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Ben Schwan 481

Impfmuffel: "Anti-Vaxxer"-Bewegung erreicht Heimtierbesitzer

"Anti-Vaxxer"-Bewegung erreicht Heimtierbesitzer

Hund beim Tierarzt.

Bild: S.C. Air National Guard / PD

In den USA kommt es immer häufiger vor, dass Herrchen oder Frauchen Bello nicht mehr impfen lassen, weil sie Angst vor Erkrankungen haben.

Die Zahl der Impfmuffel wächst – und greift nun offenbar auch auf Heimtierbesitzer über, schreibt Technology Review in seiner Online-Ausgabe ("Impfmuffel beim Tierarzt"). In bestimmten Regionen der USA, etwa in New Yorker "Hipster"-Bezirken wie Brooklyn, berichten Tierärzte davon, dass ihre Kunden Hunde nicht mehr impfen lassen wollen. Als Argument nennen sie – wie man es auch von menschlichen Impfmuffeln kennt – ein allgemeines Misstrauen gegenüber der pharmazeutischen Industrie. Dazu kommt die Angst vor Erkrankungen ihrer Lieblinge durch die Impfstoffe – etwa ein Hunde-Asperger-Syndrom, das wissenschaftlich bislang aber noch gar nicht nachgewiesen worden ist.

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Was Impfverweigerung kostet

Ungefährlich ist eine fehlende Impfung beim Haushund nicht – weder für das Tier, noch für den Menschen. Wer seinen Vierbeiner beispielsweise nicht gegen Tollwut impft, riskiert seine eigene Infektion, sollte sich Bello irgendwo anstecken. Verreisen darf das Tier ohne Grundimmunisierung sowieso nicht, beim Übertritt in Länder wie etwa Norwegen wird zudem eine vorab gegebene Wurmtablette fällig, sonst kann das Tier in Quarantäne genommen werden.

Auch andere Zoonosen, gegen die standardmäßig beim Tierarzt geimpft wird, existieren, wie etwa die Leptospirose, die auch den Menschen befallen kann. Der Hund bekommt schwere Nierenschäden, wenn er etwa infiziertes Wasser aufnimmt, dem Menschen drohen eine Hirnhautentzündung, Gelbsucht, Nieren- und Herzerkrankungen. Daneben ist – wie schon beim Menschen – auch die Herdenimmunität gefährdet. Wird eine bestimmte Menge der Tiere nicht geimpft, lassen sich Infektionskrankheiten nicht ausrotten oder verbreiten sich wieder schneller, wie man es etwa aktuell bei menschlichen Maserinfektionen beobachten kann.

Mehr dazu bei Technology Review Online:

(bsc)

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