Lake-Technik deutlich mehr Rechenleistung als seine Vorgänger; bei HDMI 2.0 hakelt es derzeit noch.

  1. Infotainment im Test: Mercedes MBUX

    Mercedes

    Autohersteller geizen mit Rechenleistung, davon konnte man bisher von wenigen Ausnahmen abgesehen immer getrost ausgehen. Doch mit dem Infotainment-System in A-Klasse und Sprinter gibt Mercedes jetzt richtig Gas in Sachen Rechenleistung, Entwicklungszeit und Software-Vertrieb

  2. Fahrbericht: Lamborghini Urus

    Lamborghini

    Er verspricht mit immerhin 650 PS reichlich Fahrdynamik, muss dabei allerdings auch ein Leergewicht von 2,2 Tonnen durch die Gegend wuchten. Er braucht Reifen, mit denen man bis zu 305 km/h fahren kann und soll trotzdem auch im Gelände überzeugen. Kann der Lamborghini Urus diese Widersprüche auflösen?

  3. Erste Ausfahrt: Mercedes A 200

    Mercedes A-Klasse

    Die vierte A-Klasse ist ein hervorragendes Auto geworden, wie eine erste Ausfahrt zeigt. Eindrucksvoll ist der Vorsprung im Bereich Infotainment. Ein Modell für die breite Masse ist es aber nicht, denn Mercedes langt selbst für Kleinigkeiten heftig zu

  4. Kanadisches Gericht beharrt auf weltweiter Google-Zensur

    Canada Place

    Kanadische Gerichte verpflichten Google dazu, bestimmte Links aus dem Index zu löschen, und zwar weltweit. Die Verfügung widerspricht US-Recht, doch die kanadische Justiz bleibt hart.

Anzeige