Logo von heise online

Suche
Abonnieren

Tägliche Top-News bei WhatsApp, Facebook Messenger, Telegram & Insta

preisvergleich_weiss

Recherche in 1.508.171 Produkten

Christof Windeck 42

Intel macht mit MeeGo weiter und verspricht 32-Nanometer-Atom

Für Intel dürfte der Mobile World Congress in diesem Jahr keine schöne Veranstaltung sein: Noch immer gibt es keine Tablets mit Windows 7 oder MeeGo und den seit Langem versprochenen Atoms "Oak Trail" zu kaufen, selbst Produkte mit dem seit Jahren angekündigten "Moorestown"-Atom Z600 sind bisher Exoten. Kurz vor dem MWC-Start hat dann auch noch Intels MeeGo-Kooperationspartner Nokia seine Entscheidung für Windows Phone 7 verkündet, was die Zukunftsaussichten für MeeGo verdunkelt.

Intel steht aber weiter tapfer zu MeeGo: Zwar, sagte Intel-Managerin Renée J. James, sei ihr Unternehmen "obviously disappointed" (offensichtlich enttäuscht) von Nokia, setze aber weiter auf MeeGo (mit Qt) als Betriebssystem für Tablets und Smartphones. Auch der AppUp-Store läuft weiter, Entwicklern stehen einige neue Werkzeuge wie das MeeGo SDK 1.2 für Linux und Windows bereit – und Intel ködert Programmierer auch mit Wettbewerben und Geldpreisen. Fujitsu Asia Pacific hat vor wenigen Tagen angekündigt, dass das Netbook Lifebook MH330 mit Atom N455 auch in einer MeeGo-Version zu haben sein soll.

Außer unter MeeGo sollen Atoms selbstverständlich auch unter Windows und Android laufen – Intel erwähnt ausdrücklich Gingerbread für Atom-Smartphones und Honeycomb für Tablets, die noch 2011 auf den Markt kommen.

Nach eigenen Angaben liefert Intel nun bereits erste Muster der kommenden Atom-Plattform Medfield aus, deren Herzstück ein System-on-Chip (SoC) aus der 32-Nanometer-Fertigung mit Atom-Kern ist. In der 32-nm-Generation will Intel auch auf eine überarbeitete Atom-Mikroarchitektur setzen, nämlich Saltwell statt Bonell. Ein separater Chipsatz ist bei Medfield nicht mehr nötig; die aktuelle Moorestown-Platform besteht hingegen noch aus dem 45-nm-Atom Z600 (Lincroft) und dem Platform Controller Hub MP20 (Langwell). In großen Mengen, schätzt Intel, werde Medfield allerdings erst in ungefähr einem Jahr ausgeliefert – auf der Computex hieß es, noch 2011 laufe die Serienfertigung an.

Um die eigene SoC-Sparte zu stärken, hat sich Intel via Intel Capital die Firma Silicon Hive einverleibt, die Know-how bei Parallelrechnen und Videodatenverarbeitung einbringt. Das Unternehmen hat Standorte unter anderem in den Niederlanden, im Silicon Valley und im indischen Bangalore.

Aus der Übernahme der Mobilfunksparte von Infineon stammen die SMARTi-Chips, von denen es auch Wimax- und LTE-taugliche Varianten gibt. Intel Mobile Communications (IMC) will ab dem zweiten Halbjahr 2012 Multi-Mode-Chips liefern können, die beispielsweise 2G-, 3G- und LTE-Mobilfunk unterstützen. Und auf der Sende-Seite des LTE-Netzes kooperiert Intel mit Samsung und Korea Telecom: Die drei Firmen entwickeln eine Netzwerktechnik namens Cloud Communication Center (CCC), bei der sich die Digital Unit (DU) – letztlich virtualisierte Intel-Server – und die eigentliche Sendeeinheit (Radio Unit, RU) an unterschiedlichen Standorten befinden können. (ciw)

42 Kommentare

Themen:

Anzeige
  1. Intel outside: Smartphone-SoCs gestoppt

    Smartphone Motorola Razr i mit Intel Atom

    Intel bricht die Entwicklung der Ende 2013 angekündigten, aber erfolglosen Smartphone-Chips SoFIA und Broxton mit Atom-Cores ab.

  2. Microsoft lässt Produktion des Surface 3 auslaufen

    Microsoft lässt Produktion des Surface 3 auslaufen

    Microsoft stellt die Produktion seines Windows-Tablets Surface 3 zum Jahresende ein, doch schon jetzt machen sich manche Ausstattungsvarianten rar.

  3. Samsung Exynos 9-8895: 10-nm-SoC für Smartphones mit 1-GBit-LTE

    Samsung Exynos big-Little

    Kurz vor dem Mobile World Congress verkündet Samsung Details zum 10-Nanometer-Prozessor Exynos 9 Series 8895, dessen integriertes LTE-Modem bis zu 1 GBit/s im Downstream liefern soll.

  4. Smartphone-Prozessor mit LTE-Modem und acht x86-Kernen

    Smartphone Intel inside

    Neuer Anlauf für Smartphone-Atoms: Intels chinesischer Kooperationspartner Spreadtrum vereint ein LTE-Modem mit acht CPU-Kernen und PowerVR-GPU auf einem 14-nm-Chip.

  1. Die Neuerungen von Linux 4.11

    Linux-Kernel 4.11

    Die neue Kernel-Version unterstützt moderne Stromspartechniken besser und kann so die Akkulaufzeit steigern. Die Entwickler haben Grundlagen gelegt, um auf x86-64-Systemen bald bis zu 1 Petabyte Arbeitsspeicher ansprechen zu können. Die nächste Kernel-Version bringt zudem eine Technik, um die 3D-Beschleunigung von Radeon-GPUs in VMs nutzen zu können. Auch die Unterstützung für den Raspberry Pi wird besser.

  2. Tipps zur Intel-ME-Sicherheitslücke SA-00075

    PC mit Intel-Netzwerkchip

    Am 1. Mai hat Intel eine Sicherheitslücke in der ME-Firmware vieler Desktop-PCs, Notebooks und Server gemeldet: Was Sie jetzt tun sollten.

  3. c't uplink 13.0: heise Tippgeber, HDMI-Sticks mit Windows 10, Samsung Galaxy Note 7

    c't uplink 13.0: heise Tippgeber, HDMI-Sticks mit Windows 10, Samsung Galaxy Note 7

    Im aktuellen c't uplink stellen wir unsere Enthüllungsplattform heise Tippgeber vor und erklären, wie sie funktioniert. Außerdem haben wir Windows-10-Sticks getestet und einen ersten Blick auf das Samsung-Smartphone Galaxy Note 7 geworfen.

  1. Austerität auf ewig?

    Soll Griechenland aus dem Euro vergrault werden? Varoufakis belastet Schäuble

  2. EInk: Farbige Kügelchen, Schwarzweiß-Display mit 600 dpi

    EInk: Farbige Kügelchen, Schwarzweiß-Display mit 600 fpi

    EInk zeigt auf der DisplayWeek farbige elektronische Schilder mit 150 dpi Auflösung. Aus der Zusammenarbeit mit JDI sind elektronische Papiere mit stolzen 600 dpi hervorgegangen, als Gimmick gibts ein E-Paper-Kleid.

  3. 40 Jahre Star Wars: Das Jubiläum der Macht

    40 Jahre Star Wars: Das Jubiläum der Macht

    A long time ago in a galaxy far, far away … Am 25. Mai 1977 startete die Star-Wars-Saga in den Kinos der Vereinigten Staaten. Doch der Weg zur Macht, nicht vorgegeben er war...

  4. "Trump-Modus": 1Password entfernt Passwörter temporär für Grenzkontrollen

    "Trump-Modus": 1Password entfernt wichtige Passwörter für Grenzkontrollen temporär

    Nutzer können in dem Passwort-Manager hinterlegte Zugangsdaten nun leicht von all ihren Geräten entfernen – und später wieder hinzufügen. Dies soll verhindern, dass Grenzbeamte bei Kontrollen Einblick in die Daten erlangen.

Anzeige