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Martin Holland 15

Icarus: Antenne für tierisches Sensornetzwerk auf dem Weg zur ISS

Icarus: Antenne für tierisches Sensornetzwerk auf dem Weg zur ISS

Ein Schmetterling mit dem kaum noch zu sehenden Sender.

Bild: MPIO, Copyright MaxCine

Mit tausenden Sensoren an Tieren und Antennen an der Internationalen Raumstation wollen deutsche und russische Forscher Tierwanderungen beobachten und etwa Vulkanausbrüche vorhersagen. Entscheidende Hardware ist nun auf dem Weg zur ISS.

Eine russische Rakete hat das entscheidende Bauteil für ein russisch-deutsches Demonstrationsprojekt zum Aufbau eines tierischen Sensornetzwerks zur ISS gebracht. Die Antenne für Icarus (International Cooperation for Animal Research Using Space) soll nach dem Start vom Kosmodrom Baikonur am 15. Februar auf der ISS ankommen, teilte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit.

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Sie soll im August bei einem Außenbordeinsatz an der ISS angebracht werden und dann mit der Datensammlung beginnen. Dann soll sie die Signale von mehreren tausend Sensoren verfolgen, die an Tieren in aller Welt angebracht wurden. Die Forscher hinter dem Projekt wollen dadurch Tierwanderungen analysieren.

Das Projekt wird seit Jahren vorbereitet und sollte eigentlich schon deutlich früher getestet werden. Dank winzigen Sensoren an den Körpern freilebender Tiere wollen die Wissenschaftler deren Wanderungen untersuchen. Dadurch könnten sie etwa frühzeitig vor einer Ausbreitung der Vogelgrippe warnen, hatten sie erklärt. Auch vor Naturkatastrophen könnte das Netzwerk künftig warnen, etwa Vulkanausbrüchen. So seien bei vielen größeren Ausbrüchen Tiere bereits Stunden vorher geflüchtet, in Zukunft könnten die Tierbewegungen als Frühwarnsystem genutzt werden. Zu Beginn sollen nun zunächst Kleintiere wie Vögel, Fledermäuse oder Flughunde analysiert werden.

Der für das Projekt benötigte Computer war bereits im Herbst 2017 zur ISS gebracht worden. Er soll im April in Betrieb genommen und getestet werden. Oleg Artemjew und Sergei Prokopjew sollen die zugehörigen insgesamt drei Antennen dann am 8. August 2018 an der Internationalen Raumstation anbringen. Sie können die Daten von bis zu 15 Millionen Sendern empfangen. Die sollen künftig noch verkleinert werden und die Empfänger-Hardware künftig auch auf Satelliten quasi mitfliegen. Dann soll das Beobachtungsnetz engmaschier und zuverlässiger werden. (mho)

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